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Kópasker

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Kópasker
Kópasker (Island)
Kópasker (Island)
Koordinaten 66° 18′ N, 16° 27′ WKoordinaten: 66° 18′ N, 16° 27′ W
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Basisdaten
Staat Island
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Norðurland eystra
Gemeinde Norðurþing
Einwohner 128 (1. Januar 2023)
Hafen von Kópasker
Hafen von Kópasker
Hafen von Kópasker
Datei:Kerk van Kópasker.JPG
Kirche von Kópasker (Snartarstaðakirkja)
Datei:Kópasker (school).jpg
Grunnskóli von Kópasker

Kópasker ([<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈkʰouːpaˌscɛˑr], dt.Schäre des Seehundjungen“) ist ein Ort der Gemeinde Norðurþing im Nordosten von Island.

Wirtschaftlich ist Kópasker von Landwirtschaft und Fischerei geprägt. Am 1. Januar 2023 hatte der Ort 128 Einwohner. Die Ortschaft wird aus dem Bohrloch Skógalón mit Thermalwasser versorgt.<ref name="geysir"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Reiseführer. Der Nord-Osten. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Juli 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geysir.com</ref>

Geografie

Kópasker liegt am Öxarfjörður im Westen der Halbinsel Melrakkaslétta und damit auf geologisch aktivem Gebiet, wo sich die nordöstliche Vulkan- und Riftzone mit einer Bruchzone kreuzt. Daher wird die Gegend manchmal – zuletzt 1976 – von heftigeren Erdbeben erschüttert.<ref name="Ari Trausti">Ari Trausti Guðmundsson: Lebende Erde. Facetten der Geologie Islands. Reykjavík, Mál og Menning, 2007, S. 139</ref>

Im Ortsteil Röndin kann man Sedimentschichten mit Muscheln aus der Eiszeit finden.<ref name="Íslandshandbókin">Íslandshandbókin. 1. bindi. Hg. Th. Einarsson e.a. 1989, S. 530f.</ref>

Etwa 20 Kilometer nördlich von Kópasker befindet sich der teilweise erodierte Vulkan Rauðinúpur (dt. „Rote Bergspitze“).

Geschichte

1880 entstand hier eine internationale Handelsniederlassung. Ein Dorf bildete sich an der Stelle aber erst ab etwa 1910 mit der Errichtung von Warenhäusern der Handelsgesellschaft Kaupfélag Norður-Þingeyinga<ref name="Íslandshandbókin" />. Der nördlich des Ortes gelegene Leuchtturm Kópaskersviti wurde 1945 errichtet.

Am 13. Januar 1976 richtete ein Erdbeben der Stärke 6.2 auf der Richter-Skala<ref name="Ari Trausti" />, dessen Epizentrum etwa 12 km südwestlich im Öxarfjörður lag<ref>Vegahandbókin. Hg Landmælingar Íslands. 2006, S. 376</ref>, im Ort erhebliche Schäden an, etwa an der Wasserversorgung und an den Hafenbefestigungen.

Lange Zeit war der Hafen nicht besonders gut ausgebaut, dies geschah erst nach 1989. Allerdings waren die Fischerei und Fischverarbeitung in den letzten 50 Jahren Haupteinnahmequellen des Ortes.

Der Ort dient auch als Servicezentrum für die Bauern der Umgebung mit Gesundheitszentrum, Läden und diversen Schuleinrichtungen (Kindergarten und Grunnskóli). Weiterhin im Ausbau begriffen sind die Angebote für Touristen mit diversen Gästehäusern und Restaurants. Wie in vielen Orten außerhalb des Hauptstadtgebietes spürt man auch hier die Landflucht, der Ort hatte 1988 noch 157 Einwohner<ref name="Íslandshandbókin" />. Bis 2006 gehörte Kópasker als Hauptort zur Landgemeinde Öxarfjörður (Öxarfjarðarhreppur), die nach Norðurþing eingemeindet wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das von Guðjón Samúelsson entworfene Heimatmuseum liegt beim Bauernhof Snartastaðir in der Nähe der Bezirksbibliothek<ref name="geysir" /> und östlich des Sees Kotatjörn. Es zeigt Werkzeuge und viele weitere alltägliche Gebrauchsgegenstände.

Verkehr

Kópasker liegt am Kópaskersvegur [[Vorlage:RSIGN/IS|Vorlage:RSIGN/IS]] der zum Sléttuvegur [[Vorlage:RSIGN/IS|Vorlage:RSIGN/IS]] wird. Das war der Norðausturvegur [[Vorlage:RSIGN/IS|Vorlage:RSIGN/IS]], der die Halbinsel an der Küste umrundet. Der Ort ist 579 Kilometer von der Hauptstadt Reykjavík sowie 99 Kilometer von Húsavík entfernt. Der Flugplatz Kópasker liegt nördlich des Ortes und wird von der isländischen Flugüberwachung Isavia betrieben. Es gibt kein Linienflugverbindungen. Der Handelshafen eignet sich für Hochseeschiffe.<ref name="geysir" />

Siehe auch

Literatur

  • Jens Willhardt, Christine Sadler: Island. 3. aktualisierte und überarbeitete Auflage. Michael Müller, Erlangen 2003, ISBN 3-89953-115-9, S. 436f.

Weblinks

Commons: Kópasker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />