Zum Inhalt springen

Kazimierz Smoleń

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Grób Kazimierza Smolenia na cmentarzu w Chorzowie Starym.jpg
Das Grab von Kazimierz Smoleń auf dem Friedhof von Chorzów Stary

Kazimierz Smoleń (* 19. April 1920 in Chorzow, Oberschlesien; † 27. Januar 2012 in Oświęcim<ref>Auschwitz survivor, 91, dies in the same town as death camp on day the world marked 67th anniversary of its liberation. In: DailyMail.co.uk. 27. Januar 2012, abgerufen am 27. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein polnischer Widerstandskämpfer, Häftling im KZ Auschwitz und späterer Leiter des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau.

Leben

Der Jurastudent wurde am 15. April 1940 verhaftet, da er sich in Königshütte am polnischen Widerstand beteiligt hatte. Am 6. Juli 1940 wurde er in das Stammlager des KZ Auschwitz (Auschwitz I) eingewiesen, das zu dieser Zeit noch ein relativ kleines Lager war. Zunächst war Smoleń mit der Häftlingsnummer 1327 dem Baukommando zugeteilt, als das Vernichtungslager Auschwitz II erbaut wurde. Später wurde er zur Arbeit in der Schreibstube des KZ eingeteilt.<ref>Zeitzeugenbericht von Kasimierz Smolen. In: Mixstory. 26. November 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. April 2016; abgerufen am 27. Juli 2019 (Zusammenfassung eines Vortrags).</ref>

Insgesamt war Smoleń etwa 4,5 Jahre im Lagerkomplex Auschwitz inhaftiert. Ab Januar 1945 räumte die SS das Lager, Smoleń wurde am 18. Januar in ein Außenlager des KZ Mauthausen deportiert. Aus dem Außenlager Ebensee konnte er am 6. Mai 1945 befreit werden.

Smoleń kehrte nach Polen zurück und studierte Rechtswissenschaften an der Katholischen Universität Lublin. Anschließend betätigte er sich als Referendar bei Gericht.

Als einer der Mitbegründer des Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau<ref>Kazimierz Smoleń (1920–2012). In: auschwitz.org. 31. Januar 2012, abgerufen am 27. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> arbeitete er zunächst in der dortigen Dokumentationsabteilung. Von 1955 bis 1990 war er Leiter der Gedenkstätte.

Smoleń gab eine der ersten Erinnerungsschriften von Überlebenden des Holocausts heraus: Erinnerungen Auschwitzer Häftlinge. Die deutschsprachige Erstausgabe erschien, übersetzt von Herta Henschel, 1970.

Er starb am 67. Jahrestag der Befreiung des KZ durch die Rote Armee.

Zeitzeuge

Smoleń war später auch Zeuge in Nachkriegsprozessen, so im Frankfurter Auschwitzprozess im Verfahren gegen Hans Stark. Als Zeitzeuge und Mitglied des Internationalen Auschwitz-Komitees arbeitete er an Dokumentarfilmen,<ref>Auschwitz – Erinnerungen des Häftlings Nr. 1327. Dokumentarfilm. 1991, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Januar 2025; abgerufen am 19. April 2025 (veröffentlicht auf YouTube).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.youtube.com</ref> Ausstellungen und wissenschaftlichen Dokumentationen mit. Auch in Schulen und Universitäten hielt Smoleń Vorträge als Zeitzeuge.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein