Justizvollzugsanstalt Aachen
| Justizvollzugsanstalt Aachen Besuchereingang | |
| Informationen zur Anstalt | |
|---|---|
| Name | Justizvollzugsanstalt Aachen |
| Bezugsjahr | 1994 |
| Haftplätze | 769<ref>Informationsbroschüre: Justizvollzug in Nordrhein-Westfalen, Herausgeber: Justizministerium NRW, 2008, S. 51</ref> |
| Mitarbeiter | 370 |
| Anstaltsleitung | Jörg-Uwe Schäfer |
Die Justizvollzugsanstalt Aachen ist eine Justizvollzugsanstalt (JVA) für erwachsene männliche Strafgefangene und Untersuchungsgefangene in der Stadt Aachen, sie liegt in der Aachener Soers.
Die JVA Aachen verfügt derzeit über 684 Haftplätze für Untersuchungs- und Strafgefangene. Zusätzlich gibt es noch 35 Plätze in einer geschlossenen sozialtherapeutischen Abteilung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 6. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Im Januar 2014 war die Anstalt mit 733 Gefangenen belegt. Die Sicherungsverwahrung wird seit einigen Jahren nicht mehr in Aachen vollzogen.
Geschichte
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) wurde zwischen 1990 und 1994 als Ersatz für das alte Gefängnis am Adalbertsteinweg neu erbaut. Die Einweihung des 106 Millionen DM teuren Komplexes erfolgte am 25. April 1995. 2001 war bereits eine Erweiterung der Gebäude nötig. Dadurch konnten dann 2004 die Insassen der alten JVA in die neue Anstalt umziehen. Im gleichen Jahr wurden die alten Gebäude am Adalbertsteinweg abgerissen, um einem neuen Justizzentrum Platz zu machen. Lediglich das denkmalgeschützte Eingangsportal (ehemalige Eingangsschleuse) wurde erhalten und dient jetzt als Zugang zum Justizzentrum.
Zuständigkeit
Die JVA Aachen ist zuständig für den Vollzug von:
- Untersuchungshaft, Auslieferungs- und Durchlieferungshaft, Zivilhaft und Strafarrest an Erwachsenen für den Oberlandesgerichtsbezirk Köln und der Landgerichtsbezirk Aachen mit den nachgeordneten Amtsgerichtsbezirken Düren, Eschweiler, Geilenkirchen, Heinsberg, Jülich, Monschau, Schleiden.
- Freiheitsstrafe (Regelvollzug) von 3 Monaten bis einschließlich 1 Jahr 6 Monate
- Freiheitsstrafe von mehr als 24 Monaten an Ausländern
- Freiheitsstrafe von mehr als 2 Jahren entsprechend dem Ergebnis des Einweisungsverfahrens
- Sozialtherapeutische Abteilung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Justizvollzug Vollstreckungsplan Zweckbestimmung ( vom 28. Juli 2014 im Internet Archive)</ref>
Die Zuständigkeiten der Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen sind im Vollstreckungsplan des Landes NRW geregelt (AV d. JM v. 16. September 2003 – 4431 – IV B. 28 -).<ref>Vollstreckungsplan für das Land Nordrhein-Westfalen, (AV d. JM v. 16. September 2003 – 4431 – IV B. 28 -). (PDF 1,2 MB) Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1. April 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. März 2016. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
In den Medien
Ende November 2009 geriet die JVA Aachen in die Schlagzeilen, als den beiden Schwerverbrechern Peter Paul Michalski und Michael Karl Heckhoff die Flucht gelang.<ref>Spiegel Online: JVA Aachen: Bewaffnete Schwerverbrecher fliehen per Taxi, 27. November 2009, abgerufen am 2. Dezember 2009</ref> Die beiden waren u. a. wegen Raubüberfällen, Geiselnahmen, Mord und versuchtem Mord zu lebenslanger Haft verurteilt worden und gelten als sehr gefährlich. Ein Justizbeamter wurde wegen des Verdachts der Gefangenenbefreiung verhaftet.<ref>Spiegel Online: Flucht aus Aachener Gefängnis: Polizei nimmt JVA-Angestellten fest, 27. November 2009, abgerufen am 2. Dezember 2009</ref> Die beiden Ausbrecher wurden nach drei<ref>Basler Zeitung: Polizei fasst einen Gefängnisausbrecher, 29. November 2009, abgerufen am 2. Dezember 2009</ref> bzw. fünf Tagen Flucht wieder gefasst. Das Landgericht Aachen hat die beiden Ausbrecher am 9. Februar 2011 zu zehn bzw. zehneinhalbjährigen Haftstrafen mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Justizvollzugsbeamte wurde zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Bei dem Prozess gaben Heckhoff und Michalski an, dass die widrigen Umstände, die in der JVA Aachen herrschten, sie zur Flucht getrieben hätten.
Weblinks
- Website der JVA
- Vollstreckungsplan für das Land Nordrhein-Westfalen, (AV d. JM v. 16. September 2003 – 4431 – IV B. 28 -). (PDF 1,2 MB) Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1. April 2010, abgerufen am 7. März 2016.
Einzelnachweise
<references />
Aachen | Attendorn | Bielefeld-Brackwede | Bielefeld-Senne | Bochum | Bochum-Langendreer | Jugendarrestanstalt Bottrop | Castrop-Rauxel | Detmold | Dortmund | Duisburg-Hamborn | Düsseldorf | Jugendarrestanstalt Düsseldorf | Essen | Jugendarrestanstalt Essen | Euskirchen | Geldern | Gelsenkirchen | Hagen | Hamm | Heinsberg | Herford | Hövelhof | Iserlohn | Kleve | Köln | Jugendarrestanstalt Lünen | Moers-Kapellen | Münster | Justizvollzugskrankenhaus Nordrhein-Westfalen in Fröndenberg | Remscheid | Jugendarrestanstalt Remscheid | Rheinbach | Schwerte | Siegburg | Werl | Jugendarrestanstalt Wetter | Willich I (mit Zweiganstalt Mönchengladbach) | Willich II | Wuppertal-Ronsdorf | Wuppertal-Vohwinkel
Umgewidmete Justizvollzugsanstalten: Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige Büren (ehemalige Justizvollzugsanstalt Büren)
Koordinaten: 50° 48′ 2,9″ N, 6° 5′ 55,3″ O
{{#coordinates:50,800809|6,0987|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=DE-NW
|type=landmark
}}