Kirchhasel (Uhlstädt-Kirchhasel)
Kirchhasel Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(510)&title=Kirchhasel 50° 44′ N, 11° 24′ O
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| Höhe: | 196 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 6,84 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Kirchhasel, Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 510 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Uhlstädt-Kirchhasel-Kirchhasel. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im November 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 75 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 2002 | |||||
| Postleitzahl: | 07407 | |||||
| Vorwahl: | 03672 | |||||
Lage von Kirchhasel in Thüringen
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Kirchhasel ist ein Ortsteil der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen.
Geographie
Das Dorf liegt am linken Ufer der Saale und befindet sich östlich von Rudolstadt. Durch Kirchhasel fließt der Haselbach, der hinter Unterhasel in die Saale mündet.
Geschichte
Der Ort Kirchhasel wird erstmals am 25. Oktober 775 urkundlich erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 142.</ref> Die Ortsteilverwaltung geht vom 27. März 1305 als „Hasela“ erstmals urkundlich erwähnt worden sei aus. Der untere Gebäudeteil des Kirchturms ist das älteste erhaltene Bauwerk.<ref>Ortsteil Kirchhasel. Onlineportal der Gemeindeverwaltung Uhlstädt-Kirchhasel. Abgerufen am 17. August 2017.</ref> Er war eine Wehranlage. Etwa um 1500 erhielt der Turm seine jetzige Gestalt.<ref>Lieselotte Swietek, Wolfgang Swietek: Dorfkirchen in Thüringen (= Kleine Thüringen-Bibliothek. Bd. 27). Verlagshaus Thüringen, Erfurt 1993, ISBN 3-86087-014-9, S. 52–53.</ref>
Durch die beginnende Industrialisierung im westlich gelegenen Rudolstadt, sowie den Bau der Saalbahn (1870–1874), erhielt Kirchhasel einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. So entstanden in den darauf folgenden Jahren unter anderem eine Schule (1900), eine Telefonleitung von Rudolstadt nach Kirchhasel (1902), sowie die Kanalisation (1910). Nur ein Jahr später wurde der Ort an das Stromnetz des Saale-Elektrizitätswerks angeschlossen. Im Jahre 1913 errichtete man eine Kartoffeltrocknungsanlage.<ref name="Hasela1305"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ortschronik Kirchhasel. ( des Vorlage:IconExternal vom 6. September 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Website des Vereins Hasela1305. Abgerufen am 10. Februar 2011.</ref> Bis 1918 gehörte der Ort zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.
Etliche Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von einigen Bauern die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Typ I „Saaleaue“ gegründet, diese umfasste ein Gebiet von 12.600 ha. Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde sie aufgelöst und man überließ die Bewirtschaftung der Agrargenossenschaft Catharinau.<ref name="Hasela1305" />
In den Folgejahren wurde vom Gemeinderat neben dem Gewerbegebiet (34 ha, westlich gelegen) auch die Erschließung eines Wohngebietes beschlossen, welches sich im Süden des Dorfes befindet.<ref name="Hasela1305" />
Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Oberhasel eingegliedert.
Am 1. Juli 2002 bildete Kirchhasel zusammen mit Uhlstädt und neun weiteren Gemeinden die neue Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002</ref>
Wappen
Das Wappen wurde am 4. Juli 1995 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.
Blasonierung: „In Silber aus grünem Schildfuß wachsend ein grüner Haselstrauch mit sechs Blättern und zwei Früchten, der Schildfuß belegt mit einem blauen, silbern bordierten Wellenbalken.“
Verkehr
Kirchhasel besaß vom 5. Mai 1887 bis zum 22. Mai 1993 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Großheringen–Saalfeld.<ref>Werner Drescher: Die Saalbahn – Die Geschichte der Eisenbahn zwischen Großheringen, Jena und Saalfeld. EK-Verlag, Freiburg 2004, ISBN 3-88255-586-6, S. 164.</ref>
Mitten durch den Ort führt die Bundesstraße 88.
Persönlichkeiten
- Johann Peter Weise (18. Jahrhundert), Orgelbauer
- Erich Wöllner (* 1931), ehemaliger Generalmajor der Grenztruppen der DDR
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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