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Klaus Meyer (Diplomat)

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Klaus Meyer (* 10. April 1928 in Köln; † 29. Januar 2014 in Bad Neuenahr) war ein deutscher Diplomat und Generaldirektor der Kommission der Europäischen Union.

Leben

Klaus Meyer, Sohn von Elfriede Meyer und des Gartenarchitekten Hans Meyer, studierte von 1948 bis 1955 Germanistik, Philosophie, Soziologie und Volkswirtschaft an der Universität Göttingen und der Universität von Paris. 1952 wurde er in Göttingen zum Doktor der Philosophie promoviert und 1955 erhielt er dort ein Diplom der Volkswirtschaft. Klaus Meyer war katholisch, verheiratet mit Ingeborg Meyer, geborener Buhrow, und hatte die vier Kinder Bernhard, Ruth, Peter († 1991) und Thomas. Klaus Meyer war der Onkel von Gisela Walsken, die u. a. seit 2010 als Regierungspräsidentin von Köln amtiert. Er war Cousin der Überlebenden des Holocaust Erna de Vries.

Berufliche Stationen

Im Jahr 1955 trat er in den Auswärtigen Dienst ein und war bis 1959 beim Auswärtigen Amt in Bonn sowie als Attaché bei der Deutschen Botschaft in Paris tätig. Von 1959 bis 1967 war er stellvertretender Kabinettschef des Präsidenten der Kommission der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), Walter Hallstein. Der Kabinettschef in der EWG-Kommission Hallstein I war von 1961 bis 1963 Berndt von Staden. In der EWG-Kommission Hallstein II war von 1963 bis 1967 K.-H. Narjes Kabinettschef. Von 1967 bis 1969 war er in Bonn als Ministerialdirigent im Kanzleramt von Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger tätig. Von 1969 bis 1977 war er als stellvertretender Generalsekretär der Kommission der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG) in Brüssel tätig, von 1977 bis 1982 deren Generaldirektor für Entwicklung (GD VIII). Er war 1982 zudem Sonderberater des Präsidiums der EG-Kommission. Von 1982 bis 1985 war er Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Prag und von 1985 bis 1992 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der OECD in Paris. Von 1991 bis 1997 lehrte er politische Ökonomie an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. 1993 trat er in den Ruhestand<ref>Stephen Martin, Émile Noël: The Construction of Europe essays in honour of Emile Noël. (Digitalisat)</ref> und lebte in Bonn, ab Mitte 2013 bis zu seinem Tod in Bad Neuenahr.

Datei:Grab Klaus Meyer.jpg
Grab der Familie Meyer auf dem Bonner Südfriedhof

Klaus Meyer war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit nach dem Eintritt in den Ruhestand ist er 2007 mit dem Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Caritasverbandes ausgezeichnet worden.

Literatur

  • Meyer, Klaus. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 838.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Jürgen DieselBotschafter der Bundesrepublik Deutschland in Prag
1982–1985
Werner Schattmann
Horst-Krafft RobertBotschafter der Bundesrepublik Deutschland bei der OECD in Paris
1985–1992
Mario Matuschka von Toppolczan und Spaetgen

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