Kanadische Johannisbeere
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| Kanadische Johannisbeere | ||||||||||||
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| Datei:Ribes americanum.jpg
Kanadische Johannisbeere (Ribes americanum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ribes americanum | ||||||||||||
| Mill. |
Die Kanadische Johannisbeere<ref name=deutsch/> (Ribes americanum) ist ein aufrechter bis 2 Meter hoher Strauch mit schwarzen Früchten aus der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Kanada und in den Vereinigten Staaten. Die Art wird nur selten kultiviert.
Beschreibung
Die Kanadische Johannisbeere ist ein 1 bis 2 Meter hoher, aufrechter, unbewehrter Strauch mit dünnen, flaumig behaarten und gelbdrüsigen Zweigen. Die Knospen sind bräunlich, eiförmig, 2,5 bis 5 Millimeter lang, flaumig behaart und drüsig mit stumpfer Spitze. Die Laubblätter haben einen 2 bis 5 Zentimeter langen, behaarten und locker drüsigen Blattstiel. Die Blattspreite ist einfach, drei- bis fünflappig, breit eiförmig bis rundlich, 2,5 bis 6 Zentimeter lang und 3 bis 7, selten bis 8 Zentimeter breit mit herzförmiger bis beinahe gestutzter Basis. Die Lappen sind eiförmig bis dreieckig-eiförmig, tief gesägt oder doppelt gesägt und spitz. Der mittlere Lappen ist etwas länger als die seitlichen. Die Blattoberseite ist kahl, die Unterseite entlang der Blattadern behaart. Beide Seiten sind gelb drüsenfleckig. Die Blätter sind schwach riechend.<ref name=FoC/><ref name=FdG/>
Die Blütenstände sind selten ab 4 meist 5 bis 8 Zentimeter lange, hängende Trauben aus 8 bis 20 oder mehr Blüten. Die Blütenstandsspindeln sind flaumig behaart. Die Tragblätter sind lanzettlich bis linealisch, 6 bis 10 Millimeter lang, behaart, und locker drüsenfleckig. Die Blütenstiele sind flaumig behaart und 2 bis 4 Millimeter lang. Die Blüten sind zwittrig. Der Blütenbecher ist glockenförmig, gelblich weiß und behaart, 3 bis 5 Millimeter lang, mit waagrecht stehenden, länglichen bis zungenförmigen, 3,5 bis 6 Millimeter langen Zipfeln mit zurück gebogenen Enden. Die Kronblätter sind gelblich weiß, zungenförmig und 2,5 bis 4,5 Millimeter lang. Die Staubblätter sind etwa gleich lang oder etwas kürzer als die Kronblätter. Die Staubbeutel sind länglich mit einem Nektarium an der Spitze. Der Fruchtknoten ist kahl. Der Griffel ist ungeteilt oder zweilappig und etwa gleich lang bis etwas länger als die Staubblätter. Die Früchte sind schwarz, rundlich, kahl mit Durchmesser von 8 bis 10 Millimeter.
Die Kanadische Johannisbeere blüht im Mai, die Früchte reifen von Juni bis Juli.<ref name=FoC/><ref name=FoNA/><ref name=FdG/>
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="IPCN" />
Vorkommen und Standortansprüche
Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in den kanadischen Provinzen New Brunswick, Nova Scotia, Ontario, Québec, Alberta, Manitoba und Saskatchewan und erstreckt sich bis in den Süden und Südosten der USA.<ref name=GRIN/> Die Kanadische Johannisbeere wächst in Mooren und Sümpfen in Höhen von 50 bis 1700 Metern Höhe in Bruchwäldern, auf Feucht- und Nasswiesen an sonnigen bis lichtschattigen Standorten.<ref name=FoNA/><ref name=FdG/>
Systematik
Die Kanadische Johannisbeere (Ribes americanum) ist eine Art aus der Gattung der Johannisbeeren (Ribes) in der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Sie wird in der Untergattung Ribes der Sektion Botrycarpum zugeordnet.<ref name=GRIN/> Die Art wurde 1768 von Philip Miller erstmals wissenschaftlich beschrieben.<ref name=GRIN/> Der Gattungsname Ribes leitet sich vom arabischen Namen einer Art der Rhabarber ab. Der Name wurde im Mittelalter wegen des säuerlichen Geschmacks der Beeren einiger Arten, der an den Geschmack des Rhabarbers erinnert, für die Johannisbeeren übernommen.<ref name=Gen_Gat/> Das Artepitheton americanum verweist auf die Herkunft der Art.<ref name=Gen_Art/>
Verwendung
Die Kanadische Johannisbeere wird manchmal wegen ihrer auffälligen Herbstfärbung als Zierstrauch verwendet. Sie dient auch als Bienenweide.<ref name=FdG/>
Nachweise
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 537–538.
- Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 731.
- Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).
Einzelnachweise
<references> <ref name="deutsch"> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 537 und nach Fitschen: Gehölzflora, S. 731</ref> <ref name="FdG"> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 537–538</ref> <ref name="FoC"> Lu Lingdi, Crinan Alexander: Ribes americanum, in:</ref> <ref name="FoNA"> Nancy R. Morin: Ribes americanum, in:</ref> <ref name="GRIN"> Ribes americanum. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 5. Mai 2012 (englisch).</ref> <ref name="Gen_Gat"> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 538–539</ref> <ref name="Gen_Art"> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 56–57</ref> <ref name="IPCN">Ribes americanum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
Weblinks
Ribes americanum. In: The Plant List. Abgerufen am 5. Mai 2012.