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Künstliche Besamung

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Datei:Bundesarchiv Bild 183-68288-0006, Jesewitz, Besamungstechniker mit Bauer im Gespräch.jpg
Ein Besamungstechniker im Gespräch mit einem Landwirt (1960)
Datei:Artificial insemination of a dairy cow.jpg
Besamung einer Kuh
Datei:Leben aus der Petrischale - Fortpflanzung in der modernen Rinderzucht.webm
Künstliche Besamung in der Rinderzucht (2016)

Die künstliche Besamung (KB) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), AI) ist eine Methode zur Zeugung von Nachkommen, bei der Sperma eines männlichen Zuchttiers gewonnen (Absamen) und instrumentell in die Geschlechtsorgane eines weiblichen Zuchttiers eingeführt wird. Je nach Tierart wird das Sperma entweder in die Vagina (Scheidenbesamung) oder die Gebärmutter (Uterusbesamung) appliziert.

Diese Methode wird alternativ zum Natursprung beispielsweise bei Hausrindern und Hausschweinen, aber auch bei Hauspferden und Honigbienen angewandt. Anschließend bewegen sich die Spermien eigenaktiv durch den Eileiter auf die Eizelle zu, so dass jeweils ein Spermium in je eine Eizelle eindringen kann. Mit der darauf folgenden Fusion der beiden Zellkerne von Eizelle und Spermium ist die eigentliche Befruchtung abgeschlossen. Zur Bestimmung des optimalen Zeitpunkts wird unter anderem der Progesterontest durchgeführt. In Österreich wird sie im Brunstkalender vermerkt. Die erste künstliche Besamung wird als Erstbesamung bezeichnet, die in einer späteren Brunst als Wiederholungsbesamung (Zweit-, Drittbesamung etc.)

Falls eine künstliche Besamung nicht erfolgversprechend ist, kann in der Reproduktionsmedizin sowohl bei Menschen als auch bei Tieren eine künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation) durchgeführt werden.

Vorteile gegenüber der natürlichen Besamung durch Begattung (Natursprung) sind beispielsweise, dass besondere Vererber und Veredler als Vatertiere genutzt werden können, die an weit entfernten Orten leben, der Schutz vor Deckinfektionen und Verletzungen, die Entlastung stark frequentierter Vatertiere sowie die Besamung von sehr vielen weiblichen Tieren.

In der Rinderzucht wird vor allem Gefriersperma,<ref>Artikel aus der Süddeutschen Zeitung über die künstliche Besamung in der Rinderzucht</ref> verwendet. Der Abstand zwischen zwei Besamungen wird als Zwischenbesamungszeit bezeichnet, er sollte in einem Bestand maximal 25 Tag betragen. In der Pferdezucht wird sowohl Frisch- als auch Gefriersperma<ref>Frozen only, Gefriersperma für Pferde</ref> verwendet. In der Zucht Englischer Vollblüter ist die künstliche Besamung – gleich welcher Art – international verboten. Ein Pferd, das auf diese Weise gezeugt wurde, wird nicht in das Stutbuch für Rennpferde eingetragen und darf nicht an öffentlichen Rennen teilnehmen.

Die künstliche Besamung von Bienenköniginnen ist ein wichtiger Bestandteil der Züchtung geworden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Länderinstitut für Bienenkunde – künstliche Besamung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.hu-berlin.de</ref>

Geschichte

Bereits im 18. Jahrhundert berichtete Johann Gottlieb Gleditsch über eine Methode zur künstlichen Besamung bei Forellen und Lachsen, die er von Herrn Baron von Veltheim zu Harbser erhalten hatte und künstliche Befruchtung nannte:

„Das Wesentliche besteht darin, daß ein Weibchen, welches reife Eyer im Leibe hat, gelinde gestrichen wird, daß es solche ins Wasser fallen läßt; man nimmt alsdenn eben dergleichen mit einem Männchen vor, daß desen Saamen über die Eier sprüzt.“<ref>XXVII. Histoire de l'Ac. Roy. des Sciences et belles lettres. Année 1764. Tome XX. Berlin, Haude und Spener 1766. 498 Quartf. 10 Kupfert. In: Friedrich Nicolai (Hrsg.): Allgemeine deutsche Bibliothek. Band 7, Nr. 1. Friedrich Nicolai, Berlin und Stettin 1768, S. 237–238 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Künstliche Besamung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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