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Kepheus (Aithiopia)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Stammbaum des Perseus und der Andromeda.png
Stammbaum von Perseus und Andromeda gemäß der Bibliotheke des Apollodor

Kepheus (Vorlage:GrcS) ist eine Gestalt der griechischen Mythologie. Als König von Aithiopia, dem afrikanischen Land südlich Ägyptens, war er Gemahl der Kassiopeia, Vater der Andromeda und Schwiegervater des Perseus. Nach Herodot und Euripides war Kepheus ein Sohn des Belos,<ref>Herodot, Historien 7,61. Zu Euripides siehe Bibliotheke des Apollodor 2,11.</ref> wodurch Perseus und Andromeda gemeinsame Vorfahren hätten, was zu einer der vielen bekannten Zeitachsenkollisionen der griechischen Mythologie führt.

Weil Kepheus’ Ehefrau Kassiopeia – je nach Überlieferungsvariante – sich<ref>Bibliotheke des Apollodor 2,4,3.</ref> oder ihre Tochter Andromeda<ref name="Hyginus 642">Hyginus 64.</ref> für schöner als die Nereiden, die Nymphen des Meeres und Begleiterinnen des Meeresgotts Poseidon, hielt, entsandte der erzürnte Poseidon daraufhin das Seeungeheuer Ketos sowie eine Flut. Um das Land von dieser Plage zu befreien, ließ Kepheus auf Weisung eines Orakels, das allgemein mit jenem des Ammoneion identifiziert wird,<ref>Bibliotheke des Apollodor 2,43; Ovid, Metamorphosen 4,671.</ref> bzw. auf Poseidons Forderung,<ref name="Hyginus 642" /> seine Tochter Andromeda an einen Felsen am Meer ketten, um sie dem Ungeheuer zu opfern.

Hauptartikel: Andromeda (Mythologie)

Dort wird Andromeda von Perseus entdeckt, der nicht ganz uneigennützig seine Hilfe anbietet. Nach Ovid und der Bibliotheke des Apollodor eilt Perseus zu Kepheus und Kassiopeia und macht zur Bedingung für die Rettung ihrer Tochter, dass er sie als Braut mit sich nehmen darf, was die Eltern bejahen.<ref>Bibliotheke des Apollodor 2,43; Ovid, Metamorphosen 4,695–705.</ref> Nach Euripides fragt Perseus Andromeda selbst, welchen Dank er zu erwarten hat, wenn er sie befreit, woraufhin Andromeda erwidert, dass er sie als Dienerin, Gattin oder Sklavin mit sich nehmen könne.<ref>Euripides, Fragmente 129.</ref>

Perseus tötet daraufhin das Ketos mit dem Schwert,<ref>Ovid, Metamorphosen 4,718–734.</ref> befreit Andromeda und nimmt sie zur Frau. Dadurch zieht er den Zorn von Andromedas Onkel und Verlobten Phineus<ref>Laut Hyginus 64: Agenor.</ref> auf sich, der mit Gewalt sein Recht einfordert<ref>Vgl. Ovid, Metamorphosen 5,1–235.</ref> bzw. Perseus in einem Hinterhalt ermorden will.<ref>Bibliotheke des Apollodor 2,44; Hyginus 64.</ref> Perseus tötet Phineus und seine Männer daraufhin, indem er ihnen das abgeschlagene Haupt der Medusa entgegenhält und sie so zu Stein erstarren lässt. Noch in Äthiopien gebärt Andromeda den Perses, der bei seinen Großeltern zurückbleibt. Weil Kepheus keine eigenen Söhne hat, wird Perses – der Stammvater der Perser – sein Erbe und Nachfolger. Perseus selbst fliegt mithilfe seiner Flügelschuhe mit Andromeda auf die Kykladeninsel Seriphos.<ref>Ovid, Metamorphosen 5,242; Bibliotheke des Apollodor 2,4,3.</ref>

Ebenso wie Perseus, Andromeda, Kassiopeia und das Ketos wurde Kepheus später von Athena als Sternbild Kepheus in den Himmel versetzt.

Nach ihm wurde später der Mondkrater Cepheus benannt.

Künstlerische Darstellung:

In Filmen und TV-Serien wurde Kepheus von den folgenden Schauspielern verkörpert:

Literatur

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  • Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. Klett-Cotta, Stuttgart 1997.

Weblinks

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Einzelnachweise

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