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Kathedrale von Cefalù

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Kathedrale Santissimo Salvatore von Cefalù
UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg


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Kathedrale Santissimo Salvatore von Cefalù
Vertragsstaat(en): ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
Typ: Kultur
Kriterien: (ii)(iv)
Referenz-Nr.: 1487

UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 2015  (Sitzung 39)
Datei:Cefalu Dom.jpg
Blick von der Rocca di Cefalù auf Dom und Altstadt
Datei:Italien, Sizilien, Cefalù, Dom-2025-09-msu-0365-.jpg
Christus als Pantokrator im Apsismosaik des Doms

Die Kathedrale Santissimo Salvatore in Cefalù ist die Kathedrale des Bistums Cefalù der Römisch-Katholischen Kirche in der Kirchenregion Sizilien. Die Kathedrale hat den Titel einer Basilica minor und liegt an der Piazza Duomo.

Geschichte

Geplant wurde der Bau des Domes von Roger II. Damit wollte er – der Legende gemäß – Gott Dank erweisen, nachdem sein Schiff 1130 vor der Nordküste Siziliens in einen schweren Sturm geraten war und er sich nach Cefalù retten konnte.<ref>Matthias Ehrhardt: Freiheit im Bild. Zu den Herrscherbildern unter Roger II. von Sizilien und ihren Auftraggebern. Herbert Utz Verlag, München 2012, ISBN 978-3-8316-4113-0, S. 126.</ref> Der Dom sollte zu seiner Grabkirche werden. Mit dem Bau wurde 1131 begonnen, die Arbeiten wurden in der Folgezeit jedoch mehrmals unterbrochen. 1240 wurde die Fassade fertiggestellt. Der vorspringende Teil der Fassade stammt aus dem Jahr 1472 und ist ein Werk von Ambrogio da Como. Seit 1932 wird die Kathedrale wieder in den Ursprungszustand versetzt und spätere Ergänzungen entfernt. Zusammen mit dem arabisch-normannischen Palermo und der Kathedrale von Monreale wurde die Kirche 2015 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Das Äußere

Die Kathedrale von Cefalù folgt „in ihrem Grundriß den großen Basiliken benediktinisch-cluniazensischer Provenienz“, zugleich zeigt sie Einflüsse arabischer Architektur.<ref>Hans-Peter Hebel: Arabische Kultur und europäisches Mittelalter. BücherWerkStatt, München 2013, S. 163.</ref> Die Zwillingstürme gehörten bereits zur ursprünglichen Kirche. Im oberen Teil unterscheiden sich die Türme geringfügig, hauptsächlich bei den Fenstern und den Dachspitzen. Die Portikus wurde 1471 errichtet und der eigentlichen Fassade vorgelagert. Er wurde im Stil der katalanischen Spätgotik errichtet. Die ursprünglich vorhandenen Rosettenfenster in der Apsis wurden 1142 zugemauert. Im Inneren sollte eine größere Fläche für Mosaike entstehen.

Das Innere

Datei:Cefalu Cathedral Wooden ceiling.jpg
Holzdecke mit Stern-symbolen und Inschriften

Das Innere besteht aus drei Schiffen. Das Taufbecken stammt aus dem Jahr 1588. Es besteht aus Muschelkalk. An der Holzdecke sind noch Reste des Dekors erkennbar.

Die Mosaiken der Apsis wurden 1148 fertiggestellt. Sie werden von der Erscheinung des Christus Pantokrator beherrscht. Daneben gibt es byzantinische Mosaiken. Weiter befinden sich im Dom Grabmäler und Skulpturen, so eine Gottesmutter mit Kind aus dem Jahre 1533 von Antonello Gagini.

Zwischen 1985 und 2002 entwarf Michele Canzoneri 42 Fenster zu biblischen Motiven (Schöpfung, Verklärung Jesu, Ereignisse der Apostelgeschichte, Offenbarung des Johannes, Jüngstes Gericht). „Die Glasfenster von Cefalù gehören wohl zu den besten liturgischen Kunstwerken, die in Italien nach dem Konzil geschaffen worden sind.“<ref>Antonio Marchesi: Zeitgenössische Glasfenster in italienischen Kirchen. In: Kunst und Kirche. Ökumenische Zeitschrift für zeitgenössische Kunst und Architektur. ISSN 0023-5431. Jg. 77 (2014), Heft 2: Künstlerfenster. S. 52–59; zum Dom von Cefalú S. 58–59, Zitat S. 58.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Mirjam Gelfer-Jørgensen: The Islamic paintings in Cefalù Cathedral, Sicily. In: Hafnia. Copenhagen Papers in the History of Art. Band 5 (1978), S. 107–178.
  • Mirjam Gelfer-Jørgensen: Medieval Islamic Symbolism and the Paintings in the Cefalù Cathedral. Brill, Leiden 1986, ISBN 90-04-07927-0.
  • Wolfgang Krönig: Carl Rottmanns Ansicht von Cefalù. In: Heinz Ladendorf u. a. (Hrsg.): Mouseion. Studien aus Kunst und Geschichte für Otto H. Förster anläßlich des 65. Geburtstags am 13. November 1959. Dumont Schauberg, Köln 1960, S. 243–246.
  • Wolfgang Krönig: Cefalù. Der sizilianische Normannendom (Druck der Arche; Band 21). Lometsch Verlag, Kassel 1963 (zugl. Dissertation, Universität München 1963).
  • Guido Di Stefano: Il duomo di Cefalù. Biografia di una cattedrale incompiuta (Quaderni della Facoltà di Architettura dell’Università di Palermo; Band 2). Italiamoda, Palermo 1960.
  • Thomas Thieme, Ingamaj Beck: La cattedrale normanna di Cefalù. Un frammento della civiltà socio-politica della Sicilia mediovale. University Press, Odense 1977, ISBN 87-7492-210-6.

Fußnoten

<references />

Weblinks

Commons: Kathedrale von Cefalù – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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Palazzo dei Normanni mit Cappella Palatina | San Giovanni degli Eremiti | Ponte dell’Ammiraglio | San Cataldo | Kathedrale von Palermo | Zisa-Palast | Santa Maria dell’Ammiraglio | Kathedrale von Cefalù | Kathedrale von Monreale Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 38° 2′ 23,4″ N, 14° 1′ 25,7″ O

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