Zum Inhalt springen

Keila (Stadt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Keila
Wappen
Datei:Keila vapp.svg
Wappen
Flagge
Datei:Flag of Keila.svg
Flagge
Staat: EstlandDatei:Flag of Estonia.svg Estland
Kreis: Datei:Flag of et-Harju maakond.svg Harju
Koordinaten: 59° 18′ N, 24° 25′ OKoordinaten: 59° 18′ N, 24° 25′ O
 {{#coordinates:59,3|24,416666666667|primary
dim= globe= name= region=EE-37 type=city
  }}
Höhe: 37 m
Fläche: 11,22 km²
Einwohner: 11.024 (1. Januar 2025)
Bevölkerungsdichte: 983 Einwohner je km²
Zeitzone: EET (UTC+2)
Telefonvorwahl: (+372) 67
Postleitzahl: 76603, 76605, 76606, 76607, 76608, 76609, 76610, 76616
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Tanel Mõistus
Postanschrift: Keskväljak 11
76608 Keila
Website:
Datei:Eesti Keila linn 2017.svg
Datei:LutherKeilapostcard.jpg
Lutherdenkmal um 1900

Keila (deutsch: Kegel) ist eine Stadt in Nordestland.

Lage

Keila liegt im Kreis Harju am Keila-Fluss. Die Stadt befindet sich 25 km westlich der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Geschichte

Keila wurde erstmals 1241 im Liber Census Daniæ als Keikal urkundlich erwähnt, nachdem 1219 die Dänen Nordestland erobert hatten. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts, kurz nach der endgültigen Christianisierung Estlands, wurde dort eine Steinkirche errichtet, die bis heute erhalten ist.

Im 15. und 16. Jahrhundert errichtete der Schwertbrüderorden eine Ordensburg, um die sich ein bürgerliches Gemeinwesen bildete. Keila wurde im Livländischen Krieg (1558–83) fast vollständig zerstört. Vor allem einem Angriff polnischer Einheiten 1567 fiel die Stadt zum Opfer. Die überlebende Bevölkerung starb größtenteils 1601/02 bei einer Hungersnot und einer anschließenden Pestepidemie.

Durch den Bau der Eisenbahn von Tallinn nach Paldiski 1870 erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Strecke wurde nach dem deutschen Namen Keilas scherzhaft Kegelbahn genannt.

Am 1. Mai 1938 wurden Keila die Stadtrechte verliehen.

In der Zeit der sowjetischen Besetzung wuchs die Stadt weiter. Es entstanden eine Plattenbausiedlung am Rande der Stadt und ein 1956 fertiggestelltes Kulturhaus im Stil des Sozialistischen Klassizismus. 2001 wurde das moderne Gesundheitszentrum Keila mit Fitnessstudio und Hallenbad eröffnet.

Seit 1995 befindet sich das einzige estnische SOS-Kinderdorf in Keila.

Einwohnerentwicklung
Jahr 2006 2017<ref name="ES">Statistics Estonia: Population by sex, age and place of residence after the 2017 administrativ reform, 1 January. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. März 2019; abgerufen am 17. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pub.stat.ee</ref> 2018<ref name="ES" /> 2025<ref>RV0240: POPULATION BY SEX, AGE AND PLACE OF RESIDENCE, 1 JANUARY. Abgerufen am 30. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Einwohner 9.386 9.695 9.775 11.024

Sehenswürdigkeiten

Das 1988 eröffnete Heimatmuseum des Landkreises Harju befindet sich im historischen Gutshaus Kegel aus dem 19. Jahrhundert.

Die Michaeliskirche von Keila war lange Zeit die größte mittelalterliche Steinkirche im heutigen Kreis Harjumaa. Der Altartisch, die Kanzel und Schnitzereien stammen aus dem 17. Jahrhundert. 1851 wurde der Kirche ein Turm im neugotischen Stil angebaut.

Die Überreste der Ordensburg von Kegel befinden sich im 22,4 Hektar großen Jõepark.

Von 1862 bis zu seiner Zerstörung durch die sowjetischen Besatzungsbehörden 1949 stand bei Keila ein Lutherdenkmal, eines der größten Standbilder Martin Luthers in Osteuropa und das einzige im Russischen Kaiserreich. Die Figur war sechs Meter hoch und weithin sichtbar.

Städtepartnerschaften

Keila listet sieben Partnerstädte auf:<ref>Sõpruslinnad - Keila Linnavalitsus. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. April 2019; abgerufen am 6. Juni 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.keila.ee</ref>

Stadt Land seit
Barsbüttel DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Birštonas LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg Litauen
Tschiatura GeorgienDatei:Flag of Georgia.svg Georgien 2009
Huittinen FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland
Kerava FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland 2012
Nacka SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden
Sigulda LettlandDatei:Flag of Latvia.svg Lettland

Infrastruktur

Keila liegt an den Fernstraßen Põhimaantee 8 und Põhimaantee 11. Vom Bahnhof Keila führen Strecken nach Turba, nach Paldiski und in die Hauptstadt Tallinn.

Galerie

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Commons: Keila – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Stadtgemeinden: Keila | Loksa | Maardu | Tallinn. Landgemeinden: Anija | Harku | Jõelähtme | Kiili | Kose | Kuusalu | Lääne-Harju | Raasiku | Rae | Saku | Saue (Landgemeinde) | Viimsi. Stadt in Landgemeinde: Kehra | Paldiski | Saue

Vorlage:Klappleiste/Ende <templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Kreis Harju

Anija • Harku • Jõelähtme • Keila • Kiili • Kose • Kuusalu • Loksa • Lääne-Harju • Maardu • Raasiku • Rae • Saku • Saue • Tallinn • Viimsi

Kreis Hiiu

Hiiumaa

Kreis Ida-Viru

Alutaguse • Jõhvi • Kohtla-Järve • Lüganuse • Narva • Narva-Jõesuu • Sillamäe • Toila

Kreis Jõgeva

Jõgeva • Mustvee • Põltsamaa

Kreis Järva

Järva • Paide • Türi

Kreis Lääne

Haapsalu • Lääne-Nigula • Vormsi

Kreis Lääne-Viru

Haljala • Kadrina • Rakvere • Rakvere • Tapa • Vinni • Viru-Nigula • Väike-Maarja

Kreis Põlva

Kanepi • Põlva • Räpina

Kreis Pärnu

Häädemeeste • Kihnu • Lääneranna • Põhja-Pärnumaa • Pärnu • Saarde • Tori

Kreis Rapla

Kehtna • Kohila • Märjamaa • Rapla

Kreis Saare

Muhu • Ruhnu • Saaremaa

Kreis Tartu

Elva • Kambja • Kastre • Luunja • Nõo • Peipsiääre • Tartu • Tartu

Kreis Valga

Otepää • Tõrva • Valga

Kreis Viljandi

Mulgi • Põhja-Sakala • Viljandi • Viljandi

Kreis Võru

Antsla • Rõuge • Setomaa • Võru • Võru

Stadtgemeinden in kursiv

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein