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Kindernachrichten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Kindernachrichten sind eine Hörfunk- oder Fernsehsendung für Kinder und Jugendliche, die dem Format der Nachrichtensendung entspricht, aber speziell auf die Bedürfnisse junger Menschen zugeschnitten ist.

Bedarf

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}} }} der UN-Konvention für die Rechte der Kinder ein Grundrecht (Recht auf Information). Umfragen an Kindern zeigen, dass Informationen über tägliche Ereignisse, die sie freiwillig oder unfreiwillig mitbekommen, und deren Hintergründe, einen hohen Stellenwert besitzen. Auch das Bedürfnis, diese zu erklärt zu bekommen und zu verstehen, besteht – und auch die ihren Rechten folgende Forderung an Erwachsene, es ihnen zu erklären. Nach Spannung und Spaß ist Wissenserwerb die Hauptmotivation junger Menschen, fernzusehen.<ref name="Schumacher 1">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Nach einer Studie von ARD und ZDF 2003<ref name="Schumacher/Medienkommission">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Zitiert nach {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> erwarten 80 % (acht von zehn) der 6- bis 13-Jährigen, {{

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}},<ref name="Schumacher 1-Zit">Zitat {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> und zwei Drittel möchten durch das Fernsehen auch erfahren, {{

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}}.<ref name="Schumacher 1-Zit" />

Eine Sonderanalyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus dem Jahr 1987<ref name="Mattusch-GfK">Zitiert nach {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> zeigte, dass bei den nachmittäglichen Nachrichtensendungen (ARD, ZDF) an Werktagen die Zuseherbeteiligung der 8- bis 13-Jährigen zwischen 3 % und 4 % lag, bei den 19:00 Uhr-Nachrichten bei 7 % (durchschnittlich jeder fünfzehnte Zuseher war unter 13). Dieses für Erwachsene konzipierte Medium der Aufbereitung an Informationen dürfte Grundschul- wie auch ältere Kindern aber ohne ein- und weiterführende, ihrem Wissenstand angepasste Erläuterungen mehr verwirren als aufklären, und zunehmend dazu bringen, Nachrichtensendungen gar nicht mehr wahrzunehmen.<ref name="Mattusch-heute/Arnold">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} Zitiert nach {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Auch vorrangig markt- und unterhaltungsorientierte Sendeformate wie Infotainments bis hin zum Reality-TV gehen mutmaßlich am Informationsbedürfnis von Kindern vorbei.<ref name="Mattusch-heute">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Konzept und Format

Die Nachrichtenproduktion für Kinder hat sich vor allem den folgenden Problemen zu stellen:<ref name="Mattusch-Schmidbauer">Zitiert nach {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

  • „der Übertragbarkeit oder Nichtübertragbarkeit von Kriterien, die für Erwachsenen-Nachrichtenprogramme verbindlich sind (Objektivität, Vollständigkeit, Aktualität) auf Nachrichtenprogramme für Kinder;
  • dem Verhältnis von Faktenlieferung und anleitend-orientierender Bewusstseinsbildung;
  • dem möglichen Spektrum von Themen und Inhalten, die Kindern angeboten werden können (und müssen);
  • den formalen Merkmalen des Programms, die über das Format, die Bild- und Wortsprache und die Präsentationsart des Angebots entscheiden;
  • der Möglichkeit, die Kinder nicht nur den Status der Konsumenten, sondern auch den der Produzenten einnehmen zu lassen, indem sie in die Programmgestaltung und -realisation integriert werden;
  • der finanziellen und personalen Ausstattung sowie der Einbindung in den (nachrichten-) organisatorischen Zusammenhang der jeweiligen Anstalt.“

Neugier und Interesse für – natürliche und technische – Umwelt und Mitmenschen sind in der Adoleszenzphase selbstverständlich.<ref name="Theunert, Eggert">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Heute herrscht in Medienforschung und darauf bezogener Kinderpsychologie die Meinung vor, dass {{

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}} Themen nicht nur nicht vermieden werden sollen, sondern zentrale Inhalte einer Wissenssendung für Kinder sein müssen. Kinder beschäftigen Themen wie Katastrophen, Kriege und Verbrechen, und kommende Probleme in Gesellschaft und Umwelt nicht nur,<ref name="Schumacher 1" /> sie bekommen auch mit, dass diese Themen ihre älteren und erwachsenen Bezugspersonen betroffen machen. Als vorrangig wird betrachtet, diese aber in Sprache und Präsentation weder zu verniedlichen, noch übermäßig distanziert darzustellen.<ref name="ZDF-Begleitforschung">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Noch mehr als Erwachsene haben Kinder das Bedürfnis, ihre Erlebniswelt mit sich selbst in enge Beziehung zu setzen, und ihr eigenes Rollenbild an ihrem Wissen zu formen und zu messen.<ref name="Schumacher 1" />

Nach Susanne Müller, der ehemaligen leitenden Redakteurin der ZDF-Kindernachrichtensendung logo!, ist dabei Angemessenheit und gegenseitiger Respekt die Basis der redaktionellen Arbeit:<ref name="Mattusch/Müller">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

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Beispiele

Beispiele für eine Kindernachrichtensendung in Deutschland sind neben logo! des ZDF die Sendungen neuneinhalb im Ersten, Minitz (SWR) und Arte Journal Junior. In Österreich gilt gemeinhin die Mini-ZiB als erste österreichische Nachrichtensendung für Kinder, allerdings gab es schon vor 1985 von der Redaktion von Am dam des Nachrichten für Kinder im Vorschulalter.<ref>vgl. [1] (Rückblick auf Sendungen des ORF, ca. bei Minute 1:22)</ref>

Literatur

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Einzelnachweise

<references />