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Kleihues + Kleihues

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Kleihues + Kleihues ist ein 1996 gegründetes deutsches Architekturbüro mit Hauptsitz in Berlin-Charlottenburg.

Geschichte

Das Büro wurde 1996 von Josef Paul Kleihues und Jan Kleihues mit Norbert Hensel gegründet und geht auf die seit 1962 bestehende Einrichtung des Architekten und Stadtplaners Josef Paul Kleihues zurück. Josef P. Kleihues und Jan Kleihues sind für das Gestalterische verantwortlich. Beide entwerfen unabhängig voneinander, nur die Infrastruktur wird gemeinsam genutzt. Nach dem Tod von Josef Paul Kleihues im Sommer 2004 führen Jan Kleihues und Norbert Hensel das Büro fort. Auf Norbert Hensel folgt 2025 Michael Alshut als neuer Geschäftsführender Gesellschafter.<ref>News Archiv – Kleihues + Kleihues. Abgerufen am 9. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weitere Partner sind Johannes Kressner und Götz Kern. Seit 2023 sind Manfred Kruschwitz und Sebastian Knorr assoziierte Partner.<ref>Geschichte – Kleihues + Kleihues. Abgerufen am 15. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen firmiert deshalb vollständig unter Kleihues + Kleihues – Gesellschaft von Architekten mbH.<ref>Impressum Kleihues + Kleihues. In: Kleihues + Kleihues. Abgerufen am 18. Juni 2019.</ref>

Datei:Muellverladestation 1.jpg
Ehem. Müllverladestation

Standorte werden in Berlin und Münster unterhalten. Das Berliner Büro befindet sich in einer ehemaligen Müllverladestation in Charlottenburg-Wilmersdorf am Zusammenfluss von Spree, Landwehrkanal und Charlottenburger Verbindungskanal. Das Gebäude wurde 1935/1936 von Paul Baumgarten errichtet und steht als Beispiel des Neuen Bauens unter Denkmalschutz.<ref>Baudenkmal ehem. Müllverladestation, Helmholtzstraße 42</ref> Eine Niederlassung in Tripolis, wo das Büro mit dem Bau des Tower 69 beauftragt war, wurde 2011 geschlossen. Der Tower 69 sollte mit 277 Metern und 69 Geschossen das höchste Gebäude Afrikas werden.<ref>Ulrich Paul: Kleihues zieht sich aus Tripolis zurück; Berliner Zeitung online, 23. Februar 2011</ref> Jedoch kam das Projekt über das Einrichten der Baustelle nicht hinaus.<ref>Peter Richter: Unser liebster Tyrann. Frankfurter Allgemeine Zeitung online, 27. Februar 2011</ref> 2016 wurde nach dem Masterplan von Jan Kleihues die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin fertiggestellt.<ref>Die Weltzeituhr läuft bereits. Abgerufen am 18. Juni 2019.</ref> Mit einem abschließend genehmigten Gesamtkostenrahmen von 1,086 Milliarden Euro ist der BND-Neubau-Komplex bis dato das größte Bauprojekt des Bundes.<ref>BBR - Zentrale des Bundesnachrichtendienstes. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2019; abgerufen am 18. Juni 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bbr.bund.de</ref> Eine umfassende Publikation zum Neubau wurde 2018 in der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes vorgestellt.<ref>Haus der Spione oder: „Kleihues + Kleihues: BND. Die Zentrale“ - Deutsche BauZeitschrift. Abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>

Ein großer Teil der Aufträge ist das Ergebnis von Wettbewerben.<ref>Wettbewerbsbeteiligungen auf competitionline.com</ref> Das Aufgabenspektrum umfasst die Planung und Bauleitung von Hochbauten und Innenräumen, die Konzeption von Freianlagen, das Entwickeln städtebaulicher Lösungen und das Erstellen von Gutachten. Seit 2003 arbeitet das Büro mit einem zertifizierten Managementsystem nach aktuell DIN EN ISO 9001:2015. Im Jahre 2008 wurde das Unternehmen Mitglied der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) und es ist Gründungsmitglied der BIM-Allianz<ref>Leistungen – Kleihues + Kleihues. Abgerufen am 15. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Datei:Berlin, Mitte, Charlottenstrasse, Hotel The Regent 04.jpg
The Regent am Gendarmenmarkt
Datei:Hotel Concorde.jpg
Concorde Hotel
Datei:Berlin-Mitte, BND-Zentrale, 2012 - ELB 0002A1AF.jpg
Luftbild Neubau der BND-Zentrale Berlin 2012

Realisierte Bauten (Auswahl)

  • 2009–2012: Kröpcke-Center, Hannover
  • 2011: Hotel H10, Berlin
  • 2008–2011: House of Finance, Frankfurt am Main
  • 2009: Schaulager des Museums für Industrie und Arbeit, Rodengo (Kleihues + Schuwerk)
  • 2009: Kaufhaus Königsallee, Düsseldorf
  • 2005–2007: Museum für Arbeit und Industrie ‚Eugenio Battisti‘ in Brescia, Italien (Kleihues + Schuwerk)
  • 2007: Tower at Suk Al Thalath Al Gadeem, Tripolis/Libyen<ref>Isabell Jürgens: Ein Berliner baut Afrikas höchsten Wolkenkratzer. 15. Juli 2009, abgerufen am 18. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2003–2006: Umbau und Erweiterung Galeria Kaufhof am Alexanderplatz in Berlin-Mitte<ref name="Baunetz">Kleihues + Kleihues auf Baunetz.de, abgerufen am 26. Juli 2012</ref>
  • 2002–2005: Hotel Concorde, Berlin-Charlottenburg
  • 2005: Maritim Kongresshotel, Berlin
  • 2001–2001: Villa Am Kleinen Wannsee 20, Berlin-Wannsee<ref>Rolf Rave: Bauen seit 1980 in Berlin – ein Führer zu 400 Bauten in Berlin von 1980 bis heute. G + H, Berlin 2005, ISBN 3-931768-80-5.</ref>
  • 2000–2006: Münster-Arkaden, Münster (Westfalen)
  • 2000–2002: Bendix Gymnasium, Dülmen
  • 1999–2002: Gymnasium Dionysianum, Rheine
  • 1999–2001: Wohn- und Geschäftshaus Leipziger Platz, Berlin-Mitte
  • 1999–2001: Villa Joop, Wohnhaus mit Gewerbeeinheit für Wolfgang Joop in Potsdam
  • 1997–2001: Umbau und Erweiterung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin, 1. Bauabschnitt
  • 1998–1999: Fiege Systemzentrale, 10-geschossiger Verwaltungsbau in Greven
  • 1996–1998: Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium, Telgte

Bauten vor 1996 als Büro Josef Paul Kleihues (1969–1996), Kleihues & Krebs (1970), Kleihues & Moldenschardt (1962–1968)

Wettbewerbe (Auswahl)

  • 2025: Gloria, Frankfurt am Main
  • 2024: Behrens-Ufer, Berlin (1. Preis)<ref>DEAL - Magazine | Real Estate | Investment | Finance. Abgerufen am 9. Januar 2026.</ref>
  • 2024: Bechsteincampus, Berlin (3. Preis)<ref>BauNetz: Mosaikstein für die Europacity - GRAFT gewinnen Wettbewerb für Carl Bechstein Campus in Berlin. 18. Januar 2024, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>
  • 2020: Altes Polizeipräsidium (2. Preis)
  • 2020: Siemensstadt 2.0 (2. Preis)
  • 2019: Future City West, München (3. Preis (Realisierungsteil) + 4. Preis (Ideenteil))
  • 2018: Hochhaus am Nordhafen, Berlin (1. Preis)
  • 2018: Revolution of Dignity Museum Kiew | Ukraine (1. Preis)
  • 2018: iCampus Rhenania, München (2. Preis)
  • 2017: Neubau Wissenschaftsgebäude Biodiversität der Freien Universität, Berlin (3. Preis)
  • 2017: Prinzenhof, Berlin (2. Preis)
  • 2017: Hotel- und Bürohochhaus am Güterplatz, Frankfurt am Main (2. Preis)
  • 2017: Typenhochhaus (2. Preis)
  • 2017: Turm am Mailänder Platz, Stuttgart (3. Preis)
  • 2016: Wohnhochhaus am Theodor-Loos-Weg, Berlin (3. Preis)
  • 2016: Garden Campus, Vaihingen (Preisgruppe)
  • 2016: WerkBundStadt, Berlin
  • 2015: Neubau der Sparkassen-Hauptstelle, Bocholt (1. Preis)
  • 2015: Hafentor Münster (1. Preis)
  • 2015: Hotel- und Büroneubau Grand Central, Berlin (Preisgruppe)
  • 2014: Wohnhochhaus am Alexanderplatz, Berlin (2. Preis)
  • 2013: Neubau Bürogebäude der Volksbank Rhein-Ruhr eG, Duisburg (1. Preis)
  • 2013: International Creative Union Center, Haining China (2. Preis)
  • 2013: Verwaltungsgebäude Mecklenburgische Versicherung, Hannover (1. Preis)
  • 2011: Neubau für die Fakultät Informatik und Mathematik Regensburg (2. Preis)
  • 2010: Europaviertel Freiburg (1. Preis)
  • 2010: Quartier am Karlsplatz, Stuttgart (2. Preis)
  • 2010: Freiheits- und Einheitsdenkmal, Berlin
  • 2009: Stadthaus am Markt, Frankfurt am Main (2. Preis)
  • 2008: Mystetskyj Arsenal Kiew, Ukraine (4. Preis) (Kleihues + Schuwerk)
  • 2008: Wertheim Areal am Leipziger Platz, Berlin (1. Preis)
  • 2008: Bürohaus im Nikolai-Viertel, Hamburg (1. Preis)
  • 2008: Historisches Museum, Frankfurt am Main (2. Preis)
  • 2008: Humboldt-Forum im Schlossareal, Berlin (3. Preis)
  • 2004: Museum für Arbeit und Industrie, Brescia (1. Preis) (Kleihues + Schuwerk)

Auszeichnungen (Auswahl)

Weblinks

Commons: Kleihues + Kleihues – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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