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Körnchenschirmlinge

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Körnchenschirmlinge
Datei:2010-10-17 Cystoderma amianthinum cropped.jpg

Amiant-Körnchenschirmling (Cystoderma amiantinum)

Systematik
Unterabteilung: Agaricomycotina
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Squamanitaceae
Gattung: Körnchenschirmlinge
Wissenschaftlicher Name
Cystoderma
Chevall.

Die Körnchenschirmlinge (Cystoderma)<ref name="speciesfungorum" /> sind eine Gattung von Pilzarten aus der Familie der Squamanitaceae.

Die Typusart der Gattung ist der Amiant-Körnchenschirmling (Cystoderma amianthinum).<ref name="Scopoli1772" />

Merkmale

Bei den Vertretern der Gattung handelt es sich um kleine bis mittelgroße Arten mit typisch körniger, manchmal auch gerunzelter Hutoberfläche. Der körnige Hutbelag, der aus rundlichen Zellen gebildet wird, ist abwischbar. Der Hut ist weiß, rosa, gelbocker, orangebraun oder weinrötlich gefärbt. Im Unterschied zu den Schirmlingen (Lepiota) sind die weißlichen bis gelblichen Lamellen immer mehr oder weniger breit am Stiel angewachsen, sodass der Hut nicht ohne Verletzung vom Stiel getrennt werden kann. Typisch ist auch der aufsteigende Ring, der mehr oder weniger die gleiche Farbe wie der Hut hat. Der Stiel ist gestiefelt und hat eine glatte Spitze. Unterhalb des Rings oder der Ringzone ist er körnig-schuppig. Das Sporenpulver ist weiß bis blass cremefarben.

Die Huthaut enthält kettenförmig angeordnete Sphaerozysten. Die meist recht kleinen Sporen weisen keinen Keimporus auf und sind bei den meisten Arten amyloid, bei einigen jedoch inamyloid. Bei den meisten Arten kommen keine Zystiden vor.<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Ökologie

Die Körnchenschirmlinge sind Saprophyten, die an keine bestimmte Baumarten gebunden sind. Die überwiegend temperaten Arten wachsen zumeist in Nadelwäldern in der Moosschicht.

Arten

Typische und häufige Arten sind der Amiant-Körnchenschirmling (Cystoderma amianthinum) und der Starkriechende Körnchenschirmling (Cystoderma carcharias). Die Gattung ist in Europa und Nordamerika weit verbreitet. In Mitteleuropa gibt es je nach Artabgrenzung etwa 12 bis 16 Arten.

Körnchenschirmlinge (Cystoderma) in Europa
Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat
Amiant-Körnchenschirmling Cystoderma amianthinum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Scopoli 1772) Fayod 1889
Arktischer Körnchenschirmling Cystoderma arcticum <templatestyles src="Person/styles.css" />Harmaja 1984
Cystoderma bonnardii <templatestyles src="Person/styles.css" />Thoen 2005
Starkriechender Körnchenschirmling Cystoderma carcharias
(beschrieben als „carcharios“)
<templatestyles src="Person/styles.css" />(Persoon 1801) Fayod 1889
Häutigberingter Körnchenschirmling Cystoderma fallax <templatestyles src="Person/styles.css" />A.H. Smith & Singer 1945 ('1944')
Cystoderma freirei <templatestyles src="Person/styles.css" />Justo & M.L. Castro 2003
Cystoderma haematites <templatestyles src="Person/styles.css" />(Berkeley & Broome 1878) Konrad & Maublanc 1927
Langsporiger Körnchenschirmling Cystoderma jasonis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Cooke & Massee 1888) Harmaja 1978
Lilastieliger Körnchenschirmling Cystoderma lilacipes <templatestyles src="Person/styles.css" />Harmaja 1978
Schneeweißer Körnchenschirmling Cystoderma niveum <templatestyles src="Person/styles.css" />Harmaja 1985
Cystoderma saarenoksae <templatestyles src="Person/styles.css" />Harmaja 1985
Winter-Körnchenschirmling Cystoderma simulatum <templatestyles src="Person/styles.css" />P.D. Orton 1960
Purpurbrauner Körnchenschirmling Cystoderma subvinaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />A.H. Smith 1945 ('1944')
Weinroter Körnchenschirmling Cystoderma superbum <templatestyles src="Person/styles.css" />Huijsman 1956 emend. Huijsman 1958
Cystoderma tricholomoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Heinemann & Thoen 1973
Cystoderma tuomikoskii <templatestyles src="Person/styles.css" />Harmaja 1979

Systematik

Die Körnchenschirmlinge werden traditionell in die Familie Champignonverwandten (Agaricaceae) beziehungsweise in die Familie der Schirmlingsverwandten (Lepiotaceae) gestellt. Bon und viele andere Autoren sahen die Gattung aber aufgrund der Lamellenhaltung und der Tramasituation im Hut-Stielübergang in der Familie der Ritterlingsverwandten (Tricholomataceae). Phylogenetische Studien zeigen, dass die Gattung der Körnchenschirmlinge im engen Sinn zusammen mit dem Glimmerschüppling und der Gattung Squamanita s. str. eine gemeinsame Klade bilden<ref name=":0" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>, die als Familie der Squamanitaceae zu bezeichnen ist<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>.

Die früher ebenfalls zu den Körnchenschirmlingen gestellten Vertreter der Gattung Cystodermella sind nicht näher mit den Körnchenschirmlingen i. e. S. verwandt, sondern bilden zusammen mit der Gattung Ripartitella eine eigene Klade.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name=":0" />

Bedeutung

Alle Arten sind ungenießbar.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Scopoli1772">Joannes Antonius Scopoli: Agaricus amianthinus. In; Flora carniolica 2. 1772. S. 434.</ref>

<ref name="speciesfungorum"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Index Fungorum, abgerufen am 27. November 2011.</ref>

</references>

Weblinks

Commons: Körnchenschirmlinge (Cystoderma) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien