Kleinblättriger Gänsefuß
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Kleinblättriger Gänsefuß | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Small-leaved Fat-hen iNaturalist.jpg
Kleinblättriger Gänsefuß (Chenopodium striatiforme) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Chenopodium striatiforme | ||||||||||||
| Murr |
Der Kleinblättrige Gänsefuß (Chenopodium striatiforme), auch Kleinblatt-Gänsefuß,<ref name = "BIB" /> Falscher Streifen-Gänsefuß<ref name = "BIB" /> oder Kritischer Gestreifter Gänsefuß<ref name="FloraWeb" /> genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die in Mitteleuropa vorkommt.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Kleinblättrige Gänsefuß ist eine einjährige krautige Pflanze. Er ähnelt dem Gestreiften Gänsefuß (Chenopodium strictum), ist aber zierlicher und besitzt schon am Grund des Stängels bogig aufsteigende Äste. Er wird meist nur 10 bis 40 Zentimeter hoch.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die wechselständigen Laubblätter sind meist klein, ihre Blattspreite ist deltoidisch-eiförmig. Der Blattrand ist scharf und fein gesägt. Die oberen Blätter sind oval-lanzettlich und ganzrandig. Die Blätter sind 1 bis 4 Zentimeter lang.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> Die Stängel verfärben sich früh gelblich und später rötlich.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Generative Merkmale
Die Blütenknäuel sind graugrün; das Perigon ist dicht blasenhaarig.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.<ref name="Tropicos" />
Vorkommen und Gefährdung
Der Kleinblättrige Gänsefuß ist in Süd- und Südosteuropa verbreitet und kommt auch in Asien in Zypern, in der Türkei und in Aserbaidschan vor.<ref name="Uotila" /> Er fehlt aber in Nordamerika.<ref name="FNA"/> Eingeschleppt mit dem Getreide, ist er erst im 19. Jahrhundert als Neophyt nach Mitteleuropa vorgedrungen.<ref name="Artenkatalog" /> Er besiedelt warm-trockene, sandige Meeresküsten oder Ruderalstellen, beispielsweise an Mauern oder auf industriellen Sonderstandorten.<ref name="Rothmaler" /> Im System der Pflanzensoziologie ist er eine Charakterart des Bromo-Corispermetum (Salsolion-Salzkrautfluren).<ref name="Oberdorfer" />
In Deutschland ist der Kleinblättrige Gänsefuß ein unbeständiger Neophyt, der ziemlich selten in der nördlichen Oberrheinebene bei Frankfurt, in Mainfranken und im westlichen Sachsen auftritt.<ref name="Hassler" /> Seine Bestände sind bundesweit ungefährdet, in Baden-Württemberg gilt er aber als gefährdet (Rote Liste gefährdeter Arten 3).<ref name="FloraWeb" />
Systematik
Der Kleinblättrige Gänsefuß gehört innerhalb der Gattung der Gänsefüße zum Chenopodium strictum-Aggregat.<ref name="Uotila" /> Von manchen Autoren wird er nur als Synonym von Chenopodium strictum betrachtet.<ref name="FNA" /> Gelegentlich wird er auch einem sehr weit gefassten Chenopodium album-Aggregat zugeordnet.<ref name="Artenkatalog" />
Die Erstveröffentlichung von Chenopodium striatiforme erfolgte 1901 durch Josef Murr in Deutsche Botanische Monatsschrift Band 19, S. 50.<ref name ="Tropicos" />
Synonyme von Chenopodium striatiforme <templatestyles src="Person/styles.css" />Murr sind Chenopodium album var. striatiforme <templatestyles src="Person/styles.css" />(Murr) Murr, Chenopodium concatenatum subsp. striatiforme <templatestyles src="Person/styles.css" />Murr, Chenopodium strictum subsp. striatiforme <templatestyles src="Person/styles.css" />(Murr) Uotila<ref name ="Tropicos" /> sowie Chenopodium album subsp. microphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boenn.) Sterner und Chenopodium strictum subsp. microphyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boenn.) P. M. Jørg. (nom. illeg.)<ref name="Uotila" />
Belege
- (Abschnitt Beschreibung, als Chenopodium strictum subsp. striatiforme)
Einzelnachweise
<references> <ref name="Artenkatalog">Eintrag bei AG Chorologie und Makroökologie, Institut für Geobotanik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg</ref> <ref name = "BIB">Eintrag bei Botanik im Bild / Flora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol</ref> <ref name="FloraWeb">Kleinblättriger Gänsefuß. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Hassler">Eintrag bei Michael Hassler und Bernd Schmitt: Flora von Deutschland, siehe unter Chenopodium striatiforme</ref> <ref name="Oberdorfer"> (als Chenopodium album var. microphyllum)</ref> <ref name="Rothmaler">Werner Rothmaler: Exkursionsflora, Band 4, Berlin, Volk und Wissen, 1982, S. 170 (als Chenopodium album var. microphyllum)</ref> <ref name="Tropicos">Eintrag bei Tropicos, abgerufen am 8. Februar 2012.</ref> <ref name="Uotila">Pertti Uotila, 2011: Chenopodiaceae (pro parte majore): Chenopodium striatiforme – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity., abgerufen am 8. Februar 2012.</ref> <ref name="FNA">Steven E. Clemants & Sergei L. Mosyakin: Chenopodium Linnaeus. In: Flora of North America, vol. 4. [1].</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Gerald Parolly: Chenopodiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 602.</ref> </references>
Weblinks
- Kleinblättriger Gänsefuß. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Verbreitungskarte für Deutschland. In: Floraweb.
- Verbreitungskarte für Europa
- Globale Verbreitungskarte bei AG Chorologie und Makroökologie, Institut für Geobotanik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Fotos bei Botanik im Bild / Flora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol