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Karbonisieren (Textil)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Karbonisieren (Carbonisieren) ist ein reinigender Ausrüstungsvorgang zum Entfernen zellulosischer Verunreinigungen (z. B. Kletten) aus Wolle und Wollwaren durch Behandlung mit geringprozentiger Schwefelsäure oder anderen Säuren.<ref>Alois Kießling, Max Matthes: Textil - Fachwörterbuch. Fachverlag Schiele & Schön, Berlin 1993, ISBN 3-7949-0546-6, S. 202.</ref><ref>Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde. Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2007, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 37.</ref>

Textilien

Sowohl Flächengebilde (Gewebe, Gewirke, Gestricke oder Geflechte) als auch Fäden und Garne lassen sich karbonisieren. Dabei dient geringprozentige Schwefelsäure (2–3 %) dazu, den Zelluloseanteil im Faserverbund zu „verzuckern“. Man kann ihn dann mechanisch wie Kohlenstaub ausklopfen, auswaschen oder im Schlagwolf entfernen.

Besonders bei der Aufarbeitung von Reißwolle wird das Karbonisieren zur Bereinigung geringwertiger Zellulosewolle genutzt.<ref>Eintrag zu Carbonisieren. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum{{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}}||{{#ifeq: 0 | 0 | }} }}</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />