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Kleiner Esparsetten-Bläuling

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Kleiner Esparsetten-Bläuling
Datei:Polyommatus thersites LC0292.jpg

Kleiner Esparsetten-Bläuling
Polyommatus thersites

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Bläulinge (Lycaenidae)
Unterfamilie: Polyommatinae
Gattung: Polyommatus
Art: Kleiner Esparsetten-Bläuling
Wissenschaftlicher Name
Polyommatus thersites
(Cantener, 1834)
Datei:Lycaenidae - Polyommatus thersites - female-1.JPG
Weibchen

Der Kleine Esparsetten-Bläuling (Polyommatus thersites) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae).

Beschreibung

Die Flügeloberseiten der Weibchen sind rötlich-pupurblau gefärbt. Vertreter beider Geschlechter besitzen in der Frühjahrsgeneration grau gefärbte Hinterflügelunterseiten während sie in der Sommergeneration sandbraun ist. Die Weibchen der Sommergeneration sind auf der Oberseite braun, die Vorderflügelunterseite ist gelbgrau. Die Falter ähneln dem Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), sie sind aber kleiner und beide Geschlechter besitzen auf der Unterseite des Vorderflügels keine Basalflecke.

Flugzeit

Polyommatus thersites bildet im Jahr zwei Generationen, diese sind oft mit Polyommatus icarus vergesellschaftet. In Deutschland fliegt die Falter der ersten Generation in Abhängigkeit von der geographischen Lage und Höhe etwa ab Anfang Mai. Im Juli beginnt die Flugzeit der zweiten Generation.<ref name="Ebert 2"/> Das Auftreten der Sommergeneration ist in heißen Gegenden sehr stark von den Witterungsbedingungen und damit vom Vorhandensein der Futterpflanze abhängig. In Marokko kann im September und Oktober eine dritte Generation auftreten.<ref name="Tolman"/>

Lebensraum

Der Kleine Esparsetten-Bläuling ist wärmeliebend und kommt an trockenen, felsigen und strauchbewachsenen Orten vor. Dazu zählen grasige Stellen zwischen Gebüschen, Wiesen und auch aufgelassenes Kulturland.

Lebensweise

Die Eiablage erfolgt an den Blättern der Raupenfutterpflanzen. Dazu zählen verschiedene Esparsettenarten wie die Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia), Onobrychis caput-galli (Griechenland) und Onobrychis peduncularis (Marokko). Die Raupen fressen an den Blättern, ohne die Blattader zu schädigen. Die Raupen überwintern. Die Larven leben myrmekophil mit verschiedenen Arten folgender Ameisengattungen zusammen: Myrmica, Tapinoma, Lasius.<ref name="Tolman"/>

Verbreitung

Der Kleine Esparsetten-Bläuling ist von Marokko (Hoher Atlas, 1.500 bis 2.000 Meter) und den Süden Portugals über Spanien, Frankreich (Pyrenäen) bis nach Deutschland (etwa 51°N) verbreitet. In Österreich finden sich die größten Populationen in Niederösterreich, in den letzten Jahren konnte die Art auch wieder in Kärnten (Hohe Tauern) entdeckt werden.<ref>Patrick Gros: Nachweise vom Kleinen Esparsetten Bläuling (Polyommatus thersites Cantener, 1835) aus Kärnten (Österreich): eine für die Region des Nationalparks Hohe Tauern bisher unbekannte Tagfalterart (Lepidoptera: Lycaenidae). In: Carinthia II. 194./114. Jahrgang, Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2004, S. 455–461 (Vorlage:ZOBODAT).</ref> Weiterhin kommt die Art in Ost- und Südosteuropa vor, ebenso wie im europäischen Teil der Türkei. Nicht vertreten ist er auf den Mittelmeerinseln mit Ausnahme von Sizilien, Samos, Kos und Rhodos.

Gefährdung und Schutz

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="Ebert 2"></ref> <ref name="Tolman"></ref> <ref name="Buna">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783896241108 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> </references>

Literatur

  • Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X.
  • Manfred Koch: Wir bestimmen Schmetterlinge. Band 1: Tagfalter. 4., erweiterte Auflage. Neumann, Radebeul/Berlin 1966, DNB 457244224.

Weblinks

Commons: Polyommatus thersites – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien