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Justizvollzugsanstalt Hannover

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Justizvollzugsanstalt Hannover
Eingangsbereich
Informationen zur Anstalt
Name Justizvollzugsanstalt Hannover
Bezugsjahr 1963
Haftplätze ca. 600<ref name=":0" />
Mitarbeiter ca. 500 (Vollzeit)
Anstaltsleitung Marco Koutsogiannakis
Website https://www.justizvollzugsanstalt-hannover.niedersachsen.de/startseite/
Datei:Knast - panoramio.jpg
Eingezäuntes Gelände der Justizvollzugsanstalt Hannover

Die Justizvollzugsanstalt Hannover ist die größte Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen.

Geschichte

Sie wurde 1959 bis 1963 als Ersatz für das 1875 außerhalb der Stadt Hannover errichtete, durch Stadterweiterungen dann aber mitten im Zentrum liegende, ehemals Königliche Zellengefängnis am heutigen Raschplatz errichtet.<ref>Klaus Mlynek: Gefängnisse. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein u. a. (Hrsg.): Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 206.</ref> Die JVA an der Schulenburger Landstraße im Stadtteil Hainholz verfügt über rund 600 Haftplätze und beherbergt jährlich etwa 13.500 Personen. Sie hat eine Teilanstalt in Langenhagen für den Vollzug der Abschiebehaft und eine Freigängerabteilung in der Haltenhoffstraße. Die JVA Hannover dient ferner als sogenannte Einweisungsabteilung (auch Drehscheibe genannt), über die Gefangene in Niedersachsen nach Durchlaufen des Einweisungsverfahrens gemäß dem niedersächsischen Einweisungs- und Vollstreckungsplan auf die einzelnen Justizvollzugsanstalten in ganz Niedersachsen verteilt werden. Dabei werden jährlich ca. 13.000 Gefangene transportiert, von denen etwa 6.000 mindestens eine Nacht im Transporthaus übernachten.<ref name=":0">Wissenswertes – Justizvollzugsanstalt Hannover. In: niedersachsen.de. Justizvollzugsanstalt Hannover, abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref>

Bis heute hält sich der Spitzname Hotel zur Kugel für die JVA Hannover. Dies rührt daher, dass sich von 1963 bis 2005 vor dem Haupteingang ein kugelförmiger Gasometer befand.<ref>50 Jahre Justizvollzugsanstalt Hannover. In: niedersachsen.de. Justizvollzugsanstalt Hannover, 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. März 2025; abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref>

Die Teilanstalt in Langenhagen wurde 1999 als Abschiebestation konzipiert. Zwischenzeitlich wurden dort auch Strafgefangene untergebracht; zur Erfüllung europarechtlicher Vorgaben wurde die Abteilung Langenhagen zum 1. Januar 2014 entsprechend ihrer ursprünglichen Bestimmung wieder in eine ausschließliche Abschiebungshafteinrichtung überführt.<ref>Kai von Appen: Inhaftierung von Abschiebehäftlingen: Flüchtlinge unter sich. In: taz.de. 1. Januar 2014, abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref>

2025 wurde bekannt, dass die Justizvollzugsanstalt trotz Investitionen von rund zehn Millionen Euro in jüngerer Zeit marode geworden ist. Die niedersächsische Landesregierung kündigte an, die Anstalt durch einen Neubau zu ersetzen. Neben der Verbesserung des Sicherheitsstandards soll die Belegungskapazität auf 800 Plätze erhöht werden und es soll ein Hochsicherheitssaal für Terrorprozesse gebaut werden.<ref>Marode JVA Hannover: Land plant Neubau und Erweiterung. In: ndr.de. 12. Juni 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

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Koordinaten: 52° 24′ 46″ N, 9° 42′ 2″ O

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