Kahren (Saarburg)
Kahren Stadt Saarburg
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(270)&title=Kahren 49° 36′ N, 6° 31′ O
{{#coordinates:49,59689|6,50895|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Kahren | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Einwohner: | 270 (2013)<ref>Kahren ist Schwerpunktgemeinde. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 12. April 2013, abgerufen am 30. Mai 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 7. November 1970 | |||||
| Postleitzahl: | 54439 | |||||
| Vorwahl: | 06581 | |||||
Lage von Kahren in Rheinland-Pfalz
| ||||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Kahren ist ein Stadtteil und ein Ortsbezirk der Stadt Saarburg im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz.
Geographie
Der heutige Stadtteil liegt südwestlich der Kernstadt in etwa vier Kilometer Entfernung zwischen Wäldern und Feldern auf den Höhen des Saargaus. Mit dem Hosteberg (435 m ü. NHN) liegt die höchste Erhebung zwischen Obermosel und Saar in der Gemarkung.<ref name="Hosteturm" />
Zum Ortsbezirk gehören auch die Wohnplätze Auf der Hardt und Saargauhof.<ref name="GV2025p126">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>
Nachbarorte neben der Kernstadt Saarburg selbst im Nordosten und dem anderen Ortsbezirk Krutweiler im Osten sind Trassem im Südosten, Merzkirchen und seine Ortsteile Portz und Körrig im Südwesten bzw. Westen, sowie Fisch im Nordwesten.
Geschichte
Bis zur Auflösung von Kurtrier gehörte Kahren (damals noch mit der Schreibweise Cahren) zum Amt Saarburg. Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs, zugeordnet dem Kanton Saarburg im Arrondissement Trier des Saardepartements. Nach der Niederlage Napoleons kam Kahren 1815 aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen. Der Ort gehörte nun dem Kreis Saarburg im Regierungsbezirk Trier an, der 1822 Teil der neu gebildeten Rheinprovinz wurde.
Auf dem Hosteberg, der höchsten Erhebung im unteren Saargau, wurde 1911/12 unter Landrat Karl Brügman ein Hochbehälter errichtet, der nach dem Aufbau eines Verteilnetzes in den beiden folgenden Jahren für 41 umliegende Gemeinden eine zentrale Frischwasserversorgung sicherstellte, welche das Wasserholen an den bisherigen Dorfbrunnen ersetzte. Bis heute wird er als Wasserbehälter und Aussichtsturm genutzt.<ref name="Hosteturm" /><ref>Kahren feiert 100 Jahre zentrale Wasserversorgung des Saargaus. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 29. Juli 2011, abgerufen am 30. Mai 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref>
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Teil der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Kahren zu den Gemeinden der französischen Besatzungszone, die im Februar 1946 an das Saarland angeschlossen wurden, im Juni 1947 aber auch zu den Orten des Landkreises Saarburg, die wieder zurück gegliedert und Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz wurden.
Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde der Landkreis Saarburg auf der Grundlage des „Dritten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ mit Wirkung vom 7. Juni 1969 aufgelöst und seine Gemeinden dem neu gebildeten Landkreis Trier-Saarburg zugeordnet.<ref name="GV2016p155 f.">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref> Am 7. November 1970 wurde die dahin selbstständige Gemeinde Kahren mit zu diesem Zeitpunkt 223 Einwohnern nach Saarburg eingemeindet.<ref name="GV2006p195">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>
Politik
Ortsbezirk
Kahren ist gemäß Hauptsatzung einer von zwei Ortsbezirken der Stadt Saarburg. Der Bezirk umfasst das Gebiet der ehemaligen Gemeinde. Die politischen Interessen des Stadtteils werden von einem Ortsbeirat und einem Ortsvorsteher vertreten.<ref>Hauptsatzung der der Stadt Saarburg vom 31. August 1999 in der Fassung der 13. Änderungssatzung vom 3. November 2020. (PDF) § 2 Ortsbezirke. Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg-Kell, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juni 2021; abgerufen am 30. Mai 2021.</ref>
Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.<ref>Ortsbeiratswahlen: 9. Juni 2024, Ortsbezirk Kahren. Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg-Kell, abgerufen am 19. Dezember 2024.</ref>
Reinhardt Paulus wurde 2011 Ortsvorsteher von Kahren.<ref>Saarburg-Kahren: Reinhardt Paulus neuer Ortsvorsteher. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 11. Juli 2011, abgerufen am 30. Mai 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref> Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 81,75 %<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Mai 2021 (siehe Saarburg-Kell, Verbandsgemeinde, 28. Ergebniszeile). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 76,4 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.<ref>Ortsvorsteherwahlen: 9. Juni 2024, Saarburg-Kahren. Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg-Kell, abgerufen am 19. Dezember 2024.</ref>
Sein Vorgänger Reiner Glosse hatte das Amt zwölf Jahre ausgeübt.<ref>Ortsvorsteher von Saarburg-Kahren hört zum 1. April auf. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 23. März 2011, abgerufen am 30. Mai 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).</ref>
Sehenswürdigkeiten
In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz werden folgende Kulturdenkmäler genannt:<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Trier-Saarburg</ref>
- Römisch-Katholische Filialkirche St. Matthias, Saalbau mit Querhaus, gotischer Kern und spätere Erweiterungen
- Dorfbrunnen und Portal aus dem 19. Jahrhundert
- Einklassiger Schulsaal (um 1850)
- Hosteturm, Wasserbehälter und Aussichtsturm (1911/12)<ref name="Hosteturm">Wasserturm auf dem Hosteberg. Eintrag in der Datenbank der Kulturgüter in der Region TrierVorlage:Abrufdatum.</ref>
- Wegekapelle und ein Pfeilerkreuz (Rotes Kreuz) in der Gemarkung
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Eine um 1800 gepflanzte Eiche wird als Naturdenkmal geführt.<ref>200-jährige Eiche in der Dorfmitte. Eintrag in der Datenbank der Kulturgüter in der Region TrierVorlage:Abrufdatum.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Wirtschaft und Infrastruktur
Kahren liegt an der Landesstraße 132, die als Saargaustraße die Hauptstraße des Ortes ist. Am nordöstlichen Ortsrand zweigt die Kreisstraße K 124 ab.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />