Kieler Rundschau
Die Kieler Rundschau (KR) war eine regionale deutsche Wochenzeitung für Schleswig-Holstein. Sie erschien – abgesehen von zwei Nullnummern im März und September 1980 – mit einer Startauflage von 10.000 Exemplaren am 23. Oktober 1980 und kam dann bis zum Sommer 1988 jeweils donnerstags heraus.
Geschichte
Herausgeber der Zeitung war zunächst der zu diesem Zweck 1979<ref>Kieler Rundschau, 27. November 1980, S. 16</ref> gegründete Verein Initiative für Pressevielfalt, der mit der KR als „unabhängige Wochenzeitung für Schleswig-Holstein“ langfristig gegen die Springer-Vielfalt im Lande und gegen den seit 1968 örtlichen Monopolisten Kieler Nachrichten<ref>bis 1968 gab es außerdem die Schleswig-Holsteinische Volkszeitung</ref> antreten wollte. Die Medienkonzentration auf dem Zeitungsmarkt wurde zu jener Zeit auch unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten als kritisch empfunden.<ref>so sprach 1980 in einem KR-Interview Günter Grass von einer tagtäglich am Kiosk gebrochenen Verfassung durch die Marktbeherrschung [Kieler Rundschau, 27. November 1980, S. 15] und der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Martin Hirsch hinterfragte 1982 die Kontrollfunktion der Presse, wenn konkurrenzlose Zeitungen meinen, den Anspruch auf alleinige Wahrheit zu haben (Auftaktveranstaltung zur Gründung der Karlsruher Rundschau; [Kieler Rundschau, 19. Mai 1982, S. 2])</ref> Die erste Chefredaktion bestand aus Jens Reimer Prüß, Jürgen Bischoff und Harald Breuer.
Ab Mitte Januar 1981 übernahm die am 3. Dezember 1980 gegründete<ref>Kieler Rundschau, 11. Dezember 1980, S. 1 und 20</ref> Kieler Rundschau GmbH (später Kieler Rundschau GmbH & Co KG) die Herausgabe der Zeitung. Petra Bauer wurde erste KR-Geschäftsführerin. Nach wiederkehrenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde die Kieler Rundschau im Sommer 1986 zu 80 Prozent an den Hamburger Privatmann Matthew J. MacDonald sowie den Kieler Winfried Bartnick, Chef des Semmel-Verlachs, verkauft, deren neuer Verlag Neue Kieler Rundschau Verlagsgesellschaft mbH fortan die Herausgabe des Blattes übernahm.<ref>Jörg Feldner: Kieler Rundschau: Die Kapitaldecke war immer lebensgefährlich dünn. Das Blatt gehört nun nicht mehr den Lesern. In: die feder, August 1986</ref>
Ab 1987 wurde acht Monate lang – wieder mit einem neuen Anteilseigner und dem Chefredakteur Tom Janssen<ref>Janssen hatte vorher für die taz (Regionalredaktion Hamburg) gearbeitet und ging nach seiner Stippvisite in Kiel zur Hamburger Morgenpost, vgl. Marco Carini: Abschied eines journalistischen Urgesteins. taz.nord, 18. Oktober 2007</ref> – versucht, „der einst sozial-liberal ausgerichteten KR ein neues Image zu geben. Aber auch eine ‚rot-grüne‘ KR mit Boulevard-Outfit wurde von den schleswig-holsteinischen LeserInnen nicht angenommen“.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die Konkursmasse übernahm ein Lübecker Werbekaufmann, unter dessen Regie die KR dann noch einige Monate als Anzeigenblatt erschien.
Das Startkapital hatten potenzielle Leser (weitgehend aus dem Umfeld der damals landespolitisch oppositionellen SPD) durch Zeichnung von Verlagsanteilen selbst aufgebracht. Langjährige Mitarbeiter der KR waren unter anderen Werner Knobbe (zeitweilig Geschäftsführer und Chefredakteur) und Hans-Peter Bartels.
Nach dem Vorbild der Kieler Rundschau wurden in anderen Städten ähnliche Zeitungen wie die Hamburger Rundschau, die Karlsruher Rundschau, die Heidelberger Rundschau oder die NaNa – Hannoversche Wochenschau gegründet.<ref>Von denen nur die Hamburger Rundschau die KR mehrere Jahre überlebte, die Karlsruher Rundschau erschien knapp eindreiviertel Jahre, die NaNa nur ein knappes Jahr</ref> Außer mit diesen Zeitungen arbeitete die KR auch mit der Flensborg Avis zusammen.
Siehe auch
Literatur
- Liberal bis links. Neu auf dem Pressemarkt: Kieler Rundschau. In: Die Zeit, Nr. 46/1980
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Einzelnachweise und Anmerkungen
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