Katar (gebogene Klinge)
| Katar (gebogene Klinge) | |
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| Datei:Dagger (Katar) MET 36.25.933 001july2014.jpg Katar mit gebogener Klinge im Metropolitan Museum of Art, New York | |
| Angaben | |
| Waffenart: | Dolch |
| Bezeichnungen: | Katar |
| Verwendung: | Waffe |
| Ursprungsregion/ Urheber: |
Indien, Kriegerkasten in Indien |
| Verbreitung: | Indien |
| Gesamtlänge: | etwa 28 cm |
| Klingenlänge: | etwa 14 cm |
| Griffstück: | Metall |
| Listen zum Thema | |
Der Katar (gebogene Klinge), (auch curved Katar (englisch), jam khāk (arabisch)) ist ein Dolch aus Indien. Das Alleinstellungsmerkmal dieses Typs aus der Reihe von Varianten zum Katar ist die gebogene Klinge, die es bei keinem der anderen Typen gibt. Wie bei Blankwaffen üblich, wird grundsätzlich zwischen Typen mit gerader Klinge wie beim Degen und Typen mit gebogener Klinge wie beim Säbel unterschieden.
Beschreibung
Der Katar (gebogene Klinge) hat eine zweischneidige, gebogene Klinge. Die Klinge wird vom Heft zum Ort schmaler und hat einen starken Mittelgrat. Im Ortbereich ist sie leicht gebogen. Das Heft ist in der für den Katar üblichen Form gestaltet. Die gebogene Klinge ist eine seltene Version des Katars. Die Klingenform findet sich unter anderem bei Jambia (auch Jambiya, arabisch جمبية {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / جنبية / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wieder Er wurde ursprünglich von Kriegerkasten in Indien benutzt.<ref name="irarmo" /><ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/0486407268 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref><ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/0486422291 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an., Abbildung: Chapter II, Plate I, Nr. 27, S. 102, 109, 116, 164.</ref>
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Katar (gebogene Klinge) Metropolitan Museum of Art Inventar Nr. 36.25.933
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Katar (gebogene Klinge) Metropolitan Museum of Art Inventar Nr. 36.25.932
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Katar (gebogene Klinge) Metropolitan Museum of Art Inventar Nr. 36.25.901
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Katar (gebogene Klinge) Metropolitan Museum of ArtInventar Nr. 36.25.902
Varianten und Benennungen
Der Katar (gebogene Klinge) wird in Literatur, in Objektbeschreibungen von Museen und im Handel stets als Sonderform behandelt. Üblich sind beschreibende Bezeichnungen wie curved Katar, oder Dagger (katar) with curved blade,<ref name="roar 29080" /><ref name="orar 8915" /> teils in Kombination mit der Benennung der Grundform als Jamadhar.<ref name="mama1" /> Weitere zuordenbare Bezeichnungen sind bekannt als jam khāk,<ref>Abū al-Faz̤l ibn Mubārak: „The Ā-īn-i Akbarī“, „jam khāk or curved dagger“ Plate XII., Weapons p. 116 (7)</ref> oder als jamadhar - broad dagger.<ref>Wilbraham Egerton: Indian and Oriental Armour, S. 23</ref> Tamilische Worte wie kaṭṭāri (கட்டாரி) oder kuttuvāḷ (குத்துவாள்) bedeuten in etwa Stoßklinge und werden als Ursprung des Namens Kattar angenommen. Die Benennungen gehen teilweise auf sanskritbasierte Namen zurück, die bei der Erfassung von Museumsbeständen in jeweilige Landessprachen übersetzt wurden. Im englischsprachigen Raum sind beschreibende Benennungen üblich, auf deren Basis in andere Landessprachen übersetzt wurde.
Andere Katartypen haben teils ungewöhnliche Klingenforman und sind manchmal auch als Kombinationswaffen ausgelegt. Neben der einfachen Grundform des Katars wurden etliche Varianten entwickelt. Eine Übersicht bekannter Varianten findet sich in der Liste von Typen des Katar.
Rezeption
Der Katar mit gebogener Klinge wird relativ selten in Museen und im Handel angetroffen. Er wird als eigenständiger Typus kaum wahrgenommen, obwohl er nach Systematiken der Blankwaffenkunde Alleinstellungsmerkmale hat. In der Fachliteratur, in Museen und im Fachhandel werden sie separat behandelt und gelegentlich als seltene Varianten<ref name="mama1" /><ref name="orar 6388" /> bezeichnet. Exemplare dieser Typen werden im Museum der Royal Armouries, im Metropolitan Museum of Art und in weiteren Museen ausgestellt.<ref name="roar 29080" /><ref name="MET 933" />
Literatur
- Abū al-Faz̤l ibn Mubārak: „The Ā-īn-i Akbarī“. Erstausgabe 1927, Reprint 1989, 1994, 1997 Auflage. D.K. Fine Art Press Ltd., Delhi 1997, ISBN 81-86142-24-X (The Ā-īn-i Akbarī – Internet Archive).
- B.-U. Abels: Ein Beitrag zur Entwicklung des indischen Stoßdolches, genannt Katar oder Jamdhar. In: Zeitschrift für Waffen- und Kleidungsgeschichte. Heft 2 Auflage. 2012, S. 145–158.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3826202120 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783958011359 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/0486422291 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- William Irvine: The Army of the Indian Moghuls. Its Organization and Administration. Yaokum Press, Read Books, 2008, ISBN 978-1-4437-7378-2.
- DK: Weapon. Dorling Kindersley Ltd, 2008, ISBN 1-4053-3473-8, S. 11 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
- Swarajya Prakash Gupta: Masterpieces from the National Museum Collection. Hrsg.: National Museum. New Delhi 1985.
- E. Jaiwant Paul: Arms and Armour. Traditional weapons of India, India crest. Lustre Press, Roli Books, New Delhi 2005, ISBN 81-7436-340-8.
- Gayatri Nath Pant: Studies in Indian Weapons and Warfare. Hrsg.: Army Educational Stores. 1970 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/0486407268 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Anthony C. Tirri: Islamic weapons. Maghrib to Moghul. Indigo, London 2004, ISBN 0-9747192-7-7.
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="MET 933"> Katar (gebogene Klinge) im Metropolitan Museum of Art: Objektbeschreibung: Dagger (Katar) 18th century. Accession Number: 36.25.933. Met, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. März 2021. </ref> <ref name="roar 29080"> Katar (gebogene Klinge) im Museum Royal Armouries, England: Objektbeschreibung: Dagger (Katar) 18th century. Accession Number: 36.25.933. Met, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. März 2021. </ref> <ref name="mama1"> Katar (gebogene Klinge) bei Mandarin Manison: Objektbeschreibung: curved Deccan katar. In: mandarinmansion.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. April 2021. </ref> <ref name="orar 6388"> Katar (gebogene Klinge) bei Oriental Arms: Objektbeschreibung: Unusual Kattar Push-Dagger with Silver Decoration - 6388. In: oriental-arms.co.il. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. März 2021. </ref> <ref name="orar 8915">Katar (gebogene Klinge) bei Oriental Arms: Objektbeschreibung: Very Fine Early Wootz Kattar Dagger with Curved Blade - 8915. In: oriental-arms.co.il. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2007; abgerufen am 31. März 2021.</ref> <ref name="irarmo"> Irvine; The Army of the Indian Moghuls, S. 85–86 </ref> </references>