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Josef März (Unternehmer)

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Josef März (* 26. Juli 1925; † 12. April 1988 in Rosenheim) war ein deutscher Unternehmer. Von Rosenheim aus baute er den gleichnamigen Getränke- und Nahrungsmittelkonzern auf.

Geschäftlicher Aufbau und Blütezeit

Josef März besuchte in Rosenheim das Gymnasium und studierte später Jura. Bereits 1948 trat er in das Milchgeschäft, die Molkerei Gebr. März, seines Vaters Willi senior ein.<ref name = Stadtarchiv>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Stadtgeschichte - Josef März.] In: Stadtarchiv Rosenheim. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Anfänge bestanden aus einer kleinen Molkerei mit angeschlossenem Milchgeschäft.<ref name = Welt>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gebr. März AG: Aufstieg und Fall eines bayerischen Imperiums.] In: Die Welt. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Anschließend bauten Josef und seine Brüder Andreas und Willi junior das Geschäft aus und stiegen in den Großhandel mit Milchprodukten ein. In den 1960er Jahren wurden die Geschäftsaktivitäten durch die Übernahme des Rosenheimer Schlachthofs ausgeweitet. Mit der Gründung der Marox GmbH erfolgte der Einstieg in die Fleischverarbeitung. Später gehörten hierzu weitere Produktionsstätten in München und Pfaffenhofen sowie im Ausland in Frankreich, Griechenland und Togo.<ref name = Stadtarchiv/> Über den Viehhandel wurden intensive Geschäftsbeziehungen in Afrika aufgebaut. Anfang der 1970er Jahre wurde die Marox Afrique in Togo gegründet und 1974 dort eine Brauerei übernommen. Dies war der Anfang eines wachsenden Bierbraugeschäfts. In den 1980er Jahren wurden die Brauereien EKU, Henninger, Bavaria-St Pauli, Brau AG und Jever mehrheitlich erworben. Die Gruppe wuchs dadurch zum zweitgrößten Brauereikonzern in Deutschland.<ref name="Welt" /> In den 1970er und verstärkt in den 1980er Jahren wurde der Viehhandel mit der DDR ausgebaut. Dies führte zu einem engen Kontakt zwischen März und dem Leiter der DDR-Behörde für Kommerzielle Koordinierung, Alexander Schalck-Golodkowski.<ref name = Welt/>

Politische Beziehungen

Josef März und Franz Josef Strauß, der ebenfalls aus einer Metzgersfamilie stammte, kannten und befreundeten sich seit den 1960er Jahren. März war zeitweilig stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsbeirates der CSU sowie auch Bezirksschatzmeister der Partei von Oberbayern.<ref name = Spiegel77>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Schwarzes Patenkind.] In: Der Spiegel. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Gemeinsam mit Strauß pflegte er gute Kontakte zum togolesischen Präsidenten Etienne Eyadéma, einem ehemaligen General, der 1967 durch einen Staatsstreich an die Macht gelangt war und dem von Amnesty International Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.<ref name = Spiegel77/>

Nachdem Josef März Strauß mit Schalck-Golodkowski bekannt machte, veranlasste Strauß 1983 die Gewährung von zwei Milliardenkrediten durch ein westdeutsches Bankenkonsortium an die DDR.<ref name = Handelsblatt>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Milliardenkredite – Hilfe für die DDR.] In: Handelsblatt. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Der Milliardenkredit – Rettete Strauß die DDR?] In: Die Geschichte der CSU. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. Oktober 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> März fungierte als Mittelsmann, Gastgeber und Kurier bei den Kontakten zwischen München und Ost-Berlin.<ref name = Spiegel9108>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Streng vertrauliche Verbindung.] In: Der Spiegel. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Gut Spöck (Gemeinde Söchtenau), Gästehaus der Familie März, diente als diskreter Treffpunkt. Vor diesem Hintergrund entwickelten sich auch die Fleischimporte der Marox Firmengruppe aus der DDR sehr erfolgreich, die zudem für März sehr margenträchtig waren.<ref name = Spiegel9111>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wenn's paßt, langen wir zu - Der fabelhafte Aufstieg der bayerischen Schalck-Partnerfirma März zum Lebensmittelkonzern.] In: Der Spiegel. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Josef März war außerdem Sponsor des Eishockeyclubs Sportbund Rosenheim (heute Starbulls Rosenheim), dieses Engagement trug wesentlich zu drei Titelgewinnen (1982, 85 und 89) bei.<ref>Der Sportbund Rosenheim. Die größten Erfolge. In: eishockey-in-rosenheim.de, abgerufen am 20. August 2018.</ref>

Tod und Niedergang des Konzerns

Im April 1988 starb Josef März.<ref name = Stadtarchiv/> Seine beiden Brüder Andreas und Willi übernahmen die Unternehmensführung. Sie brachten den Konzern unter dem Namen Gebr. März AG im Jahr 1991 an die Börse. Die Unternehmensexpansion wurde durch den Erwerb einer Drittelbeteiligung an dem Hauptwettbewerber Moksel sowie durch weitere Unternehmenszukäufe im Nahrungsmittelbereich (unter anderem Heinrichsthaler Milchwerke) fortgesetzt. 1992 wurde ein Jahresumsatz von 2,14 Mrd. DM erzielt, der Konzern zählte rund 80 Tochtergesellschaften und es wurden über 6000 Mitarbeiter beschäftigt.<ref name = Zeit>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ein Imperium zerbröselt.] In: Zeit Online. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Wachstum war allerdings im Wesentlichen fremdfinanziert, außerdem brach nach der Wiedervereinigung das lukrative Geschäft mit der DDR weg. Das Unternehmen geriet nachhaltig in die roten Zahlen. Die Familie musste sich auf Drängen der Gläubiger von der Geschäftsführung zurückziehen, um eine Sanierung zu ermöglichen. Schließlich wurde am 11. März 1996 Vergleich wegen Zahlungsunfähigkeit beantragt, dem mangels Masse der Konkurs folgte.<ref name = BZ>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig März muß Konkurs anmelden.] In: Berliner Zeitung. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Unternehmen wurde im Zuge der Sanierungsbemühungen und danach als Folge des Konkurses komplett zerschlagen.

Einzelnachweise

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