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Joseph Probst (Heimatforscher)

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Datei:Joseph Probst.jpg
Joseph Probst

Joseph Probst (* 30. Mai 1852 in Nesselwang; † 16. Mai 1899 in Würzburg) war ein deutscher Lehrer und Heimatforscher der Stadt Germersheim. Er schrieb unter anderem das Standardwerk der Germersheimer Geschichte, die Geschichte der Stadt und Festung Germersheim.

Geboren als Sohn des Metzgermeisters Martin Probst besuchte er in seiner Kindheit und Jugend das Kemptener Gymnasium, um daraufhin an der Universität München Philologie zu studieren. Nachdem er ein Jahr lang Präfekt des Studienseminares Landshut gewesen war, wurde er am 1. Dezember 1879 Assistenz-Gymnasiallehrer des Progymnasiums Hammelburg und am 27. April 1888 auf die Lateinschule Germersheim versetzt, wo er am 1. Mai 1888 seinen Dienst als „Studienlehrer“ antrat. Er erteilte Unterricht in den Fächern Deutsch, Latein, Arithmetik, Geschichte, Geographie und Naturkunde. Bereits zwei Jahre später begann er, in der gedruckten Literatur Informationen über die Geschichte Germersheims zusammenzusuchen; ab 1892 betrieb er archivarische Quellenarbeit. Er vollendete das Werk 1898. Infolgedessen wurde er durch „Allerhöchste Entschließung“ vom 6. Juli 1898 als Beförderung ans Progymnasium in Würzburg versetzt, wo er am 16. Mai des darauffolgenden Jahres einer Krankheit erlag. Er wurde auf dem Friedhof in Hammelburg beigesetzt.

Joseph Probst war Vater des Politikers Alfons Probst (* 25. März 1886 in Hammelburg; † 23. März 1945), des Ehemanns der späteren Bundestagsvizepräsidentin Maria Probst (* 1. Juli 1902 in München; † 1. Mai 1967 ebenda). Seine Tochter Euphrosyna starb bereits im Alter von sechs Jahren infolge der Diphtherieepidemie in Germersheim, sein Sohn Franz am Tag seiner Geburt (*† 12. Juli 1888).

Im Germersheimer Stadtrat wurde zweimal die Frage, ob ihm das Ehrenbürgerrecht verliehen werden soll, ergebnislos vertagt, bevor er starb und die Frage damit gegenstandslos wurde. Die Hauptverkehrsader der Stadt, die ehemalige B 9, wurde nach ihm benannt.

Literatur

  • Reinhold Klotz: Germersheim – Meine Heimatstadt. Germersheim, 1994. S. 240ff.

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