Zum Inhalt springen

Kasbah (Algier)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kasbah (Altstadt) von Algier
UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg


Datei:Alger Kasbah02.jpg
Kasbah: links Ibn-Fares-Moschee, ehemals Große Synagoge Rabbi Bloch, bis 1962
Vertragsstaat(en): AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Algerien
Typ: Kultur
Kriterien: ii, v

Fläche: 60 ha
Referenz-Nr.: 565

UNESCO-Region: Arabische Staaten
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1992  (Sitzung 16)
Datei:Dar Soltan Alger.jpg
Dar Soltan

Die Kasbah (arabisch القصبة, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) der algerischen Hauptstadt Algier bezeichnet sowohl die Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert als auch das historische Altstadtviertel, das sich stufenförmig an einem Hang über dem Mittelmeer erstreckt. Die heutige Struktur entstand überwiegend in der osmanischen Zeit, mit Wurzeln bis ins 10. Jahrhundert. 1992 wurde die Kasbah von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.<ref name=":0">Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).</ref>

Geschichte

Die Kasbah entwickelte sich um die Zitadelle im 16. Jahrhundert auf älteren Siedlungsspuren. In der osmanischen Ära entstand ein dicht bebautes Viertel mit Moscheen, Palästen und öffentlichen Gebäuden. Während der französischen Kolonialzeit verlor sie an zentraler Bedeutung, war jedoch im Algerienkrieg (1954–1962) wichtiger Widerstandsort.

Beschreibung

Die Kasbah zeichnet sich durch enge, gewundene Gassen und eine Vielzahl traditioneller Bauwerke wie Wohnhäuser, Werkstätten, Basare und Hammams aus. Bedeutende Paläste sind Dar Aziza, Dar Hassan Pacha und Dar Soltan, die mit lokalen Materialien errichtet wurden.

Moscheen und religiöse Bauten

Wichtige Moscheen sind:

Ehemalige jüdische und christliche Sakralbauten:

  • Die »Große Synagoge von Algier« (Rabbi Bloch), errichtet 1865, 1962 zur Ibn-Fares-Moschee umgewidmet.
  • Am Rand der Kasbah befinden sich frühere Kolonialkirchen.

UNESCO-Welterbe

Die Kasbah gilt als herausragendes Beispiel traditioneller mediterraner Stadtarchitektur mit großem universellem Wert (Kriterien ii, v). Ihr Erhalt wird durch Restaurierungen und Schutzmaßnahmen sowie die Bewahrung handwerklicher Traditionen sichergestellt. Dennoch bestehen Gefahren durch Erdbeben, Verfall, unkontrollierte Eingriffe und demografische Veränderungen.<ref name=":0" />

Bedeutung und Rezeption

Historisch fungierte die Kasbah als Verwaltungszentrum, Rückzugsort und Widerstandsstätte. International bekannt wurde sie durch den Film Pépé le Moko – Im Dunkel von Algier (1937, Regie: Julien Duvivier).

Weblinks

Commons: Kasbah von Algier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Kulturerbe: Kala'a Beni Hammad (1980) | Tal von M'zab (1982) | Djémila (1982) | Tipasa (1982) | Timgad (1982) | Kasbah von Algier (1992)

Kultur-/Naturerbe: Tassili n'Ajjer (1982)

Vorlage:Klappleiste/Ende