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Kanadisches Museum für Menschenrechte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Canadian Museum for Human Rights (engl.)
Musée canadien des droits de la personne (fr.)
Ansicht
Außenansicht des Gebäudes
Daten
Ort Winnipeg (Manitoba) KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada Welt-IconKoordinaten: 49° 53′ 26,9″ N, 97° 7′ 51,6″ W
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Musée canadien des droits de la personne (fr.)
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Art
Kulturhistorisches Museum
Architekt Antoine Predock
Eröffnung 2014
Besucheranzahl (jährlich) ~ 285.000 (2019/20)
Betreiber
Government of Canada (Crown Corporation)
Leitung
Isha Khan (Chief Executive Officer)
Website
ISIL [[[:Vorlage:ISIL-Link]] {{#property:P791}}]

Das Kanadische Museum für Menschenrechte ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) wegen der staatlichen kanadischen Zweisprachigkeit gleichberechtigt auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein kulturgeschichtes Museum in Winnipeg, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba. Das von 2008 bis Ende 2012 erbaute Museum am Zusammenfluss von Red und Assiniboine River wurde am 19. September 2014 eröffnet.<ref>National Post – Canadian Museum for Human Rights opens amidst controversy and protests, vom 19. September 2014, abgerufen am 5. Dezember 2014</ref> Es ist das einzige nationale Museum Kanadas außerhalb der Hauptstadt Ottawa und das erste seit 1967 errichtete Museum dieser Art.<ref>Canadian Museum for Human Rights. Büro des Premierministers, 19. Dezember 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. März 2010; abgerufen am 14. Februar 2013.</ref>

Geschichte

Datei:Cmhr-nov-28-2011.jpg
Das Museum für Menschenrechte, Blick von The Forks, November 2011

Das Museum geht auf die Initiative von Izzy Asper zurück, den Gründer von CanWest. Dabei hatte er nicht nur das Ziel, Arbeiten über Menschenrechte zu ermöglichen und diese museal darzubieten, sondern auch, die Innenstadt von Winnipeg zu fördern. Am 17. April 2003, dem 21. Jahrestag der Unterzeichnung der kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten, begann Izzy seine Initiative, doch starb er noch im selben Jahr. Seine Tochter Gail Asper betrieb das Vorhaben weiter.

Im selben Jahr schrieben die Friends of the Canadian Museum for Human Rights, geführt von Gail Asper, einen Wettbewerb aus, an dem 62 Unternehmen aus 21 Ländern teilnahmen. Die Wahl fiel auf einen Entwurf von Antoine Predock, eines Architekten aus Albuquerque in New Mexico.<ref>The Architect. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Januar 2013; abgerufen am 14. Februar 2013.</ref> Die Idee bestand darin, aus den Wurzeln, den unterirdischen Teilen des Museums, in den Turm der Hoffnung aufzusteigen, der zugleich einen Blick auf Winnipeg eröffnet.<ref>Christopher Hume: Soaring design tells human rights tale. In: Toronto Star, 19. Dezember 2009</ref> Predock ließ sich zudem von den Naturlandschaften Kanadas, dem Nordlicht und den First Nations inspirieren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Canadian Museum for Human Rights, Antoine Predock Architect (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. August 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.predock.com</ref>

Am 20. April 2007 verkündete Premierminister Stephen Harper den Willen der Regierung, aus dem Museum ein nationales Museum machen zu wollen. Dazu wurde bereits am 13. März 2008 Bill C-42 verabschiedet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bill C-42: An Act to amend the Museums Act and to make consequential amendments to other Acts (Memento vom 31. Mai 2014 im Internet Archive), Regierung Kanadas (PDF; 83 kB)</ref>

Am 19. Dezember 2008 wurde das Bauvorhaben feierlich begonnen.<ref>Mia Rabson: Museum sod to be turned – no matter how cold, in: Winnipeg Free Press, 19. Dezember 2008.</ref> Die Bauarbeiten begannen im April 2009 und sollten bis 2012 abgeschlossen sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Canadian Museum for Human Rights: Building the Museum (Memento vom 1. Juli 2010 im Internet Archive).</ref> Aufgrund höheren Baukosten verzögerte sich aber der Bau und wird deshalb erst 2014 eröffnet.<ref name="cbc">Human rights museum construction hits milestone. CBC News, 20. September 2012, abgerufen am 14. Februar 2013.</ref>

Zu Beginn der Bauphase versenkten Ältere die von ihnen im Thunderbird House in Winnipeg gefertigten Medizinbeutel in die für die Ständer vorgesehenen Löcher, um Achtung vor Mutter Erde zu symbolisieren. Königin Elisabeth II. legte am 3. Juli 2010 den Grundstein.<ref>The Canadian Museum for Human Rights is honoured to welcome Her Majesty Queen Elizabeth II, Queen of Canada to the site of the Canadian Museum for Human Rights. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2011; abgerufen am 14. Februar 2013.</ref> Dabei hinterließ sie einen Stein aus der Ruine der St. Mary’s Priory<ref>Ruins of St. Mary’s Priory – Runnymede</ref> in Runnymede, wo der englische König 1215 der Magna Carta zustimmte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Queen gives Canadian Museum for Human Rights a piece of history, CTV, 3. Juli 2010 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Oktober 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/winnipeg.ctv.ca</ref>

Kritik

Kritik am Standort entzündete sich, weil sich dort möglicherweise eine Heilige Stätte befand, die nicht angemessen dokumentiert sei. Die Museumsleitung verwies auf Konsultationen mit den Älteren der First Nations.<ref>Bless Museum's Sacred Ground: Native Elders Work with Crews During Construction, in: Winnipeg Free Press, 2. Juni 2009.</ref> Bei entsprechenden Ausgrabungen wurden keine menschlichen Überreste gefunden.<ref>Sandra Jezik, Paul Downie, Lori McKinnon: The Forks National Historic Site of Canada – Archaeological Artifact Catalogue, Winnipeg 2003 (erstellt für die Manitoba Field Unit, Cultural Resource Services, Western Canada Service Centre, Parks Canada).</ref> Allerdings stellen mehr als 50 Untersuchungen seit 1950 fest, dass das Gebiet bereits vor 4000 v. Chr. genutzt wurde.<ref>Paul Downie: The Forks National Historic Site of Canada: Cultural Resource Inventory and Cumulative Impacts Analysis. (PDF) 2002, abgerufen am 4. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kritik am Konzept der zwölf Galerien entzündete sich daran, dass die Fragenkreise des Museums einen besonderen Akzent auf die Verfolgung der Juden und auf die First Nations legt, aber andere, ebenfalls verfolgte Minderheiten wie Ukrainer, Japaner, Italiener und Deutsche, die während der Weltkriege misshandelt worden waren, nicht gewürdigt werden. Ferner stellte sich die Frage, ob nicht die globale Menschenrechtsfrage zur Darstellung gelangen sollte, nicht nur Vorgänge in Kanada. Der Ukrainian Canadian Congress verfasste eine entsprechende Petition für Gleichheit und Fairness im Canadian Museum for Human Rights.<ref>Petition for equity and fairness at the Canadian Museum for Human Rights, 2. Februar 2011.</ref> Sie fordert die Berücksichtigung des Holodomor von 1932 bis 1933, den die kanadische Regierung 2008 als Völkermord anerkannte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />PM receives Shevchenko Medal Award (Memento vom 4. Juni 2012 im Internet Archive). The Prime Minister of Canada – Stephen Harper.</ref> Nach Aussagen des Museums erhält der Holocaust eine eigene Galerie, ebenso wie die Verbrechen gegen die Ureinwohner, der Holodomor eine permanente Ausstellung im Bereich der Massenverbrechen, die kanadischen Internierungen werden ausgestellt.

Finanzierung

Die Finanzierung des auf 310 Millionen Dollar geplanten Projekts teilen sich die Bundesregierung, die Provinzregierung und die Stadt Winnipeg, hinzu kommen private Spender. Bisher zahlten die drei Institutionen 100, 40 und 20 Millionen Dollar ein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Canadian Museum for Human Rights: About the Museum: Corporate Governance: Corporate Reports: Corporate Plans: Financial Statements (Memento vom 5. März 2012 im Internet Archive).</ref> Die Friends of the Canadian Museum for Human Rights konnten bis Anfang 2011 125 Millionen Dollar aufbringen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Friends of the Canadian Museum for Human Rights (Memento vom 25. Dezember 2011 im Internet Archive).</ref> Im April 2011 erhielt das Haus 3,6 Millionen Dollar von der Stadt Winnipeg.<ref>Council grants more money to rights museum, CBC News, 27. April 2011.</ref>

Die laufenden Kosten in Höhe von jährlich 23 Millionen Dollar für das einmal eröffnete Museum trägt die kanadische Bundesregierung, da es sich um ein nationales Museum handelt.<ref name="cbc" />

Ausstellungen

Gestalter der Eröffnungsveranstaltungen sind die Ralph Appelbaum Associates aus New York, wobei der Kampf um die Menschenrechte in Kanada, das Konzept der Ureinwohner zu den Menschenrechten, der Holocaust, sowie aktuelle Themen in Ausstellungen gewürdigt werden sollen. Um kanadische Geschichten zum Museum zu sammeln, veranstaltete man eine Geschichtensammlung unter dem Titel Help Write the Story of the Canadian Museum for Human Rights. Dazu reiste ein Team von Mai 2009 bis Februar 2010 durchs Land und besuchte 19 Städte, um Menschen zu ihren Erfahrungen mit den Menschenrechten zu befragen. Die Befragungen führte Lord Cultural Resources aus Toronto durch.<ref>Lord Cultural Resources.</ref> Die Ergebnisse sind Teil der Ausstellungen.

Die Ausstellungsgalerien widmen sich folgender Themen:

  1. Geschichte und Inhalt der Menschenrechte
  2. Die Perspektive der Ureinwohner auf die Menschenrechte (u. a. der Aborigines)
  3. Kanadische Dokumente und Zeugnisse der Verletzung ethnischer Rechte (Ergebnis der Reise 2009/2010)
  4. Die Stellung der Menschenrechtsfrage in der kanadischen Gesellschaft
  5. Völkermord am Beispiel der von der kanadischen Regierung anerkannten Beispielen (Holocaust, Holodomor, Völkermord an den Armeniern, Völkermord in Ruanda und das Massaker von Srebrenica)
  6. Aktionen für die Menschenrechte
  7. Die Bedeutung der Worte – Das Ende des Schweigens über Menschenrechtsverletzungen
  8. Aktionen – Aktuelle Menschenrechtsbildung
  9. Die Menschenrechte heute
  10. Galerie mit Objekten und Bildern, die die Menschenrechte gefördert haben.

Partner des Museums sind:

Betreiber

Betrieben wird das Museum durch die Crown Corporation „Canadian Museum for Human Rights“, ein öffentliches Unternehmen des kanadischen Bundes nach Abschnitt III.I des „Financial Administration Act“ (R.S.C., 1985, c. F-11).

Weblinks

Commons: Canadian Museum for Human Rights – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein