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Kaliumtitanylphosphat

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Kaliumtitanylphosphat (KTP) ist eine ionische Verbindung aus Kalium, Titanoxid und Phosphat, deren Kristalle nicht-lineare optische Eigenschaften besitzen, was sie zusätzlich zu einem recht breiten Transparenzbereich von 350 nm bis 4400 nm für die Optik interessant macht. Es wurde 1890 erstmals von L. Ouvard synthetisiert.<ref name="northropgrumman">northropgrumman.com: Vorlage:Webarchiv 2011, abgerufen am 25. Juli 2015</ref>

Eigenschaften

Kaliumtitanylphosphat ist ein farbloser Feststoff, der eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Vorlage:Raumgruppe besitzt. Er zersetzt sich ab einer Temperatur von 1150 °C.<ref name="northropgrumman" /><ref name="Govindhan Dhanaraj, Kullaiah Byrappa, Vishwanath Prasad, Michael Dudley">Vorlage:Literatur</ref>

Anwendungen

KTP-Kristalle können für elektrooptische und nichtlinear-optische Anwendungen eingesetzt werden. Eine häufige Anwendung ist die Frequenzverdopplung von Laserlicht durch Platzieren eines KTP-Kristalls innerhalb des Laser-Resonators. Bekanntestes Beispiel ist der grüne DPSS-Laser. Hier wird zunächst mittels eines Nd:YVO4- oder Nd:YAG-Lasers Licht bei einer Wellenlänge von 1064 nm erzeugt, die anschließend durch Frequenzverdopplung in sichtbare grüne Strahlung mit einer Wellenlänge von 532 nm umgewandelt wird. Diese Strahlquellen werden auch als „KTP-Laser“ bezeichnet.<ref name="northropgrumman" /> In der Quantenoptik spielt KTP auch zur Erzeugung von korrelierten Photonenpaaren durch parametrische Fluoreszenz eine Rolle.<ref name="Ulf Leonhardt">Vorlage:Literatur</ref>

Laser mit Kaliumtitanylphosphat werden zum Beispiel auch in der Medizin zur Pigment-Behandlung eingesetzt.<ref name="William D. James, Timothy Berger, Dirk Elston">Vorlage:Literatur</ref>

Einzelnachweise

<references/>