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Kleinkastell „Am Eichkopf“

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kleinkastell „Am Eichkopf“
Limes ORL Wp 4/19* (RLK)
Strecke (RLK) Obergermanischer Limes
Strecke 4 (Westliche Wetterau)
Datierung (Belegung) unbekannt
Typ Kleinkastell
Einheit unbekannt
Größe 0,25 ha
Bauweise Holz-Erde-Lager
Erhaltungszustand nur noch leichte Geländeverformungen oberirdisch erkennbar
Ort Langenhain-Ziegenberg
Geographische Lage 50° 21′ 23,5″ N, 8° 38′ 25″ OKoordinaten: 50° 21′ 23,5″ N, 8° 38′ 25″ O
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Höhe 305 m ü. NHN
Vorhergehend Kleinkastell Kaisergrube (südlich)
Anschließend Kastell Langenhain (nördlich)

Das Kleinkastell „Am Eichkopf“ war ein römisches Kastell im östlichen Taunus und war Bestandteil des Obergermanischen Limes, den im Jahre 2005 der Status eines UNESCO-Weltkulturerbes zuerkannt wurde. Das heutige Bodendenkmal befindet sich südlich von Langenhain-Ziegenberg, Ortsteil Ober-Mörlen im hessischen Wetteraukreis auf dem nördlichen Ausläufer des Eichkopfs am Rand eines ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Lage und Beschreibung

Die Überreste des Kastells sind heute nur noch schwach im Gelände erkennbar. Durch einen später angelegten kleinen Steinbruch wurde sein Areal in zwei Teile aufgespalten. Die Fundstätte wurde 1896/97 von der Reichs-Limeskommission untersucht. Der Graben wies seinerzeit im Osten eine Breite von 2,25 Meter bis 3,75 Meter und eine Tiefe zwischen 0,70 Meter und 1,30 Meter auf. Im Westen war er 1,60 Meter bis 2,00 Meter breit und 0,50 Meter bis 0,56 Meter tief. Das Kleinkastell wird auch als Wp 4/19* gezählt.<ref>Vera Rupp und Heide Birley: Wanderungen am Wetteraulimes. Archäologische Wanderungen am Limes vom Köpperner Tal im Taunus bis zur Drususeiche bei Limeshain. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1551-0, S. 94–103 (= Führer zur hessischen Vor- und Frühgeschichte, 6).</ref>

Spuren der Limesbauwerke zwischen dem Kleinkastell Am Eichkopf und dem Kastell Langenhain

ORL<ref group="A">ORL = Nummerierung der Limesbauwerke gemäß der Publikation der Reichs-Limeskommission zum Obergermanisch-Rätischen-Limes</ref> Name/Ort Beschreibung/Zustand
KK<ref group="A">KK = nicht nummeriertes Klein-Kastell.</ref> Kleinkastell Am Eichkopf
= Wp 4/19*<ref>Vera Rupp und Heide Birley: Wanderungen am Wetteraulimes. Archäologische Wanderungen am Limes vom Köpperner Tal im Taunus bis zur Drususeiche bei Limeshain. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1551-0, (Führer zur hessischen Vor- und Frühgeschichte, 6), S. 96.</ref>
siehe oben
Wp 4/19<ref group="A">Wp = Wachposten, Wachturm. Die Ziffer vor dem Schrägstrich bezeichnet den Limesabschnitt, die Ziffer hinter dem Schrägstrich in fortlaufender Nummerierung den jeweiligen Wachturm. Ein zusätzliches Sternchen (*) bezieht sich auf einen Wachposten der älteren Limeslinie.</ref> Nur vermutet, nicht archäologisch gesichert.<ref name="Rupp/Birley 102">Vera Rupp und Heide Birley: Wanderungen am Wetteraulimes. Archäologische Wanderungen am Limes vom Köpperner Tal im Taunus bis zur Drususeiche bei Limeshain. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1551-0, (Führer zur hessischen Vor- und Frühgeschichte, 6), S. 102.</ref>
Wp 4/19a Nur vermutet, nicht archäologisch gesichert.<ref name="Rupp/Birley 102" />
Wp 4/20 Auf der Gickelsburg Nur vermutete, nicht archäologisch gesicherte Turmstelle rund 200 m westlich der Südwestecke des Kleinkastells Am Eichkopf<ref>Vera Rupp und Heide Birley: Wanderungen am Wetteraulimes. Archäologische Wanderungen am Limes vom Köpperner Tal im Taunus bis zur Drususeiche bei Limeshain. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1551-0, (Führer zur hessischen Vor- und Frühgeschichte, 6), S. 95.</ref>
ORL 13<ref group="A">ORL XY = fortlaufende Nummerierung der Kastelle des ORL.</ref> Kastell Langenhain siehe Hauptartikel Kastell Langenhain

Hinweis

Etwa 50 Meter südlich des Kastells findet sich ein dem ehemaligen Führerhauptquartier Adlerhorst zugehöriger Sendebunker, 100 Meter östlich sind noch Schützengräben des Truppenübungsplatzes zu erkennen.

Denkmalschutz

Das Kleinkastell und die anschließenden Limesanlagen wurden 2005 als Bestandteil des Obergermanisch-Rätischen Limes in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Sie sind Bodendenkmäler im Sinne des Hessischen Denkmalschutzgesetzes. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Siehe auch

Literatur

  • Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage. Gebr. Mann, Berlin 2000, ISBN 3-7861-2347-0, S. 150.
  • Dietwulf Baatz: Limes. Westliche Wetteraustrecke (Wetteraukreis). In: Ders. und Fritz-Rudolf Herrmann: Die Römer in Hessen. Lizenzausgabe der Auflage von 1982. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-58-9, S. 399.
  • Margot Klee: Der römische Limes in Hessen: Geschichte und Schauplätze des UNESCO-Welterbes. Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2232-0, S. 111.
  • Ernst Fabricius, Felix Hettner, Oscar von Sarwey (Hrsg.): Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches/Abt. A, Bd. 2,1. Die Strecken 3 bis 5. Petters, Heidelberg, Berlin und Leipzig 1936.
  • Vera Rupp, Heide Birley: Wanderungen am Wetteraulimes. Archäologische Wanderungen am Limes vom Köpperner Tal im Taunus bis zur Drususeiche bei Limeshain. Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1551-0, S. 94–103 (= Führer zur hessischen Vor- und Frühgeschichte, 6).

Anmerkungen

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Einzelnachweise

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