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Kalkar (Bad Münstereifel)

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Kalkar
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Höhe: 238 m ü. NHN
Fläche: 1,19 km²
Einwohner: 406 (31. Dez. 2020)<ref name="EinwohnerMuenstereifel" />
Bevölkerungsdichte: 341 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53902
Vorwahl: 02253
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Kalkar (früher Calcar) ist ein Stadtteil von Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Lage

Der Ort liegt nördlich der Kernstadt von Bad Münstereifel. Am westlichen Ortsrand verläuft die Grenze zur benachbarten Stadt Mechernich. Durch das Dorf verläuft die Landesstraße 11, am östlichen Ortsrand die Bundesstraße 51. Sie trennt das Dorf vom Ortsteil Arloff.

Westlich des Ortes liegen ehemalige Tongruben. Im Norden liegt das Naturschutzgebiet Kalkarer Moor.

Ortsname

Für die Herkunft des Ortsnamens Kalkar gibt es zwei bekannte Ansätze.

Den Namen Kalkar leitet man vielfach von dem römischen „calcaria“ = Kalkstätte ab. Als Argument für diese Theorie könnte die nahegelegene Römische Kalkbrennerei Iversheim sprechen. Der Boden ist jedoch nicht außerordentlich kalkhaltig.

Nach Pfarrer Nikola Reinartz stammt der Name von dem gutdeutschen Wort „Kolk“ ab, welches Moor oder Seestätte bedeutet. Dafür spricht das nahegelegene Kalkarer Moor sowie Flurbezeichnungen „in den Pölen“ und „im See“.<ref>Woenge.de. Abgerufen am 19. Mai 2019.</ref>

Die Schreibweisen variierten im Zeitverlauf. Um das Jahr 1300 wurde „Kalken“ oder „Kalkel“ genutzt, ab etwa 1400 bis 1800 „Kalker“.<ref>Woenge.de. Abgerufen am 19. Mai 2019.</ref> Aufgrund des Gemeinderatsbeschlusses vom 24. März 1936 wurde der Ortsname in die heutige Schreibweise „Kalkar“ abgeändert.

Geschichte

Erstmals genannt wird Kalkar im liber valoris um 1300. Spätestens um 1350 gehört Kalkar zu den Besitzungen der Grafen und späteren Herzöge von Jülich.<ref>Kalkar • Stadt Bad Münstereifel. Abgerufen am 19. Mai 2019.</ref>

Unweit des Ortes verlief die Römerstraße von Köln nach Trier.

Von 1816 bis 1969 war Kalkar eine selbständige Gemeinde.<ref>Kalkar • Stadt Bad Münstereifel. Abgerufen am 19. Mai 2019.</ref> Am 1. Juli 1969 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Kalkar nach Bad Münstereifel eingemeindet.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.</ref>

Das Dorf hatte 1939 insgesamt 90 Einwohner.

St.-Ludgerus Kapelle

Datei:Kapelle kalkar.jpg
St.-Ludgerus-Kapelle in Kalkar

Die St.-Ludgerus-Kapelle stammt aus dem 16. Jahrhundert. 1732 wird das Dorf Kalkar als zur Pfarre Kirspenich gehörend angeführt. 1770 wurde die Kapelle als einschiffiger, solider Bruchsteinbau ohne besonderen architektonischen Schmuck neu erbaut.

Sie wird 1489 dem Stift St. Chrysanthus und Daria in Münstereifel inkorporiert. Ab dieser Zeit wurde sie vom Pfarrer der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Kirspenich bedient, die ebenfalls dem Stift Münstereifel inkorporiert war. Von 1818 bis 1974 gehörte die Kapelle als Filiale zur Pfarrei Heilig Kreuz Kreuzweingarten, danach ist sie wieder Filiale von St. Bartholomäus Kirspenich.<ref>Kalkar • Stadt Bad Münstereifel. Abgerufen am 19. Mai 2019.</ref>

Verkehr

Die VRS-Buslinie 801 der RVK verbindet den Ort mit Bad Münstereifel und Euskirchen.

Linie Verlauf

Vorlage:Linienverlauf VRS

Weblinks

Commons: Kalkar – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="EinwohnerMuenstereifel"> Einwohner nach Ortsteil Stadt Bad Münstereifel 2020. Anzahl der Einwohner der Stadt Bad Münstereifel unterteilt nach Ortsteilen zum Stichtag 31.12.2020. In: offenedaten.kdvz-frechen.de. Stadt Bad Münstereifel, abgerufen am 5. Juni 2021. </ref> </references>

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