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Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

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Kirchenkreis
Ansbach-Würzburg
Datei:Ansbach Gumbertus 4332.jpg
Die Kanzel in St. Gumbertus in Ansbach
Predigtstätte der Regionalbischöfin
Die Kanzel in St. Gumbertus in Ansbach
Predigtstätte der Regionalbischöfin
Organisation
Landeskirche Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Statistik
Dekanatsbezirke 16
Kirchengemeinden 455
Gemeindeglieder 435.000
Leitung
Regionalbischöfin Gisela Bornowski
Büroanschrift Welserstraße 6
91522 Ansbach
Webpräsenz www.kirchenkreis-ansbach-wuerzburg.de

Der evangelische Kirchenkreis Ansbach-Würzburg ist einer der vier Kirchenkreise der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er umfasst den westlichen Teil Mittelfrankens und weitestgehend Unterfranken. Am 2. März 2014 wurde Gisela Bornowski in St. Johannis in Würzburg in das Amt der Regionalbischöfin eingeführt. Sie vertritt etwa 435.000 evangelische Christen aus 455 Gemeinden.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.kk-an-wue.devon der Homepage abgerufen am 2. März 2014 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot.</ref> Die Predigtkirchen der Regionalbischöfin sind St. Gumbertus in Ansbach und St. Johannis in Würzburg, wo traditionell die Amtseinführungen erfolgen.

Im November 2025 gab die Landeskirche bekannt, dass der Kirchenkreis Ansbach-Würzburg zusammen mit dem Kirchenkreis Nürnberg und dem Kirchenkreis Bayreuth ab 1. Januar 2027 Teil des neuen Kirchenkreises Franken sein wird. Regionalbischöfin Bornowski wird zum 31. Dezember 2026 ihr Amt niederlegen, um der Neustrukturierung Raum zu geben. Dienstsitze des Kirchenkreises Franken werden Ansbach und Bayreuth sein.<ref>https://www.sonntagsblatt.de/artikel/kirche/drei-werden-eins-evangelische-kirchenkreise-franken-fusionieren (Aufruf vom 3. Dezember 2025).</ref>

Geschichte

Datei:Seal of the Royal Bavarian Protestant Consistory of Ansbach, 19th century.jpg
Vorgänger des Kirchenkreises war das Königlich Bayerische Konsistorium zu Ansbach, hier der Stempel aus dem 19. Jahrhundert

Vorläufer des Kirchenkreises war das königlich-bayerische protestantische Konsistorium zu Ansbach, das während der bayerischen Monarchie und danach von 1817 bis 1921 existierte. Vorläufer des bayerischen Konsistoriums war das markgräfliche Konsistorium im früheren Fürstentum Ansbach; in den 1520er-Jahren war hier die evangelische Reformation eingeführt worden.<ref>Landeskirchliches Archiv der Ev.-luth. Kirche in Bayern (LAELKB, Hg.): Zur Geschichte des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Eine Ausstellung des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. 2. Auflage. Nürnberg 2015. S. 14.</ref>

Der Kirchenkreis wurde im Jahr 1921 unter dem Namen Kirchenkreis Ansbach zusammen mit den Kirchenkreisen München und Bayreuth von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern eingerichtet. Damals gab es im Kirchenkreis Ansbach 29 Dekanatsbezirke und 443 Pfarreien.

Datei:Büro der Regionalbischöfin, Ansbach.jpg
Welserstraße 6 in Ansbach: Sitz des Regionalbischofs bzw. der Regionalbischöfin seit 1934

Seit 1934 befindet sich das Büro des Regionalbischofs bzw. der Regionalbischöfin in einer neobarocken Villa in der Ansbacher Welserstraße 6. Das Gebäude war neun Jahre zuvor von einer Freimaurerloge errichtet worden. Von der Freimaurer-Zeit zeugt z. B. die Fenstergestaltung im Treppenhaus.<ref>Landeskirchliches Archiv der Ev.-luth. Kirche in Bayern (LAELKB, Hg.): Zur Geschichte des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Eine Ausstellung des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. 2. Auflage. Nürnberg 2015. S. 19.</ref>

Datei:Jugendstil-Fenster im Büro der Regionalbischöfin, Ansbach.jpg
Historisches Fenster aus dem Jahr 1925 in der Welserstraße 6 in Ansbach

1987 erfolgte die Umbenennung in Kirchenkreis Ansbach-Würzburg: "Durch die Bezeichnung Ansbach-Würzburg wird beiden heterogenen Bestandteilen Rechnung getragen, dem urprotestantisch geprägten Westmittelfranken wie auch den weiten Diasporagebieten Unterfrankens. Die Unterschiedlichkeit dieser Gegenden in der Konfessionsverteilung resultiert aus der jahrhundertelangen Zugehörigkeit der Gebiete zu evangelischen oder katholischen Territorien: dem Markgraftum Brandenburg-Ansbach, dem Hochstift Würzburg, dem Erzstift Mainz oder reichsstädtischen oder ritterschaftlichen Orten."<ref>Landeskirchliches Archiv der Ev.-luth. Kirche in Bayern (LAELKB, Hg.): Zur Geschichte des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Eine Ausstellung des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. 2. Auflage. Nürnberg 2015. S. 7.</ref>

1935 und 1951 gab der Kirchenkreis mehrere Dekanate an den neu gegründeten Kirchenkreis Nürnberg ab, darunter die Dekanatsbezirke Neustadt a.d. Aisch und Weißenburg.

Der Kirchenkreis Ansbach-Würzburg nahm zwischenzeitlich durch seine zwei Bischofssitze Ansbach und Würzburg eine Sonderstellung ein, wobei aus Kostengründen der Bischofssitz in Würzburg wieder geschlossen wurde.

Dekanatsbezirke

Der Kirchenkreis umfasst 16 Dekanatsbezirke:

Kreisdekane (bis 1999) bzw. Regionalbischöfe

  • 1921–1925: Adolf Hermann (1867–1929)
  • 1925–1934: Wilhelm Rüdel (1871–1934)
  • 1934–1947: Georg Kern (1885–1947)
  • 1947–1966: Heinrich Koch (1898–1974)
  • 1966–1975: Christian Rieger (1908–1997)
  • 1975–1985: Rudolf Meiser (1920–2015)
  • 1985–1991: Gottfried Naether (1926–2017)
  • 1991–2002: Ernst Dietrich Bezzel (* 1937)
  • 2002–2009: Helmut Völkel (1952–2018)
  • 2009–2014: Christian Schmidt (* 1948)
  • seit 2014: Gisela Bornowski (* 1961)

Literatur

  • Landeskirchliches Archiv der Ev.-luth. Kirche in Bayern (LAELKB, Hg.): Zur Geschichte des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Eine Ausstellung des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. 2. Auflage. Nürnberg 2015.

Weblinks

Commons: Kirchenkreis Ansbach-Würzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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