Königs-Seidelbast
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| Königs-Seidelbast | ||||||||||||
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Königs-Seidelbast (Daphne blagayana) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Daphne blagayana | ||||||||||||
| Freyer |
Der Königs-Seidelbast (Daphne blagayana) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seidelbast (Daphne) innerhalb der Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae).<ref name="GRIN" />
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Königs-Seidelbast ist ein immergrüner Zwergstrauch, der Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimetern erreicht. Es werden unterirdische Ausläufer ausbildet. Die Äste sind lang kriechend und aufsteigend. Die Zweige sind nur am oberen Ende beblättert.<ref name="Hegi1965" />
Die Laubblätter sind fast sitzend und überwintern.<ref name="Hegi1965" /> Die einfachen, lederigen, dunkel-grünen Blattspreiten sind bei einer Länge von 2 bis, meist 3 bis 6 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 1,5 Zentimetern länglich-elliptisch bis länglich verkehrt-eiförmig.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die endständigen Blütenstände enthalten meist 10 bis 15 (5 bis 20) kurz gestielte Blüten. Die Hochblätter sind hellfarbig, kürzer oder etwa halb so lang wie der Achsenbecher; die äußeren sind länglich-eiförmig, die inneren sind linealisch-lanzettlich.<ref name="Hegi1965" />
Die Blüten sind bis zu 2 Zentimeter lang, gelblich-weiß und duften stark.<ref name="Hegi1965" /> Der Achsenbecher ist schlank zylindrisch. Die Kronzipfel sind breit-eiförmig mit stumpfem oberen Ende.<ref name="Hegi1965" /> Der Fruchtknoten ist gestielt und weich behaart.<ref name="Hegi1965" />
Die Früchte sind weißgelb, wässrig-durchsichtig und kahl.<ref name="Hegi1965" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />
Ökologie
Vorlage:Hinweisbaustein Die Laubblätter werden von dem Schlauchpilz Phyllosticta carniolica befallen und erzeugen dort Flecken.<ref name="Hegi1965" />
Vorkommen
Der Königs-Seidelbast besitzt in Südosteuropa Vorkommen in den Ländern Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, Kosovo, Albanien, Nordmazedonien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />
Der Königs-Seidelbast gedeiht auf der Balkan-Halbinsel in lichten Laub- und Nadelwäldern, auf Waldwiesen sowie auf steinigen Abhängen in Höhenlagen bis zu 1000 Metern. In Rumänien erreicht er Höhenlagen bis zu 1200 Metern.<ref name="Hegi1965" />
Botanische Geschichte und Taxonomie
Der Königs-Seidelbast wurde von einem Grafen Blagay 1837 auf dem Lorenziberg bei Dobrova-Polhov Gradec in Slowenien als ein „unbekanntes Gewächs“ entdeckt. Diese Entdeckung erregte damals Aufsehen, sodass sogar König Friedrich August II. (Sachsen) dorthin reiste, um Pflanzenexemplare zu sehen. Danach erhielt sie auch den deutschsprachigen Trivialnamen Königsblume oder Königs-Seidelbast.<ref name="Hegi1965" /> Zur Erinnerung an diesen Besuch wurde dort ein Obelisk aufgestellt.
Die Erstbeschreibung von Daphne blagayana erfolgte 1838 durch Heinrich Freyer in Flora; oder (allgemeine) botanische Zeitung, Band 21 (1), S. 176.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" /> Ein Synonym für Daphne blagayana <templatestyles src="Person/styles.css" />Freyer ist Daphne lerchenfeldiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Schur<ref name="Tropicos" />
Nutzung
Der Königs-Seidelbast wird selten als Zierpflanze für Gehölzgruppen genutzt.
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN"> Daphne blagayana bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Daphne blagayana bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> J. Pedrol (2011+): Thymelaeaceae. Datenblatt Daphne blagayana In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Hegi1965"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 722–725. </ref> </references>
Weblinks
- Daphne blagayana bei Tropicos.org. In: A World Checklist of Thymelaeaceae. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).