Zum Inhalt springen

Kasabach-Merritt-Syndrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: D18.0 | D18.0 | Eintrag fehlt }} Hämangiom, jede Lokalisation | Eintrag fehlt }}
D69.5 Sekundäre Thrombozytopenie
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Unter dem Kasabach-Merritt-Syndrom (Kasabach-Merritt-Phänomen) versteht man das Auftreten einer besonderen Form von Blutschwämmen (Riesenhämangiomen), die mit einer Verbrauchskoagulopathie (disseminierte intravasale Gerinnung) einhergehen. Bei der Verbrauchskoagulopathie handelt es sich um eine Gerinnungsstörung, bei der es zum Verbrauch von Gerinnungsfaktoren und Blutplättchen (Thrombozyten) kommt. Letzteres führt zu einem Mangel an Blutplättchen, einer so genannten Thrombozytopenie.

Erscheinungsbild

Es finden sich große Riesenhämangiome, die sich beispielsweise über eine ganze Extremität erstrecken. Darin stattfindende Thrombosierungen führen zu einer Thrombozytopenie und Verbrauchskoagulopathie mit Blutungsneigung. Die Pathogenese der Hämangiome ist unbekannt. Bilden sich die Hämangiome zurück, so sinkt auch die Blutungsneigung. Therapeutisch kommt die Behandlung mittels Laser-Chirurgie, die interventionelle Radiologie im Sinne einer Embolisation oder auch die medikamentöse Therapie mit Interferon oder Steroiden in Betracht. Die Thrombozytopenie kann durch Transfusionen, die parallel ablaufende Fibrinolyse durch Antifibrinolytika therapiert werden.

Geschichte

Das Kasabach-Merritt-Syndrom wurde 1940 erstmals von Haig Haigouni Kasabach und Katharine Krom Merritt als Syndrom mit Verbrauchskoagulopathie und Hämangiomen beschrieben.<ref>H. Kasabach et al.: Capillary hemangioma with extensive purpura. In: Am J Dis Child., 1940, 59, S. 1063.</ref> Erst 1997 wurde erkannt, dass es sich bei dem für das Syndrom charakteristischerweise auftretenden Hämangiomen nicht um gewöhnliche Hämangiome von Kindern handelt, sondern um eine aggressive Form von Riesenhämangiomen.<ref>M. Sarkar et al.: Thrombocytopenic coagulopathy (Kasabach-Merritt phenomenon) is associated with Kaposiform hemangioendothelioma and not with common infantile hemangioma. In: Plast Reconstr Surg., November 1997, 100(6), S. 1377–1386. PMID 9385948</ref> Nicht ganz korrekt wird bis heute gelegentlich noch als Synonym der Begriff Hämangiom-Thrombozytopenie-Syndrom verwendet.<ref>Peter Reuter: Springer Lexikon Medizin. Springer, Berlin u. a. 2004, ISBN 3-540-20412-1, S. 1106.</ref>

Literatur

  • S. Schrier: Extrinsic nonimmune hemolytic anemia due to mechanical damage: Fragmentation hemolysis and hypersplenism. UpToDate v15.3, 2007.
  • B. Leiber u. a.: Die klinischen Syndrome: Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. 8. Auflage. Urban und Schwarzenberg, 1996, ISBN 3-541-01707-4.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein