Kija (Tschulym)
| Kija Кия | ||||||||||||
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Die Kija im Kusnezker Alatau (bei Moskowka, Rajon Tissul, Oblast Kemerowo) | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Gewässerkennzahl | RU: 13010400212115200018064 | |||||||||||
| Lage | Datei:Flag of Russia.svg Russland | |||||||||||
| Flusssystem | Ob | |||||||||||
| Abfluss über | Tschulym → Ob → Arktischer Ozean | |||||||||||
| Quellgebiet | Kusnezker Alatau 54° 37′ 23″ N, 88° 25′ 54″ O {{#coordinates:54,623055555556|88,431666666667|
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| Quellhöhe | ca. 1250 m | |||||||||||
| Mündung | in den TschulymKoordinaten: 56° 51′ 11″ N, 86° 39′ 54″ O
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| Mündungshöhe | ca. 99 m | |||||||||||
| Höhenunterschied | ca. 1151 m | |||||||||||
| Sohlgefälle | ca. 2,1 ‰ | |||||||||||
| Länge | ca. 548 km<ref name="gse" /><ref name="gvr" /> | |||||||||||
| Einzugsgebiet | ca. 32.200 km²<ref name="gse">Artikel Kija in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)</ref><ref name="gvr">Kija im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)</ref> | |||||||||||
| Abfluss am Pegel Ojunjewo<ref name="arctic" /> AEo: 14.900 km² Lage: 34 km oberhalb der Mündung |
MQ 1936/1999 Mq 1936/1999 |
167 m³/s 11,2 l/(s km²) | ||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Kundat, Koschuch, Tschebula, Antibes | |||||||||||
| Rechte Nebenflüsse | Tjaschin, Tschet | |||||||||||
| Mittelstädte | Mariinsk | |||||||||||
| Schiffbarkeit | 13 km | |||||||||||
Verlauf der Kija (Кия) im Einzugsgebiet des Tschulym | ||||||||||||
Die Kija ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein etwa 548 km langer linker Nebenfluss des Tschulym in Sibirien im asiatischen Teil Russlands.
Geographie
Die Kija entfließt in etwa 1250 m Höhe einem kleinen See an der Nordflanke des 1.489 m hohen Berges Medweschja („Bärenberg“) im Kusnezker Alatau, im Osten der Oblast Kemerowo unweit der Grenze zur Region Krasnojarsk. Der Fluss durchfließt den Ostteil des Gebirges in einem engen, felsigen Tal, bis er beim Dorf Tschumai die Ebene erreicht. Hier setzt er seinen Verlauf weiterhin in nördlicher bis nordwestlicher Richtung in einem weiten Tal fort, nun abschnittsweise stark mäandrierend. Im Unterlauf erreicht der Fluss die Oblast Tomsk und mündet schließlich oberhalb des Dorfes und Rajonverwaltungszentrums Syrjanskoje auf 99 m Höhe in den Ob-Nebenfluss Tschulym.
Die wichtigsten Nebenflüsse sind Tjaschin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Tschet ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von rechts sowie Kundat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Koschuch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Tschebula ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und Antibes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von links.
Hydrologie
Das Einzugsgebiet der Kija umfasst 32.200 km². Die mittlere Wasserführung beim Dorf Okunejewo, 34 Kilometer oberhalb der Mündung (und noch oberhalb der Einmündung der Tschet), beträgt 167 m³/s bei einem minimalen Monatsmittel von 29,3 m³/s im März und einem maximalen Monatsmittel von 773 m³/s im Mai<ref name="arctic">Kija am Pegel Okunejewo – hydrographische Daten bei R-ArcticNET </ref>. Nahe der Mündung ist die Kija etwa 250 Meter breit und 1,5 Meter tief. Die Fließgeschwindigkeit beträgt hier 0,7 m/s.
Der Fluss gefriert von November bis April.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Kija galt noch in den 1980er Jahren ab Mariinsk am Mittellauf für kleinere Fahrzeuge als schiffbar<ref>Topographische Karte 1:200.000 O-45-34 (1982, Ausgabe 1988)</ref>; heute ist nur der Unterlauf auf 13 Kilometern ab Krasnojarski Reid Binnenwasserstraße, wo die Tschet einmündet und eine Straße den Fluss überquert<ref>Liste der Binnenwasserstraßen der Russischen Föderation (bestätigt durch Verordnung Nr. 1800 der Regierung der Russischen Föderation vom 19. Dezember 2002)</ref>.
Ab den 1820er Jahren war die Region der Nebenflüsse der oberen Kija (darunter Kundat, Mokry Berikul, Suchoi Berikul) bedeutendes Goldfördergebiet. Der Goldbergbau wurde ab Beginn des 20. Jahrhunderts mit Verlagerung in die ostsibirischen Fördergebiete zurückgefahren, kam aber erst in den 1990er Jahren zum völligen Erliegen (Bergwerk in der Siedlung Berikulski). In Betrieb ist ein RUSAL gehörender Nephelintagebau (Aluminiumrohstoff) in Belogorsk am (Kijski) Schaltyr, einem kleinen Nebenfluss der oberen Kija (mit Bahnstation Kija-Schaltyr, Endpunkt einer 1968 eröffneten, 168 km langen Zweigstrecke von der Eisenbahnstrecke Atschinsk-Abakan<ref>G. Afonina: Kratkie svedenija o razvitii otečestvennych železnych dorog s 1838 po 1990 g. MPS, Moskau 1995 (Kurze Angaben zur Entwicklung der vaterländischen Eisenbahnen von 1838 bis 1990; russisch).</ref>).
Am Gebirgsabschnitt der Kija gibt es nur wenige Orte; der Flachlandabschnitt ist dichter besiedelt. Größter Ort ist hier die Stadt Mariinsk, wo die Transsibirische Eisenbahn (auf einer 250 m langen Brücke) und die Fernstraße M53 von Nowosibirsk nach Irkutsk den Fluss überqueren.
Einzelnachweise
<references />