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Joseph Calleia

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Datei:Saqqajja, Mdina 07.jpg
Büste für Calleia in Notabile, dem heutigen Mdina, auf Malta

Joseph Calleia (* 4. August 1897 in Notabile<ref name ="Pittsburgh Press">Film Actor Heads Malta War Relief. In: The Pittsburgh Press, 22. November 1942.</ref>; † 31. Oktober 1975 in Sliema, Malta; eigentlich Joseph Alexander Caesar Herstall Vincent Calleja<ref>Across from Malta. In: The New York Times, 21. Oktober 1934.</ref>) war ein maltesischer Schauspieler.

Leben

Calleias Eltern, Pasquale und Eleonore Calleja (geb. Spurin), waren spanischer und englischer Herkunft.<ref name ="Pittsburgh Press"/> Während Calleia die Colleges St. Julian’s und St. Aloysius auf Malta besuchte, entdeckte er sein Talent für Gesang und Komposition. Er gründete eine Musikkapelle, mit der er 1914 im Alter von 17 Jahren Malta verließ, um durch Europa zu reisen. In den darauffolgenden Jahren spielten er und seine Band in den Cafés und Musikhallen der vom Ersten Weltkrieg gebeutelten Hauptstädte.<ref name ="Malta Independent">Joseph Calleia – Malta’s Hollywood actor (1897–1975). In: The Malta Independent, 21. Mai 2013.</ref> Über Engagements in Paris und London kam er 1926 nach New York, wo er schon bald ins Schauspielfach wechselte und für seine ersten Rollen am Broadway den Künstlernamen Joseph Spurin nach dem Mädchennamen seiner Mutter verwendete. Talentsucher aus Hollywood wurden schließlich auf ihn aufmerksam, worauf er 1931 einen Vertrag bei MGM erhielt und fortan als Joseph Calleia der Schauspielerei nachging.

Zwischen 1931 und 1963 spielte er in 57 Spielfilmen. Aufgrund seines südländischen Aussehens wurde er zumeist als Lateinamerikaner, Grieche oder Araber besetzt. Häufig war er dabei auch als Polizist zu sehen, so beispielsweise als Inspektor Slimane in Algiers (1938) neben Charles Boyer und Hedy Lamarr oder als Detective Maurice Obregon im Film-noir-Klassiker Gilda (1946), für den er mit Rita Hayworth und Glenn Ford gemeinsam vor der Kamera stand. An der Seite von Orson Welles spielte er in dessen zynischem Film noir Im Zeichen des Bösen (1958) als Sergeant Menzies eine seiner wichtigsten Leinwandrollen. 1963 beendete er seine Schauspielkarriere und kehrte in seine Heimat nach Malta zurück.

Ab 1929 war Calleia mit Eleonore Vassallo verheiratet. Die Ehe, die kinderlos blieb, währte bis Vassallos Tod im Jahr 1967. Joseph Calleia starb sieben Jahre später im Alter von 78 Jahren. Er wurde in der Familiengruft auf dem Friedhof Santa Maria Addolorata in Paola beigesetzt. Posthum wurde Calleia eine besondere Ehrung seines Landes zuteil, als Malta 1997 anlässlich seines 100. Geburtstags zwei Briefmarken mit seinem Konterfei veröffentlichte.<ref name ="Malta Independent"/> Im Oktober 2005 wurde vor seinem Geburtshaus eine Büste von ihm errichtet. Sie wurde von der Bank of Valletta gesponsert und vom maltesischen Bilderhauer Anton Agius angefertigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BOV sponsors Commemorative Bust Honouring Joseph Calleia. (Memento vom 20. November 2010 im Internet Archive) bov.com (Bank of Valletta), 1. März 2006.</ref>

Filmografie (Auswahl)

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Weblinks

Commons: Joseph Calleia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise

<references />

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