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Käthe Niederkirchner (Schiff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Käthe Niederkirchner p1
Schiffsdaten
Flagge Deutsche Demokratische RepublikDatei:Civil Ensign of East Germany (1959–1973).svg DDR
Schiffstyp Motorschiff
Klasse Typ X
Rufzeichen DEVE
Heimathafen Rostock
Reederei VEB Deutsche Seereederei
Bauwerft VEB Warnow-Werft, Rostock-Warnemünde
Baunummer 515
Taufe 22. Februar 1964
Stapellauf 22. Februar 1964
Verbleib gesunken am 23. August 1965 auf 58° 41′ N, 2° 56′ W
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Schiffsmaße und Besatzung
Länge 142,20 m (Lüa)
Breite 18,59 m
Tiefgang (max.) 7,25 / 8,55 m
Vermessung 4.993 / 7.723 BRT
 
Besatzung 40
Maschinenanlage
Maschine 1 Zweitakt-Siebenzylinder Maschine, VEB Dieselmotorenwerk Rostock, Lizenz MAN
Maschinen­leistung 5.850 PS (4.303 kW)
Höchst­geschwindigkeit 15 kn (28 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 7.569 tdw / 10.288 tdw

Das Frachtschiff Käthe Niederkirchner war ein Handelsschiff der Deutschen Seereederei Rostock, der Staatsreederei der Deutschen Demokratischen Republik, und das fünfte einer Serie von sechzehn Schiffen vom Typ X. Gebaut wurde es auf der VEB Warnow-Werft in Rostock. Es war nach der Widerstandskämpferin Käthe Niederkirchner benannt.

Geschichte

Das Frachtschiff wurde am 22. Februar 1964 als fünftes Schiff der Serie mit dem Namen Käthe Niederkirchner vom Stapel gelassen. Am 31. Juli 1964 lieferte die Warnow-Werft das Schiff mit der Baunummer 515 an die Deutsche Seereederei Rostock aus. Die zweite Reise des Schiffes endete tragisch mit dem Totalverlust.

Der Untergang

Am 11. August 1965 verließ das Schiff den kubanischen Hafen Matanzas mit dem Direktziel Rostock. Geladen hatte es eine Komplettladung Weißzucker für die DDR und den Weiterverkauf in sozialistische Nachbarländer. Der Heimatkurs führte, wie damals häufig gewählt, nördlich an den Britischen Inseln vorbei in die Nordsee, durch das Skagerrak in die Ostsee.

Um Reisetage einzusparen, schlug der Politoffizier am 23. August 1965 dem Kapitän vor, nicht um die Pentland Inseln herumzufahren, sondern mittendurch. Entsprechendes Kartenmaterial befand sich nicht auf dem Schiff. Nach schottischen Auskünften hatte noch nie zuvor ein so großes Schiff diesen Kurs gewählt. Von der dort herrschenden Strömung wusste man nichts. Festgestellt wurde lediglich, als das Schiff sich eine halbe Meile vor dem Leuchtturm der Pentland Skerries vor der schottischen Küste im Pentland Firth befand, ein Geschwindigkeitsverlust auf gerade 5 Knoten über Grund, obwohl die Maschine mit voller Drehzahl lief. Aufkommender Nebel behinderte die Sicht. An der Westseite der Muckle Skerry lief das tiefbeladene Schiff wegen starker Versetzung durch Strom auf Grund und kenterte. Es sank auf der Position 58° 41′ N, 2° 56′ W

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  }}. Die Besatzung, bestehend aus 40 Personen, sowie neun an Bord mitreisenden Frauen und ein Kind konnten sich mit dem Motorrettungsboot des Schiffes auf Muckle Skerry retten. Hierbei stiegen die Leuchtturmwärter des Pentland-Skerry-Leuchtturms die Klippen hinab und dirigierten das Rettungsboot zu einer sicheren Anlegestelle.<ref>Informationen des Northern Lighthouse Boards</ref>

Die erhoffte Zeiteinsparung endete mit einem Totalverlust.

Literatur

  • Gert Uwe Detlefsen: VEB Deutsche Seereederei Rostock (= Deutsche Reedereien, Band 23). Detlefsen, Bad Segeberg 2005, ISBN 3-928473-81-6, S. 168.

Fußnoten

<references/>