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Kebsehe

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Die Kebsehe ist eine Form der Ehe im Frühmittelalter; das mittelalterliche Wort „Kebse“ hat die Bedeutung ‚Nebenfrau‘.<ref name="Duden-Kebse" /> Eine Kebsehe wurde zwischen einem freien Mann, beispielsweise einem Grundherrn, und einer unfreien (leibeigenen) Frau geschlossen.<ref name="Haberkern-1977-Minderehe" /> Da der Freie jegliche Verfügungsgewalt über seine Leibeigenen hatte, konnte er unfreie Frauen, die sich in seinem Besitz befanden, jederzeit in ein Kebsverhältnis zwingen. Dabei handelte es sich mehr um ein eheähnliches Verhältnis als um eine anerkannte Ehe. Es konnten mehrere Kebsehen nebeneinander bestehen.<ref name="Esmyol-2002-7-10" /> Kinder aus Kebsehen, so genannte Kegel (kekel, vergleiche Kind und Kegel),<ref name="Duden-kekel" /><ref name="Adelung-Kegel" /> waren nicht erbberechtigt; als Kinder einer Leibeigenen waren sie selbst Leibeigene, ungeachtet der Position ihres Vaters.<ref>Eva Schumann: Kebskind. In: Albrecht Cordes (Hrsg.): Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Band 2: Geistliche Gerichtsbarkeit – Konfiskation. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Schmidt, Berlin 2012, Spalte 1695/1696.</ref> Bis zum 9. Jahrhundert waren Kebsehen sehr weit verbreitet; die katholische Kirche ging besonders im 10. Jahrhundert sehr vehement gegen Kebsverhältnisse vor.

Neben der Kebsehe existierte im Mittelalter auch die Muntehe und die Raub- oder Entführungsehe.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Duden-Kebse"> Duden Online: Kebse, die. Abgerufen am 16. Juli 2019; Zitat: {{

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