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Kleiner Asseljäger

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Kleiner Asseljäger
Datei:Dysdera erythrina.jpg

Dysdera erythrina

Systematik
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Haplogynae
Überfamilie: Dysderoidea
Familie: Sechsaugenspinnen (Dysderidae)
Gattung: Dysdera
Art: Kleiner Asseljäger
Wissenschaftlicher Name
Dysdera erythrina
(Walckenaer, 1802)

Der Kleine Asseljäger (Dysdera erythrina), auch Kleiner Asselfresser genannt,<ref name="RLD">Breitling, R.; Merches, E.; Muster, C.; Duske, K.; Grabolle, A.; Hohner, M.; Komposch, C.; Lemke, M.; Schäfer, M. & Blick, T.: Liste der Populärnamen der Spinnen Deutschlands. (PDF; 5013 kB) In: Arachnologische Mitteilungen 59. April 2020, S. 38–62, abgerufen am 15. März 2026.</ref> ist eine Echte Webspinne aus der Familie der Sechsaugenspinnen. Wie bei allen Spinnen der Familie sind die Augen bei Dysdera erythrina dicht, fast kreisförmig an der Stirn angeordnet. Das Opisthosoma hat keine dunklen Flecken.

Aussehen

Die Körperlänge beträgt beim Weibchen 9–14 mm und beim kleineren Männchen 6–8 mm. Das Prosoma ist bei dieser Spinne dunkelrot und das Opisthosoma ist gräulich glänzend. Die Klauen der Cheliceren sind an der Vorderseite konkav und pinzettenartig. Die Grundglieder der Cheliceren sind nicht ganz halb so lang wie der Vorderkörper.<ref name="Bellmann 2010"/> Dysdera crocata ist Dysdera erythrina sehr ähnlich. Die beiden Arten unterscheiden sich z. B. in der Größe, wobei Dysdera crocata größer werden kann.

Verbreitung und Lebensraum

Dysdera erythrina ist an warmen, sonnigen Stellen zu finden, man findet sie in Wacholderheiden, Weinbergen und Steinbrüchen<ref>http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Spinnen/TSP-184.html, Stand: März 2011</ref>, im Bergland und auf steinigen Trockenrasen. Sie ist in Mitteleuropa verbreitet, aber nicht sehr häufig.

Lebensweise

Die nachtaktive Spinne versteckt sich tagsüber in einem festen Gespinstsack, meist unter Steinen. Sie ernährt sich unter anderem von Asseln, die von anderen Spinnen gemieden werden. Da die Cheliceren stark verlängert sind, kann sie die Rückenplatten der Assel umgreifen und so ihren Giftbiss anbringen.<ref name="Bellmann 2010"/>

Fortpflanzung

Bei der Paarung bewegt sich das Männchen mit seitlich abgespreizten Tastern auf das Weibchen zu, hierbei stehen die Tasterbulben im rechten Winkel vom Endglied des Tasters ab. Es kriecht dann unter das Weibchen und führt beide Bulbusspitzen in die beiden Geschlechtsöffnungen ein. Dieser Akt kann bis zu einer Stunde dauern. Die Eier werden dann in einem enger gewobenen Wohngespinst abgelegt.<ref name="Bellmann 2010">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. 1., Auflage. Kosmos (Franckh-Kosmos), Vorlage:Cite book/Date, ISBN 3-440-10114-2, [ ] (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -05-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Systematik

Es gibt drei Unterarten von Dysdera erythrina: Dysdera erythrina fervida, Dysdera e. lantosquensis und Dysdera e. provincialis.<ref name="Platnick">Norman I. Platnick: FAM. DYSDERIDAE. In: The World Spider Catalog, Version 11.5, American Museum of Natural History, 2011 Online (aufgerufen am 2. Mai 2011)</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />