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Kerkerbach

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Vorlage:Infobox Fluss

Der Kerkerbach ist rechtsseitiger, 20,7 kmVorlage:GeoQuelle langer Zufluss der Lahn im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen, Deutschland. Sein Einzugsgebiet beträgt 70,23 km²Vorlage:GeoQuelle.

Name

Der Name des Kerkerbaches leitet sich vermutlich von den Quellen in der Lahrer Flur „Alte Keller“ ab, dem ehemaligen Dorf Oberlahr.

Es gibt für die Herkunft des Namens aber auch andere weitergehendere Ableitungen. So erklären Willi Schmittel und Johannes Laubach in einem Artikel über die Finstermühle bei Schupbach<ref>Nassauische Neue Presse vom 19. September 1998, Seite 19</ref> die Herkunft des Bachnamens folgendermaßen:

Vorlage:Zitat

Christian Daniel Vogel nennt für den Bach auch die Namen „Hüttenbach“ und „Fensterbach“.<ref>Christian D. Vogel, Beschreibung des Herzogtums Nassau, 1843</ref> Die Namensbelege für Fensterbach sind u. a. uff der Ffynster (1464), Vinster (1497), Fynster (ca. 1514 und 1517), Finster (1517) und Finsternbach (1580). Nach Albrecht Greule leitet sich dieser Name von mhd. *Fenestre mit der Bedeutung 'die Dunkle, Finstere' ab und nimmt damit Bezug auf die Wasserfarbe.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Verlauf

Datei:Eschenau Brücke.JPG
Brücke über den Kerkerbach in der Ortsmitte von Eschenau
Datei:K5GP4207.jpg
Der Kerkerbach fließt hier, kurz vor der Mündung, über ein altes Wehr.

Der Kerkerbach entspringt im südlichen Oberwesterwald aus mehreren Quellen bei Fussingen und Lahr. Teile des Quellgebiets bilden als Wiesen nördlich Lahr ein Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet.

Der erste größere Zufluss ist der Hintermeilinger Floß, der bei der Schlagmühle in den Kerkerbach fließt. Zwischen Schlagmühle und Heckholzhausen fließt der Bach durch einen engen Einschnitt. Sein Unterlauf südlich Heckholzhausen bei Schupbach, Eschenau, Hofen, Steeden bildet die natürliche Grenze zwischen dem fruchtbaren Limburger Becken und den Hochflächen des Weilburger Lahntalgebietes. Entsprechend unterscheiden sich hier die flacheren, von Feldfluren begleiteten westlichen Talhänge von der steilen, teils sogar felsigen und bewaldeten östlichen Talseite.

Der Kerkerbach mündet bei dem gleichnamigen Runkeler Gewerbegebiet in die Lahn.

Der 20,7 km lange Lauf des Kerkerbachs endet ungefähr 188 Höhenmeter unterhalb seiner Quellen, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von circa 9,1 ‰. Vorlage:Absatz

Zuflüsse

  • Elzbach<ref name="LK">Bezeichnung nach der Liegenschaftskarte</ref> [GKZ 25872192] (links), 0,8 km
  • Feuerbach<ref name="LK" /> [GKZ 25872194] (links), 0,9 km
  • Hünsbach<ref>Bezeichnung nach der Flur Hünsbach auf der Liegenschaftskarte</ref> [GKZ 25872196] (rechts), 1,2 km
  • Hintermeilinger Floß (rechts), 4,1 km
  • Idersbach<ref>Bezeichnung nach der Flur Idersbach auf der Liegenschaftskarte</ref> (rechts), 0,6 km<ref name="EM">Eigenmessung</ref>
  • Allendorfer Bach (links), 4,5 km
  • Gaudernbach (Dernbach<ref name="LK" />) (links), 4,2 km
  • Hasselbach<ref name="LK" /> [GKZ 2587272] (links), 1,7 km
  • Brandbach (Schupbach<ref name="LK" />) (rechts), 5,1 km
  • Christbach<ref>Bezeichnung nach der Flur In der Christbach auf der Liegenschaftskarte</ref> (rechts), 0,5 km<ref name="EM" />

Kerkerbachbahn

Hinweisschild des Radweges
Hinweisschild des Radweges

Der Kerkerbach gab auch der 35 km langen Kerkerbachbahn den Namen. Diese historische Bahnstrecke wurde 1884 bis 1888 gebaut. Sie verband die Orte Mengerskirchen, Waldernbach, Fussingen, Lahr, Hintermeilingen, Heckholzhausen, Schupbach, Christianshütte, Eschenau, Hofen, Schadeck und Kerkerbach mit dem Bahnhof Kerkerbach der Kerkerbachbahn AG und dem heute noch existierenden Bahnhof der Deutschen Bahn an der Lahntalstrecke Gießen-Koblenz. Die Bahnstrecke diente überwiegend dem Transport von Ton, Braunkohle, Erz und Marmor. Die Bedeutung für den Personentransport war gering. Wegen fehlender Rentabilität wurde der Betrieb der Kerkerbachbahn wieder eingestellt. Der größte Teil der Strecke wurde im Jahr 1960 stillgelegt und die Gleisanlagen rückgebaut.

Heute ist der Bahndamm ein ausgebauter Wanderweg für Fußgänger und Radfahrer.<ref>Rad- und Wanderführer Kerkerbachtal, Herausgeber: Marktflecken Mengerskirchen, Gemeinde Merenberg, Gemeinde Waldbrunn, Gemeinde Beselich und Stadt Runkel, 2000</ref>

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />