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Klaus Roenspieß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Klaus Roenspieß 2012.jpg
Klaus Roenspieß im März 2012

Klaus Roenspieß (* 23. Januar 1935 in Berlin; † 12. Juni 2021 in Berlin<ref name=":0">Ingeborg Ruthe: Karge Innenbilder Berlins: Der Maler Klaus Roenspieß ist gestorben. In: Berliner Zeitung. 18. Juni 2021, abgerufen am 18. Juni 2021.</ref>) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben

Roenspieß absolvierte von 1950 bis 1953 eine Lehre als Gebrauchswerber. Schon früh begeisterte er sich für Malerei. Zur Vorbereitung eines Studiums zeichnete er in den Straßen Berlins und besuchte er die Abendakademie der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHS). Von 1954/55 studierte er an der KHS bei Herbert Behrens-Hangeler Maltechnik. In dieser Zeit lernte er Hans Vent und Helmut Symmangk, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband, kennen. Da ihm an der Hochschule ein entwicklungsförderndes Klima fehlte, beschloss Roenspieß nach einem Jahr, das Studium aufzugeben und sich autodidaktisch weiterzubilden. Ermutigung und Anregung fand er dabei durch Christa und Lothar Böhme, Dieter Goltzsche, Wolfgang Leber und Brigitte Handschick. Er suchte oft die Galerie des 20. Jahrhunderts in der Berliner Jebensstraße auf und studierte die kunstgeschichtlichen Arbeiten von Werner Haftmann. Ab 1961 arbeitete er in Berlin als freischaffender Maler und ab 1972 auch als Grafiker. Ab 1975 hatte er einen eigenen Arbeitsraum. Als Grafiker schuf er zahlreiche Radierungen, später Holzschnitte und Lithografien.

Ab 1976 war Roenspieß auch mit Herbert Tucholski befreundet. Thematische Anregungen erhielt er 1976, 1980 und 1982 bei Reisen nach Paris, wo er sich intensiv mit der französischen Malerei auseinandersetzte. 1985 reiste er nach Leningrad.

1982 erwarb die Alte Nationalgalerie sein Gemälde Stadtlandschaft ´82.

Roenspieß war bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Er hatte in der DDR eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. 1982/1983 und 1987/1988 an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.

Sein Grab befindet sich auf dem Berliner Friedhof I der Georgen-Parochialgemeinde.

Rezeption

„Roenspieß gibt karge Innenbilder dieser Stadt in gefaßter, verhaltener Expressivität, durchtränkt von Melancholie, Sehnsuchtslandschaften, die Erinnerung beschwören und in denen Fülle die Leere bezwingt. Darin ist Roenspieß der Romantiker unter den Gefährten seiner Generation... Er ist ein Tektoniker der Innerlichkeit.“ (Roland März)<ref>Kathleen Krenzlin und Monika Meiser: Klaus Roenspieß - Malerei 1957-2011 Lukas Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86732-122-8, S. 127.</ref>

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Roenspieß' (unvollständig)

Weitere Werke (Auswahl)

  • Landschaft mit Schornstein (1957, Öl auf Pappe)
  • Berliner Landschaft (1980, Öl auf Leinwand)
  • Jahnpark (1980, Farbholzschnitt; auf der IX. Kunstausstellung der DDR)<ref>Roenspieß, Klaus: Jahnpark. 1980, abgerufen am 27. April 2025.</ref>
  • Tiergarten (1993, Öl auf Leinwand)
  • Brühlsche Terrasse (2004, Öl auf Leinwand)

Einzelausstellungen (unvollständig)

Postum

Literatur

  • 1991 Lothar Lang: Berliner Montmartre – Künstler vom Prenzlauer Berg (Verlag Rütten & Loening Berlin, ISBN 3-352-00441-2)
  • Roenspieß, Klaus. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010; ISBN 978-3-355-01761-9, S. 781/782
  • 2012 Kathleen Krenzlin, Monika Meiser: Klaus Roenspieß: Malerei 1957-2011 (Lukas Verlag Berlin, ISBN 3-86732-122-1)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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