Zum Inhalt springen

Karłowice (Popielów)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Karłowice
Karlsmarkt
Vorlage:Platzhalterbild
Karłowice Karlsmarkt (Polen)
Karłowice
Karlsmarkt (Polen)
Karłowice
Karlsmarkt
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Oppeln
Gmina: Popielów
Geographische Lage: 50° 53′ N, 17° 43′ OKoordinaten: 50° 53′ 0″ N, 17° 43′ 0″ O
 {{#coordinates:50,883333333333|17,716666666667|primary
dim=10000 globe= name= region=PL type=city
  }}
Einwohner: 1214 (2022)
Postleitzahl: 46-037
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Eisenbahn: Opole–Jelcz-Laskowice
Nächster int. Flughafen: Breslau

Karłowice (deutsch Karlsmarkt, bis 1712 Kertzendorf) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Popielów (Alt Poppelau) im Powiat Opolski der Woiwodschaft Oppeln.

Geographie

Geografische Lage

Karłowice liegt in der historischen Region Niederschlesien. Der Ort liegt sieben Kilometer nördlich vom Gemeindesitz Popielów (Alt Poppelau) und 29 Kilometer nordwestlich von der Kreisstadt und Woiwodschaftshauptstadt Oppeln.

Der Ort liegt am Stober (poln. Stobrawa). Östlich grenzt Karłowice an das Landschaftsschutzpark Stobrawa.<ref>Park Stobrawski - Karte</ref> Der Bahnhof Karłowice liegt an der Bahnstrecke Opole–Jelcz-Laskowice.

Nachbarorte

Im Süden grenzt Karłowice an Kurznie (Kauern) sowie im Nordwesten Kuźnica Katowska (Alt Hammer).

Geschichte

Datei:Wappen Carlsmarkt.jpg
Wappen von Karlsmarkt um 1870
Datei:Karlowice.jpg
Burg Karlsmarkt
Datei:Kościół parafialny pw. św. Michała Archanioła w Karłowicach Gmina Popielów. bertzag (2).JPG
Erzengel-Michael-Kirche
Datei:Dom księdza Jana Dzierżona w Karłowicach Gmina Popielów. bertzag (3).JPG
Wohnhaus von Johann Dzierzon

Der Ort wurde 1344 erstmals urkundlich als „Kertzendorf“ erwähnt.<ref name="Ortsseite"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Internetseite über den Ort (Memento des Vorlage:IconExternal vom 27. März 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.karlowice.maszt.pl</ref> 1401 wird der Ort als Keczerdorff erwähnt.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 273.</ref> 1712 wurde der Ortsname in Karlsmarkt geändert.<ref name="Ortsseite" /> Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Karlsmarkt mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Karlsmarkt ab 1816 zum Landkreis Brieg im Regierungsbezirk Breslau. 1845 bestanden im Dorf ein Schloss, eine evangelische Kirche, eine evangelische Schule, eine katholische Schule, eine Brauerei sowie 78 Wohnhäuser und 80 Ställe. Im gleichen Jahr lebten in Karlsmarkt 547 Menschen, davon 62 katholisch und acht jüdisch.<ref name="Knie" /> 1874 wurde der Amtsbezirk Karlsmarkt gegründet, welcher aus den Landgemeinden Alt Hammer, Carlsburg, Carlsmarkt, Kauern und Raschwitz und den Gutsbezirken Alt Hammer, Carlsmarkt, Kauern und Stoberau bestand.<ref name="Territorial">@1@2Vorlage:Toter Link/territorial.deAmtsbezirk Karlsmarkt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

1933 lebten im Ort 1.208 Einwohner. 1939 hatte der Ort 1.161 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Brieg im Regierungsbezirk Breslau. Karlsmarkt wurde am 22. Januar 1945 von der Roten Armee besetzt.<ref name="Ortsseite" />

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Karłowice umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben und Polen angesiedelt. Der letzte deutsche Eigentümer war die Familie Kuberek. Von 1945 bis 1954 und von 1973 bis 1975 war der Ort Sitz der Gemeinde Karłowice. 1946 kam der Ort zur Woiwodschaft Breslau, 1950 zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 wurde der Ort dem wiedergegründeten Powiat Opolski zugeordnet.

Sehenswürdigkeiten

Denkmalgeschützte Gebäude sind:

  • Die Burg Karlsmarkt mit Burgkapelle und Park. Sie ist eine gotische Burganlage, die vor Mitte des 14. Jahrhunderts als Grenzburg entstanden ist. Die Burg besitzt einen trapezförmigen Innenhof, einen zylinderförmigen Bergfried an der Westseite und einen Torbau an der südwestlichen Seite. Im 14. Jahrhundert befand sich die Burg im Besitz der Familie von Tschammer und ab dem Jahr 1440 im Besitz der Familie von Beeß. 1565 wechselt die Burg in den Besitz der Herzöge von Brieg. Durch Herzog Georg II. von Brieg wurde die Burg ab 1565 umgebaut und um einem Tor erweitert. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg in Richtung Südwesten erweitert. 1715 wurde die an der Nordseite gelegene Kapelle im Stil des Barocks umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg in Richtung Südosten erweitert.<ref>Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 424.</ref> Die Burganlage steht seit 1963 unter Denkmalschutz.<ref name="Denkmal">Verzeichnis der Denkmäler der Woiwodschaft Oppeln S. 99 (poln.)</ref>
  • Neogotische Erzengel-Michael-Kirche an der ul. Koscielna, Ende des 19. Jahrhunderts
  • Wohnhaus von Johann Dzierzon an der ul. Kościelna 5 aus dem Jahr 1864
  • Stall mit Remise, im Mühlenkomplex, ul. Młyńska, aus der Mitte des 19. Jahrhunderts

Persönlichkeiten

  • Karl Georg Brandt (1898–1945), Polizeibeamter, Täter des Holocausts
  • Johann Dzierzon (1811–1906), schlesischer Priester und Bienenforscher, von 1838 bis 1869 Pfarrer in Karlsmarkt

Weblinks

Commons: Karłowice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende