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Königstein (Westerhausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Königstein
Der Königstein von Süden aus Richtung Westerhausen
Der Königstein von Süden aus Richtung Westerhausen
Höhe 189 m ü. NHN
Lage bei Westerhausen, Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt (Deutschland)
Gebirge nördliches Harzvorland
Koordinaten 51° 48′ 40″ N, 11° 3′ 18″ OKoordinaten: 51° 48′ 40″ N, 11° 3′ 18″ O
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Königstein (Westerhausen) (Sachsen-Anhalt)
Königstein (Westerhausen) (Sachsen-Anhalt)
Besonderheiten Kamelfelsen
Der Königstein von Südsüdwesten
Der Königstein von Südsüdwesten

Der Königstein im nördlichen Harzvorland ist eine 189 m ü. NHN<ref name="STviewer" /> hohe Erhebung bei Westerhausen im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Er ist durch seine Felsformationen aus Sandstein, die Kamelfelsen, bekannt.

Geographische Lage

Der Königstein liegt im nördlichen Harzvorland im Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt. Er erhebt sich nördlich von Westerhausen (östlicher Ortsteil von Thale) und nördlich der Kreisstraße 2358 (Westerhausen–Börnecke). Nachbarberg im Nordwesten ist der 178,1 m hohe Jätchenberg. In Richtung Osten fällt die Landschaft über den von Börnecke kommenden Börnecker Graben (Börnigergraben) und den durch Westerhausen fließenden Mühlengraben zum Zapfenbach ab. Nördlich beider Erhebungen verläuft die Bundesautobahn 36.

Landschaftsbild

Der Königstein hat die Form eines in Nordwest-Südost-Richtung verlaufenden Rückens, der nach Nordosten relativ steil, nach Südwesten aber deutlich flacher abfällt. Er ist großteils von Laubwald bewachsen.<ref name="STviewer" /> Am Südhang des Königsteines wird Wein angebaut, es handelt sich um das nördlichste Weingut im Anbaugebiet Saale-Unstrut.<ref name="HzWg" /><ref name="WbvSU" /> Der Kammbereich wird von den auffälligen Kamelfelsen dominiert, deren Name sich von ihrer Form herleitet: Sie sollen, von Süden oder Norden betrachtet, an zwei liegende Kamele erinnern.<ref name="OH" />

Kamelfelsen

Die Kamelfelsen bestehen aus verhärtetem Sandstein, der jedoch auch sehr weiche und brüchige Passagen aufweist. Diese Felsformationen entstanden wie auch die nahe Teufelsmauer durch die Entstehung des Bruchschollengebirges Harz und die daraus resultierenden Bodenverschiebungen im nördlichen Harzvorland. Wie bei der Teufelsmauer handelt es sich beim Königstein um eine Schichtrippe aus der Unterkreide. Als geologische Besonderheit wurde der Teufelstein bereits 1932 erstmals unter Schutz gestellt, seit 1997 ist er als „flächenhaftes Naturdenkmal“<ref name="OH" /><ref name="WhsnHei" /> eingetragen. An den Kamelfelsen gibt es mehrere Kletterrouten bis zum Schwierigkeitsgrad VIIIb (Sächsische Skala).<ref name="RouClim" />

Geschichte

Der Königstein wurde vermutlich bereits in der Steinzeit als Kultstätte genutzt. Hier sollen germanische Sonnwendfeiern stattgefunden haben,<ref name="HzReg" />. Die sog. „Sonnenscheiben“ am Felsen – kreisrunde in den Fels geschnittene Formen von ca. 1 m Durchmesser und größer, welche im unteren nördlichen Bereich des Felsens verteilt sind – stellen Zeugnisse der historischen Mühlsteingewinnung dar.<ref name="FrReinb" /><ref name="HzReg" /> Auch in unmittelbarer Umgebung gibt es mehrere archäologische Fundstätten. Die letzten bedeutenden Funde wurden beim Bau der B6n gemacht, die in unmittelbarer Nähe vorbeiführt.<ref name="WhsnInf" />

Literatur

  • Fritz Reinboth: Die „Sonnenräder“ vom Königstein bei Westerhausen – Kultgeräte oder Mühlensteine? Unser Harz, H. 7 (2005), S. 125–128.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="STviewer">Berghöhe – diverse Berge laut <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sachsen-Anhalt-Viewer (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de</ref> <ref name="HzWg">Weinberge/Königstein. harzer-weingut.de, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Mai 2010; abgerufen am 29. November 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.harzer-weingut.de</ref> <ref name="WbvSU">Weinanbau Saale-Unstrut – Weinlagen und Klima. Weinbauverband Saale-Unstrut, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Juli 2011; abgerufen am 29. November 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.weinbauverband-saale-unstrut.de</ref> <ref name="OH">Kamelfelsen, im Internetarchiv. ostharz.info, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. Januar 2015; abgerufen am 7. April 2016.</ref> <ref name="WhsnHei">Der Königstein. Verein für Heimatgeschichte und Naturschutz Westerhausen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. März 2016; abgerufen am 10. April 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.westerhausen-heimat.de</ref> <ref name="RouClim">Kamelfelsen. climbing.de, abgerufen am 29. November 2010.</ref> <ref name="HzReg">Vom Königstein zur Königspfalz. Regionalverband Harz, abgerufen am 29. November 2010.</ref> <ref name="FrReinb">Fritz Reinboth: Die „Sonnenräder“ vom Königstein bei Westerhausen: Kultgeräte oder Mühlsteine? Unser Harz 53 (7) (2005), S. 125–128</ref> <ref name="WhsnInf">Königstein. westerhausen-info.de, abgerufen am 29. November 2010.</ref> </references>