Jugendbündnis Zukunftsenergie
Das Jugendbündnis Zukunftsenergie<ref>Das Jugendbündnis Zukunftsenergie - Eintrag im Lexikon der Nachhaltigkeit, abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref> (JBZE) war ein überverbandliches, offenes, von Jugendlichen selbstverwaltetes Netzwerk aus Jugendorganisationen und Einzelpersonen, das von 2003 bis 2019 bestand.<ref name="nabu12257"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das JBZE auf den Seiten des NABU ( vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive), abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref><ref>Klimadelegation e.V. 21. Juli 2019, abgerufen am 18. April 2020.</ref> Das Jugendbündnis Zukunftsenergie war beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit einem Jugendkomitee vertreten und fungierte als Interessensvertretung der jungen Generation bezüglich der Thematik: „Klima und nachhaltige Energieversorgung“ auf verschiedenen politischen Ebenen mit nationaler und internationaler Ausrichtung.
Gründung
Das Jugendbündnis Zukunftsenergie<ref name="nabu12257" /> wurde 2003 im Kontext der Vorbereitung des Youth Energy Summit 2004 vom 28. bis 31. Mai 2004, der im Vorfeld der Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien Renewables 2004 in Bonn stattfand, gegründet.
Organisation
Die Organisation des Netzwerkes oblag allein den Jugendlichen.<ref name="nabu12257" /> Als Trägerverbände fungierten die BUNDjugend, die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend im ländlichen Raum (BAG ejl), die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), die Naturfreundejugend Deutschlands (NFJD) und die Naturschutzjugend (NAJU).
Ziele
Ziel des Jugendbündnisses waren nach eigener Darstellung, eine „nachhaltige und generationengerechte“ Energieversorgung durch 100 % Erneuerbare Energien sicherzustellen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ziele des JBZE ( vom 26. September 2012 im Internet Archive), abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref> Das JBZE forderte einen vollständigen Verzicht auf fossile Energieträger, das Ende der Nutzung der Atomenergie sowie einen raschen Ausbau regenerativer Energien. Darüber hinaus betonte das Jugendbündnis Zukunftsenergie die Bedeutung der Bildung von Kindern und Jugendlichen hinsichtlich eines nachhaltigen Umgangs mit Energie und befürwortete die Behandlung des Themenkomplexes Erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz als wichtiges Thema in Schulen und Universitäten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung im Kontext von Energiemärchen ( vom 18. September 2013 im Internet Archive)</ref> Die Bildung der jungen Generation in Fragen des nachhaltigen Klimaschutzes war ebenfalls zentrales Anliegen.
Projekte
Interessensvertretung national
Das Jugendkomitee, das aus dem JZBE heraus als eigene Delegation im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eingerichtet worden ist,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das JKEE auf den Seiten des JBZE ( vom 26. September 2012 im Internet Archive), abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref> war ein regelmäßiges Treffen von Jugendlichen, das im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit stattfand. Es hatte zum Ziel, die Positionen und Visionen der Jugendlichen an Politiker des Bundesumweltministeriums heranzutragen und mit ihnen gemeinsam an deren Umsetzung zu arbeiten, aber auch die Möglichkeit bereitzustellen, kritisch auf die Tagespolitik einzuwirken. Das Komitee wurde nach dem Youth Energy Summit 2004 in Bonn zusammen mit der damaligen parlamentarischen Staatssekretärin Margareta Wolf ins Leben gerufen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />YES2004 vom 28. - 31. Mai 2004 in Bonn: "Wann, wenn nicht jetzt! Wer, wenn nicht wir!" ( vom 25. April 2017 im Internet Archive), abgerufen am 5. Februar 2011.</ref> und hat sich erstmals am 25. Oktober 2004 getroffen. Am 24. April 2005 hat Staatssekretärin Wolf mit dem Bündnis eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. In dieser wurden Jugendliche aufgefordert, sich für eine Energiewende einzusetzen. Als Motto wurde der Satz „Strahlende Zukunft ohne Atom“ kreiert.
Wolf stellte heraus, dass die damalige Energiepolitik gerade die junge Generation betreffe und es daher notwendig sei, Jugendliche in Debatten und Entscheidungsprozesse zu integrieren. Die Aufgabe des Jugendbündnisses bestand im Kontext der Vereinbarung in der Vermittlung von Positionen und Projekten der Jugendlichen während Wolf zusagte, zum einen Regierungsinitiativen darzulegen und zum anderen Gesprächsergebnisse an Entscheidungsträger der Politik und Wirtschaft weiterzutransportieren. Auch Bildungsmaßnahmen rund um das Thema „Erneuerbare Energien“ sollen verstärkt werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BMU - Jugendaktion ( des Vorlage:IconExternal vom 8. April 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Strahlende Zukunft ohne Atom vom 24. April 2005</ref> Das Jugendbündnis Zukunftsenergie war Mitorganisator des Jugendklimagipfels 2011 in Berlin und hat gemeinsam mit der Klima-Allianz Deutschland eine Presseerklärung herausgegeben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 13. Oktober 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 105 kB) Presseerklärung zum Jugendklimagipfel 2011 in Berlin, abgerufen am 19. Dezember 2011</ref> Das Jugendbündnis war als Experte auch beim Ethikrat zur Energiewende, der von Angela Merkel anlässlich der Reaktorkatastrophe von Fukushima eingesetzt worden war, vertreten. Dies erfolgte am 28. April 2011 im Kontext einer im Fernsehen und Internet übertragenen öffentlichen Anhörung. Vertreter Christian Schwarzer forderte hier eine schnelle Abschaltung aller Atomkraftwerke ein.<ref>[1] in Thüringer Allgemeine vom 29. April 2011: Ethikrat zur Energiewende lud Experten nach Berlin, abgerufen am 20. Dezember 2011.</ref>
Im Kontext der Energiewende setzte sich das Bündnis in einem Projekt mit der Naturfreundejugend für eine sozial- und umweltverträgliche Umsetzung ein. Verschiedenste Konfliktfelder wie Landschaftsumbau durch neue Stromleitungen, Vogelverlust durch Windräder, Rapsmonokulturen oder hohe Strompreise wurden bearbeitet. Den Projektabschluss markierte eine bundesweite dreitägige Jugendkonferenz im Oktober 2013 in Berlin. Der Austausch zwischen Jugend, politischen Entscheidungsträgern und Fachleuten soll das zentrale Thema sein.<ref>Jugend setzt auf Zukunftsenergie (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Interessensvertretung international
Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen war das Jugendbündnis Zukunftsenergie mit einer Delegation vertreten. Der Delegationsleiter Christian Schwarzer sah die Aufgabe des Bündnisses dort in einem Beitrag zur gemeinsamen international ausgerichteten Interessensvertretung der jungen Generation zu den UN-Verhandlungen.<ref>Wichtig ist, dabei zu sein. In: Kölner Stadtanzeiger online. 16. Dezember 2009, abgerufen am 6. Juni 2018.</ref> Die Kontaktaufnahme zu Delegierten zahlreicher Regierungen sowie Nicht-Regierungsorganisationen, um die eigenen „Forderungen an eine lebenswerte Zukunft“ zu transportieren, wurde ebenfalls als Schwerpunkt genannt, ebenso wie Kontakt zu Demonstranten des Global day of Action.<ref>Westfälische Nachrichten (PDF; 1,2 MB) vom 12. Dezember 2009: Ohne Professur zum Klimagipfel, abgerufen am 20. Dezember 2011.</ref> Eine Jugenddelegation des JZBE war auch bei den Internationalen Klimaverhandlungen 2012 in Bonn<ref>Die Jugenddelegation auf den Seiten des JBZE (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref>, anwesend. Die Aufgabe der Jugenddelegation des Bündnisses hierbei bestand zum einen darin, die interne Vernetzung der Jugendlichen bei den Klimaverhandlungen zu verbessern, zum anderen dazu beizutragen, das komplexe Geschehen im Kontext der Verhandlungen zielgruppengerecht für Jugendliche aufzubereiten sowie verständlich nach außen zu kommunizieren. Weiter beabsichtigte das Bündnis die Sonderstellung als Jugendliche in die Waagschale werfen und mittels ungewöhnlicher Protestformen mediale Aufmerksamkeit auf das Klimaproblem lenken sowie als unabhängig von Status oder Arbeitgeber die eigenen Anschauungen „laut und ehrlich“ darlegen. Das Bündnis begriff sich hier auch als diejenigen, die die Konsequenzen einer verfehlten Klimapolitik tragen müssten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Eine aus dem Jugendbündnis Zukunftsenergie hervorgegangene Klimadelegation war auch bei der Klimakonferenz in Marrakesch vertreten. Vertreter Julius Schlumberger gab an, dass das Thema der Generationengerechtigkeit dort für die Delegation im Fokus stand. Sie wollte darauf hinwirken, bei der jungen Generation frühzeitig durch Bildung ein Bewusstsein für den Klimawandel zu erzeugen und verdeutlichen, dass junge Menschen in den Verhandlungsprozess zum Klimawandel einzubeziehen seien. Die Klimadelegation unterstützte eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Klimawandels. Hierbei waren die Schnittstellen zwischen Klimaschutz und Menschenrechten ein zentraler Punkt, was in der Gründung einer Task Force zum Thema Ausdruck fand, in deren Kontext das Thema Klimaflüchtlinge bearbeitet wird.<ref>Aachner Student bei Klimagipfel in Aachener Zeitung vom 17. November 2016, abgerufen am 23. Januar 2017.</ref>
Bildungsprojekte
Das Jugendbündnis bot Informationsveranstaltungen in Schulen an. So wurden beispielsweise Erfahrungen der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen von Jutta Wieding im Schulbereich mit andern Jugendlichen kommuniziert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Christian Franke - Leine-Zeitung ( des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 135 kB) in Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse (Hannover): Wiedding kehrt desillusioniert zurück vom 22. Dezember 2009, Seite 5, abgerufen am 22. Dezember 2011.</ref> Das Jugendbündnis fungierte als Ansprechpartner für Akteure, die mit der jungen Generationen Themen rund um den Klimaschutz bearbeiten wollten und wurde als solcher in einer Materialsammlung zum Thema Klimaschutz unter dem Logo: „Umweltbildung in Bayern“, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, explizit erwähnt.<ref>Mobilspiel (PDF; 202 kB) - Ökoprojekt Recherche Klima, abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref>
Weitere wichtige Projekte
Die weiteren wichtigen Projekte des Jugendbündnis Zukunftsenergie waren u. a.:
- das Global Village auf dem Weltjugendtag 2005 in Bonn
- die Jugendkonferenzen für Erneuerbare Energien Youth Energy Summit YES2004 und YES2006
- die Ökostromkampagne „ZEIG' WAS DU HAST“
- die Europäische Jugendkonferenz für Energie und Klima YouPEC 2007 in Berlin
- die Energiemaerchen-Plakatkampagne<ref>Plakatkampagne (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref>, mit einseitiger Anzeige in Der Spiegel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abdruck der Plakatkampagne im Spiegel ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Dezember 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 2008 und <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage ( vom 3. April 2009 im Internet Archive).
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jugendbündnis Zukunftsenergie ( vom 13. März 2013 im Internet Archive)
- Das Jugendbündnis Zukunftsenergie – Eintrag im Lexikon der Nachhaltigkeit
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-08
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-03
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2019-04
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2018-04
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Ökologischer Jugendverband
- Organisation (Energiepolitik)
- Organisation (Klimapolitik)
- Verbandsgründung 2004
- Aufgelöst 2019
- Verein (Berlin)