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K. H. Türk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein K. H. Türk, mit vollem Namen Karl Heinz Türk (* 30. Januar 1928 in Hirschberg im Riesengebirge, Provinz Niederschlesien; † 19. Juni 2001 in Nürtingen) war ein deutscher Künstler (Malerei, Bildhauerei und Grafik).

Leben und Werk

Karl Heinz Türk kam nach Einsatz im Reichsarbeitsdienst und in der Wehrmacht (1944/1945) nach Wolfenbüttel. Als einer der ersten jungen Menschen ging Türk kurz nach Kriegsende nach Schottland, wo er sich von 1946 bis 1948 aufhielt und in einem der anthroposophisch orientierten Heime der Camphill-Bewegung arbeitete; dabei machte er seine ersten Erfahrungen als Heilpädagoge. Es folgte eine Begegnung mit der Bildhauerin Barbara Hepworth in Cornwall. Hier entwickelte sich der intensive Wille, selbst gestalterisch tätig zu werden.

Nach zwei Jahren Englandaufenthalt kehrte Türk wieder nach Wolfenbüttel zurück; hier begann er an der Werkkunstschule Braunschweig ein Studium (1950 bis 1952). Zwei Jahre später siedelte er nach Stuttgart um, um sich an der Akademie bei den Professoren Otto Baum, Hills, Schellenberger und Rudolf Daudert das Rüstzeug für seinen späteren Beruf als freier Bildhauer zu erwerben (1953 bis 1956).

Ab 1957 war K. H. Türk als freischaffender Künstler in Hardt, einem Stadtteil von Nürtingen, tätig.

In Nürtingen gründete K. H. Türk mit seiner Frau Ilse († 29. April 2001) 1977 die Freie Kunstschule (heute Freie Kunstakademie) und 1986 die Hochschule für Kunsttherapie, die er ab 1987 als Gründungsrektor leitete.

1985 wurde K. H. Türk durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg zum Honorarprofessor, 1987 zum Professor ernannt. 2018 wurde in Nürtingen an der Freien Kunstakademie ein Gedenkort für den Künstler und Schulgründer eingeweiht.<ref>Ein Mensch von großer Tatkraft - Nürtinger Zeitung. Abgerufen am 15. Januar 2019.</ref>

Auszeichnungen

Forum K. H. Türk

Das „Forum Ilse und K. H. Türk“ wurde im Jahr 2007 durch einen Kreis von Freunden und ehemaligen Schülern gegründet. Anliegen des Vereins Forum Türk ist es, das geistige und künstlerische Erbe von Ilse und K. H. Türk zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ausstellungen

Bekannte Werke

Datei:Liebfrauenkirche Duisburg - brennender Dornbusch.jpg
Moses und der brennende Dornbusch an der Liebfrauenkirche Duisburg
Datei:Hoegy nuertingen skulptur.jpg
Skulptur auf dem Schulhof

Literatur

Schriften von K. H. Türk

  • K. H. Türk, J. Thies (Hrsg.): Therapie durch künstlerisches Gestalten. Wider die Handlungsverarmung in unserer Zeit. Urachhaus, Stuttgart 1986, ISBN 3-87838-495-5.
  • Wir sind noch immer der erste Mensch. Eine Symptomatologie zur Kultur- und Kunstgeschichte der werdenden Menschheit. Bimax, München 1998, ISBN 3-932540-07-7.
  • Bilanz meines Lebens. Autobiographie eines Verstorbenen. Ch. Möllmann, Borchen 2008, ISBN 978-3-89979-096-2.

Darstellungen

  • Martin Fuchs, Eugen Gomringer: Der Bildhauer K. H. Türk. Werkbericht. Belser, Stuttgart 1988, ISBN 3-7630-2067-5.
  • Marc Fredric Gundel: Akademie-Schülerschaft und Lehre nach 1945. Zur Bedeutung und Problematik am Beispiel von Otto Baum und Herbert Baumann als Kunsthochschullehrer. Dissertation Universität Heidelberg. Heidelberg 1995, S. 68–70.
  • Albrecht Leuteritz: K. H. Türk – Eisenplastiken und Meditationsobjekte. In: Musik-, Tanz- und Kunsttherapie. (Hogrefe-Verlag). Vol. 11, No. 1, Januar 2000, S. 36–39. ISSN 0933-6885

Weblinks

Commons: K. H. Türk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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