Kaiserpalast Kyōto
Der Kaiserpalast Kyōto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war während des größten Teiles seiner Geschichte die Residenz des Kaisers von Japan. Dies begann mit der Heian-Zeit, als die kaiserliche Hauptstadt von Heijō-kyō (Nara) nach Heian-kyō, dem heutigen Kyōto, umzog. Die Funktion als offizielle Residenz endete mit der Meiji-Restauration, als der Kaiser seinen Sitz nach Edo, dem heutigen Tōkyō verlegte (Kaiserpalast Tokio). Die Kaiser Taishō und Shōwa begingen ihre Krönungszeremonien weiter im Kaiserpalast von Kyōto.
Allgemein bezeichnet der Gosho in Kyōto alle Gebäude im ummauerten Parkgelände zwischen den Straßen Imadegawa im Norden, Marutamachi im Süden, Karasuma im Westen und Teramachi im Osten mit einer Ausdehnung von etwa 1100 × 600 m. Im engeren Sinne bezieht sich Gosho auf den inneren Palastkomplex in der Nordhälfte des Geländes.
Das Kaiserliche Hofamt unterhält die Gebäude und das Gelände, das amtlich auch Kyōto Gyoen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „kaiserliche Gärten Kyōto“) bezeichnet wird. Das Parkgelände steht der Allgemeinheit rund um die Uhr zur Verfügung, auch die Grünflächen dürfen ähnlich wie in europäischen Parks zum Zeitvertreib genutzt werden. Die Palastanlagen selbst waren der Öffentlichkeit lange Zeit nur sehr eingeschränkt zugänglich, inzwischen ist die Anlage täglich außer Montag zur kostenlosen Besichtigung geöffnet.
Geschichte
Der heutige Kyōto Gosho geht auf die Nebenresidenz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), satodairi) Tsuchimikado-dono ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bzw. Tsuchimikado Higashi no Tōin-dono ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in Heian-kyō zurück, die knapp 500 m östlich vom kaiserlichen Palast Daidairi entfernt lag, aber das eigentliche Machtzentrum war.<ref>William Howard Coaldrake: Architecture and Authority in Japan. Routledge, 1996, ISBN 0-415-10601-X, S. 91</ref>
Danach wurde der Palast mehrere Male durch Feuer zerstört und wieder aufgebaut. Als der Palast 1788 wieder abbrannte, wurde Matsudaira Sadanobu vom Shogunat mit dem Wiederaufbau beauftragt. 1790 ließ Sadanobu basierend auf Uramatsu Kozens ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) Daidairi Zukōshō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) das Jōmei-mon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die Shishin-den ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und die Seiryō-den ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) nach den heian-zeitlichen Vorbildern rekonstruieren. 1854 wurde der Palast wieder durch ein Feuer zerstört, aber im Jahr darauf in der heutigen Form neuaufgebaut.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Amt für allgemeine Angelegenheiten (Sōmu-sho)̄ der Stadt Kyōto, abgerufen am 21. Dezember 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gebäude und Gelände
Das Palastgelände besitzt neben der Kaiserlichen Residenz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dairi) eine Reihe weiterer Gebäude. Im Norden der Residenz liegt Sentō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die Residenz des zurückgetretenen Kaisers. Nördlich des Gosho, jenseits der Straße Imadegawa, befindet sich die Dōshisha-Universität.
Das Hauptgebäude auf dem Palastgelände umfasst neben anderen Hallen die Halle für Staatszeremonien ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Shishinden, purpurne kaiserliche Halle), Seiryōden ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kühle/erfrischende Halle), Hofraum ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Kogosho, kleines, kaiserliches Zimmer), Ogakumonsho ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kaiserliches Studienzimmer oder Bibliothek) sowie eine Anzahl von Residenzen für die Kaiserin, hochrangige Aristokraten und Regierungsbeamte.
Das Haupttor an der Südseite des Palastes besitzt ein Dach aus Zypressenholz und wird von vier Pfeilern unterstützt. An beiden Seiten sind berühmte und heilige Bäume gepflanzt: eine Kirsche (Sakura) zur Linken, ein Tachibana-Baum zur Rechten. Dieses Tor wird nur bei den seltenen Gelegenheiten genutzt, zu denen der Kaiser ausländische Diplomaten oder Würdenträger empfängt, sowie bei anderen wichtigen Staatszeremonien. Seitlich befinden sich Zäune, die die inneren Teile vom allgemeinen Palastgelände trennen.
Direkt hinter dem Haupttor befindet sich ein mit Zinnober bemaltes und mit Ziegeln gedecktes zweites Tor, das zum Shishinden, der Halle für die Staatszeremonien, führt. Der Shishinden wurde für solch wichtige Zeremonien wie Kaiserkrönungen und Einsetzung von Kronprinzen benutzt. Sie ist 33 × 23 m groß und in traditionellem Stil mit Giebeln und vier abfallenden Dachseiten errichtet.
Das Zentrum des Shishinden wird von einem Hisashi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), einem langen schmalen Gang, umgeben, wie er in Adelshäusern der traditionellen Architektur von Heian üblich ist. Darin öffnet sich ein weiter offener Raum, der von mit Matten bedeckten Bereichen überbrückt wird, die zum zentralen Thronraum führen. Der Thron selbst, genannt Takamikura ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), steht auf einer achteckigen Plattform fünf Meter über dem Boden und kann vom Rest des Raumes durch eine Gardine getrennt werden. Die Schiebetüren, die den Kaiser vor Blicken verbergen, heißen kenjō no shōji ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „Schiebetür der Weisen und Heiligen“) und sind mit einem Bild von 32 Heiligen bemalt, das eines der wichtigsten Vorbilder für die Malerei der Heian-Zeit wurde.
Der Seiryōden befindet sich westlich der Shishinden mit der Vorderseite nach Osten. Er hat ebenfalls ein an vier Seiten abgeschrägtes Dach mit Giebeln und besteht hauptsächlich aus Zypressenholz. Ursprünglich war dies der Platz, wo der Kaiser seine persönlichen Angelegenheiten regelte. Später wurde er auch für verschiedene Versammlungen und Zusammenkünfte genutzt. In der Mitte befindet sich ein Bereich, wo der Kaiser ruhte, an der Ostseite der Halle war ein Bereich von zwei Tatami als Sitzplatz für Aristokraten und Würdenträger reserviert. Hier konnte der Kaiser formelle Angelegenheiten regeln. An der Nordseite der Halls war ein abgeschlossener Bereich, wo der Kaiser nachts schlief. Später begannen die Kaiser, dazu die offizielle Residenz (dairi) zu benutzen. Die Westseite war für das Frühstück des Kaisers reserviert und enthielt auch die Toiletten, die Südseite wurde durch den kaiserlichen Archivar genutzt. Dieser Bereich hatte verschiedene Gemälde von Meistern der Tosa-Schule, vor dem Gebäude waren dort verschiedene seltene Bambusarten angepflanzt.
Weblinks
- Details zum Besuch der Kaiserlichen Paläste in Tokyo and Kyoto (englischsprachige Webseite der Kaiserlichen Hofbehörde)
- Kaiserpalast von Kyoto bei Kultur-in-Asien: Teil 1 mit Beschreibung - Teil 2 - Teil 3 - Teil 4 - Teil 5 - Teil 6 - Teil 7 - Teil 8
- Fotos des Kaiserpalastes von Kyōto
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 35° 1′ 31″ N, 135° 45′ 44″ O
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