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Cabanossi

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Datei:Cabanossi Jause.jpg
Cabanossi

Als Cabanossi oder Kabanossi bezeichnet man im deutschsprachigen Raum verschiedene Wurstsorten. Als Herkunft wird einerseits der polnisch-ukrainische Raum angegeben, andere Quellen nennen Ungarn bzw. den Balkan<ref>Udo Pini: Das Gourmethandbuch. Köne, 2000, ISBN 3-8290-1443-0, S. 133.</ref> als Ursprungsgebiet. Gemeinsam ist die Verwendung von Rind- und Schweinefleisch (roher Speck bzw. Schweinebauch) zur Herstellung sowie die Herstellung als Würstchen zu ca. 100 Gramm je Stück. Typisch ist die Würzung mit Paprikapulver, häufig wird auch Knoblauch verwendet. Laut einer Verordnung der EU (Nr. 1044/2011) ist der Name Kabanosy der typisch polnischen Variante vorbehalten, der auch geschützt ist. Alle anderen Variationen sind somit landesspezifisches Äquivalent.

Name

Vorlage:Hinweisbaustein Der Ursprung der Kabanoswurst und ihr Name ist bis heute umstritten; möglicherweise kommt der Wurstname „Kabanos“ von Cabanos, einer Schutzhütte für die Besatzung und ihre Vorräte auf einem Schiffsdeck, deren Bezeichnung von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), von arabisch und sizilianisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) stammt. Auch altfranzösisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), italienisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), portugiesisch und spanisch ist {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (bzw. ‚Herde‘), die Bewohner solcher Hütten werden ebenfalls {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) genannt. Zudem steht das Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) im Russischen für ‚Wildschwein‘.

Rohwurst

Datei:Cabanossi Wurst angeschnitten.jpg
Angeschnittenes Stück einer Cabanossi deutscher Herstellung

Brühwurst

  • Variante E: Zur Vorbereitung wird eine Rinderbrät-Grundmasse aus sehnen- und fettreichem Rindfleisch hergestellt. Daneben zerkleinert man Schweinebauch mit einem Fleischwolf. Zur Herstellung füllt man das Rinderbrät in einen Kutter und mischt den gewürzten Schweinebauch und die anderen Zutaten unter, sodass noch Fleisch als Einlage erkennbar ist. Typische Gewürze sind auch hier Nitritpökelsalz, Pfeffer, Knoblauch und Paprikapulver. In der gewerblichen Wurstherstellung fügt man auch Farbstabilisatoren hinzu. Danach füllt man es in Schweinedärme mit einem Kaliber von 26/28 und dreht sie zu einem Stückgewicht von 100 Gramm ab. Anschließend wird die Wurst für eine Stunde heißgeräuchert und abschließend kurz gebrüht.<ref>Hermann Koch, Martin Fuchs: Die Fabrikation feiner Fleisch- und Wurstwaren. 22., erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-86641-187-6, S. 344.</ref>
  • Variante F: Die Herstellung von Cabanossi als „Brühwurst mit grober Fleischeinlage“ unterscheidet sich leicht von den Brühwürstchen. Hierfür wird der Schweinebauch grob gewolft und ggf. zusätzlich mit Glutamat gewürzt. Die Masse wird in Hautfaserdärmen mit 55 mm Durchmesser und 40 cm Länge abgefüllt. Nach dem Brühen werden die Würste abschließend für ca. Sechs Stunden kaltgeräuchert.<ref>Hermann Koch, Martin Fuchs: Die Fabrikation feiner Fleisch- und Wurstwaren. 22., erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-86641-187-6, S. 287.</ref>
  • Variante G: In der Ungarischen Küche bezeichnet man mit Kabanossi dickere Debrecziner.<ref>Hans-Joachim Rose: Küchenbibel. Enzyklopädie der Kulinaristik. Hrsg.: Ralf Frenzel. Tre Torri, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-937963-41-9, S. 439.</ref>
  • Variante H: Gemäß dem Brockhaus Kochkunst bezeichnet man damit eine polnisch-ukrainische(?) Brühwurstsorte.<ref>Brockhaus Kochkunst. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus, 2008, ISBN 978-3-7653-3281-4, S. 96.</ref>
  • Variante J: Im Österreichischen Lebensmittelbuch werden Cabanossi als Fleischwürste, eine Sorte der Brühwurst, beschrieben. Für die Herstellung verwendet man mageres Schweinefleisch und/oder Rindfleisch, Schweinekopffleisch, Speck und Brät. Der Trockenverlust im Herstellungsprozess liegt bei mindestens 35 %.<ref>B.4.2.2.4 Einteilung der Fleischwürste. Sorte 2b. ÖLMB, 2026, abgerufen am 11. März 2026.</ref>
  • Variante K: Im Register der Traditionellen Lebensmittel beschreibt man Cabanossi als Brühdauerwürste/Fleischwürste. Sie bestehen aus geschrotetem, gepökeltem Schweine- und Rindfleisch im Brät. Sie werden gewürzt, traditionell über Buchenholz geräuchert, gebrüht und anschließend nachgereift und luftgetrocknet. Sie sind längliche, dünne, in der Regel entweder stückweise abgedrehte beziehungsweise an den Enden abgebundene oder als „Meterwürste“ gefertigte Würste, die außen dunkel braun-rot gefärbt sind. Sie weisen durch die Trocknung eine unregelmäßige „eingezogene“ Oberfläche auf. Im Schnittbild sind weiße Speckeinlagen sichtbar. Sie zeichnen sich durch einen kräftigen und würzigen Geschmack aus. Cabanossi gelten in Österreich als traditionelle Jausenwürste.<ref>Wolfgang Wernert, Doris Reinthaler & Eva Sommer: Traditionelle Herstellung von Cabanossi in Österreich. Registernummer: 155. bmnt.gv.at, 11. August 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Oktober 2019; abgerufen am 27. Mai 2023.</ref>

Einzelnachweise

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