Kiesbankgrashüpfer
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| Kiesbankgrashüpfer | ||||||||||||
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| Datei:Chorthippus pullus 60063375.jpg
Kiesbankgrashüpfer (Chorthippus pullus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Chorthippus pullus | ||||||||||||
| (Philippi, 1830) |
Der Kiesbankgrashüpfer (Chorthippus pullus) ist eine Kurzfühlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae).
Merkmale
Die Tiere werden 12 bis 17 Millimeter (Männchen) bzw. 18 bis 22 Millimeter (Weibchen) lang. Ihr Körper ist von dunkel rotbrauner oder graubrauner, selten gelblicher Grundfarbe. Auffallend sind zwei dunkle Flecken auf den Hinterschenkeln, die schwarzen Hinterknie und leuchtend blutrote Hinterschienen (Tibien). Die Tympanalorgane sind oval. Die verkürzten Flügel reichen beim Männchen fast bis zur Abdomenspitze, beim Weibchen nur bis zur Mitte des Hinterleibs.
Lebensraum
Der Kiesbankgrashüpfer kommt auf Kiesbänken der Alpenflüsse und in sandigen Heidegebieten vor. In Deutschland ist die Art sehr selten geworden und außerhalb der Alpen nur aus dem Raum Berlin und der Nieder- und Oberlausitz (Brandenburg, Sachsen) bekannt.<ref>Schädler, M. & Stadler, J. (2000): Verbreitung und Lebensraum des Kiesbank-Grashüpfers, Chorthippus pullus (Phillipi, 1830) (Acrididae: Gomphocerinae), in Sachsen. – Articulata 15 (1): 7-15. </ref> In Südbayern kommt die Schrecke in den Isarauen und der Loisachaue vor.<ref>Helgard Lemke, Franz Löffler & Thomas Fartmann (2010): Habitat- und Nahrungspräferenzen des Kiesbank-Grashüpfers (Chorthippus pullus) in Südbayern. Articulata 210 25 (2); 133-149.</ref>
Lebensweise
Adulte Tiere treten von Juli bis Oktober auf. Die Männchen bringen Schwirrlaute von 1 bis 2 Sekunden hervor, die wie ein weiches, gleichförmiges „sssss“ klingen.
Gefährdung und Schutz
Der Kiesbankgrashüpfer ist in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als vom Aussterben bedroht (Kategorie 1) eingestuft.<ref name="Buna">Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. Landwirtschaftsverlag, Münster 1998, ISBN 978-3-89624-110-8</ref> Hauptursache für seine Gefährdung ist die Zerstörung seiner Lebensräume.
Quellen
Einzelnachweise
<references/>
Literatur
- Heiko Bellmann: Heuschrecken: beobachten, bestimmen, Naturbuch Verlag 1993, ISBN 3-89440-028-5