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José Mujica

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Datei:Pepe Mujica em 2023 (cropped).jpg
José Mujica (2023)Datei:Firmamujica vec.svg

José Alberto Mujica Cordano (* 20. Mai 1935 in Montevideo; † 13. Mai 2025 ebenda), allgemein bekannt als Pepe Mujica, war ein linker und progressiver uruguayischer Politiker. Er war von 2010 bis 2015 Präsident Uruguays. Mujica genoss während seiner Präsidentschaft eine hohe Popularität, nicht nur wegen seiner Politik, sondern auch wegen seines Auftretens und seines bescheidenen einfachen Lebensstils. Von Beruf war er Blumenzüchter.

Leben

Mujica wurde im Stadtbezirk Paso de la Arena im Westen von Montevideo als Sohn von Demetrio Mujica und Lucy Cordano geboren. Sein Vater, ein später verarmter kleiner Estanciero, war baskisch-italienischer Herkunft; seine Vorfahren stammten aus der Ortschaft Muxika.<ref>Volver a las raíces auf montevideo.com.uy vom 18. Mai 2015, abgerufen am 18. Mai 2015 (spanisch).</ref><ref name=":0">Thomas Milz: Vom Guerillero zum volksnahen Staatschef Uruguays Ex-Präsident José «Pepe» Mujica ist im Alter von 89 Jahren gestorben, Neue Zürcher Zeitung, 15. Mai 2025, Seite 6</ref> Ein Urgroßvater aus armer italienischer Familie (der Vater seiner Großmutter väterlicherseits) gehörte dem herreristischen Blanco-Flügel an und war mehrfach Edil (ein politischer Mandatsträger im südamerikanischen Raum) in Colonia. Mujicas in Carmelo geborene Mutter war ebenfalls italienischer Herkunft, ihre Vorfahren waren Weinbauern aus dem Piemont, die fünf Hektar in Colonia Estrella in der Calera de las Huérfanas erwarben. Mujicas Eltern bekamen nach José 1940 noch eine Tochter, seine jüngere Schwester María Eudosia Mujica Cordano. Diese starb am 8. August 2012 mit 71 Jahren.<ref>Falleció hermana de Mujica – Luto presidencial auf montevideo.com.uy vom 8. August 2012, abgerufen am 9. August 2012 (spanisch).</ref>

Der Vater starb früh, José Mujica befand sich im dritten Schuljahr. Seine Mutter war fortan alleinerziehend und betrieb den familiären Blumenzuchtbetrieb unter Mithilfe ihrer Kinder. Die japanischen Nachbarn, ebenfalls Blumenzüchter, unterstützten die Familie. Später übernahm er den Blumenzuchtbetrieb seiner Mutter.

Mujica besuchte in seinem Geburtsviertel ab dem sechsten Lebensjahr die Grundschule Escuela Nº 150 und ging später auf das Liceo (Gymnasium). Nach Abschluss des Liceos besuchte er vorbereitende Kurse am rechtswissenschaftlichen Zweig des Instituto Alfredo Vázquez Acevedo (IAVA), setzte diesen Ausbildungsweg jedoch nicht fort.

Zwischen seinem 13. und dem 17. Lebensjahr betrieb er Radsport und nahm an mehreren Rennen teil.

Wegen seiner Tätigkeit in der Guerillabewegung Movimiento de Liberación Nacional – Tupamaros verbrachte er Jahre im Gefängnis, überwiegend in Einzelhaft.

Von 2005 bis zu seinem Tod war Mujica mit der MPP-Senatorin Lucía Topolansky verheiratet, mit der er bereits seit der Zeit seiner im Zuge der Amnestie vom 8. März 1985 erfolgten Entlassung aus dem Gefängnis liiert war. Sie war eine politische Weggefährtin und ehemalige Vizepräsidentin des Landes.

Mujica bekannte sich zum Atheismus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Präsident von Uruguay outet sich als Atheist (Memento vom 8. Juni 2012 im Internet Archive) wissenrockt.de vom 19. Mai 2012, abgerufen am 7. Juni 2012.</ref>

Im April 2024 gab Mujica seine Erkrankung an Speiseröhrenkrebs bekannt. Anfang 2025 bat er aufgrund seiner Streuung darum, künftig von Presseanfragen und Besuchen abzusehen.<ref>Abschied von José Mujica: „Mein Zyklus ist vorbei“. In: latinapress Nachrichten. 9. Januar 2025, abgerufen am 9. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 13. Mai 2025 starb er eine Woche vor seinem 90. Geburtstag in seiner kleinen Finca in Rincón del Cerro, wo er seit Jahrzehnten gelebt hatte.<ref>Uruguay de luto: Murió el expresidente José “Pepe” Mujica. Presidencia Uruguay, 13. Mai 2025, abgerufen am 14. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Así era la chacra donde Pepe Mujica vivió, murió y será enterrado. In: Primicas. 13. Mai 2025, abgerufen am 14. Mai 2025.</ref> In seinem letzten Interview äußerte er den Wunsch, er wolle im Garten seiner Farm an der Seite seiner Hündin unter einem Baum, den er selber gepflanzt habe, beerdigt werden.<ref name=":0" /><ref>Autor ungenannt: El pedido de Mujica: ser enterrado bajo un árbol en su chacra junto a su perra Manuela / En distintas entrevistas el exmandatario había solicitado ser cremado y que sus restos queden bajo la secoya, donde está su mascota. In: montevideo.com.uy/Noticias. Montevideo Portal, 13. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einfacher Lebensstil

Mujica verfolgte auch während seiner Präsidentschaft soweit möglich ein einfaches Leben. Er lebte weiterhin auf seinem kleinen Bauernhof („Chacra“) in Rincón del Cerro, ein Barrio von Paso de la Arena am Stadtrand von Montevideo<ref>Ex-Guerillero an der Staatsspitze in Neues Deutschland, 8. Oktober 2012.</ref> und verfolgte dort in seiner Freizeit Gärtnerei und Blumenzucht. Privat fuhr er immer noch seinen alten VW Käfer.<ref name="bbc">Jose Mujica: The world's 'poorest' president. In: BBC News. 7. November 2012 (bbc.com [abgerufen am 14. Mai 2025]).</ref>

Von dem monatlichen Präsidentengehalt in Höhe von 12.500 US-Dollar behielt er lediglich 10 %, weshalb er als „ärmster Präsident der Welt“ beschrieben wurde.<ref name="bbc" /><ref>Anne Herrberg: Uruguays Ex-Präsident Mujica ist im Alter von 89 Jahren gestorben. In: tagesschau.de. ARD, abgerufen am 14. Mai 2025.</ref> Den Rest spendete er an kleine Unternehmen und NGOs. Das sei genug Gehalt, so sagte er, schließlich lebten viele Bürger mit noch weniger. Auch seine Frau spendete einen großen Teil ihrer Einkünfte.<ref>Presidente mais pobre do mundo ainda anda de fusca e doa 90 % do salário. Pragmatisimo, 5. Juni 2012, abgerufen am 8. März 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Politische Karriere

Datei:Logo Tupamaros.svg
Logo des Movimiento de Liberación Nacional – Tupamaros

In seiner Jugend war Mujica politisch in einer Gruppierung der Partido Nacional im Umfeld des seinerzeitigen Arbeits- und Industrieministers Enrique Erro aktiv. Gemeinsam mit Raúl Sendic und anderen Weggefährten gründete er sodann Mitte der 1960er Jahre den Movimiento de Liberación Nacional – Tupamaros (MLN-T). Innerhalb dieser Bewegung gehörte er der als Los rehenes bezeichneten Gruppierung um den Gründer und Anführer Raúl Sendic und Eleuterio Fernández Huidobro an. Aufgrund dieser Tätigkeit wurde er inhaftiert.

Mujica saß fast 15 Jahre in Haft, die meisten davon während der uruguayischen Militärdiktatur (1973–1985), deren Überwindung er sich mit seinen Mitstreiterinnen der Stadtguerilla Tupamaros verschrieben hatte. Mujica wurde viermal inhaftiert und war an zwei Ausbrüchen beteiligt. Der Gefängnisausbruch im September 1971 wurde legendär, als 106 Guerilleros aus dem Gefängnis Punta Carretas in Montevideo durch einen langen, monatelang gegrabenen Tunnel entkamen. Aber Mujica wurde erneut verhaftet und gehörte 1972 zu den „neun Geiseln“ des Militärregimes, die hingerichtet werden sollten, wenn die Tupamaros wieder zu den Waffen greifen würde. Mujica überlebte schließlich doch Gefängnis und Folter, wenngleich gezeichnet. Er erkrankte schwer an einem Blasenleiden und verlor eine Niere.<ref name="Pepe" />

Nachdem die Demokratie in Uruguay 1985 wiederhergestellt worden war, wurde José Mujica zusammen mit anderen Tupamaros aus dem Gefängnis entlassen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., The Irish Times, 12. Oktober 2009</ref>

Die Tupamaros gründeten 1989 die Partei Movimiento de Participación Popular (MPP).<ref>Jose Mujica –– Biography & Facts. In: Encyclopedia Britannica. (britannica.com [abgerufen am 31. August 2018]).</ref>

Datei:Bandera del Frente Amplio.svg
Flagge der Frente Amplio

1994 wurde er als Abgeordneter für das Departamento Montevideo in die Cámara de Representantes und 1999 als Senator gewählt. Vom 15. Februar 1995 bis 14. Februar 2000 war er somit Abgeordneter der Frente Amplio im uruguayischen Repräsentantenhaus, anschließend ab dem 15. Februar 2000 bis zunächst 14. Februar 2005 für das Parteienbündnis Partido Encuentro Progesista/Frente Amplio Mitglied des uruguayischen Senats. 2004 hatte er dabei das Amt des Dritten Vizepräsidenten des Senats inne. Nach seiner Wiederwahl schloss sich eine weitere Amtszeit als Senator als Repräsentant des Encuentro Progresista/Frente Amplio/Nueva Mayoría-Bündnisses an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liste der uruguayischen Parlamentarier von 1830 bis 2005 auf parlamento.gub.uy (Memento vom 4. Februar 2014 im Internet Archive) (PDF; 7,8 MB).</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Presidente José Mujica Cordano (Memento vom 6. Oktober 2012 im Internet Archive) – Curriculum auf der Internetpräsenz der uruguayischen Präsidentschaftskanzlei, abgerufen am 8. Oktober 2012.</ref> Seit seiner Ernennung durch Tabaré Vázquez am 1. März 2005 bis zum 3. März 2008 hatte er das Amt des Ministers für Viehzucht, Landwirtschaft und Fischerei inne. Bis zu seinem Rücktritt am 24. Mai 2009 war Mujica Führer des Movimiento de Participación Popular (MPP), des mehrheitlichen Sektors des linken Parteienbündnisses Frente Amplio.<ref>Mujica de la chacra a la Presidencia. In: La República. 30. September 2009.</ref>

Im Juni 2009 wurde Mujica, der den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva als sein Vorbild bezeichnete,<ref>Ex-Guerillero an der Staatsspitze. Neues Deutschland, 1. Dezember 2009.</ref> zum Kandidaten des Linksbündnisses Frente Amplio für die Präsidentschaftswahl gewählt. Im ersten Durchgang am 25. Oktober 2009 verfehlte er die absolute Mehrheit mit 48 Prozent der Stimmen knapp. In der Stichwahl am 29. November 2009 erreichte er circa 53 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen seinen konservativen Konkurrenten Luis Alberto Lacalle durch.<ref>Uruguay elects Jose Mujica as president, polls show. BBC Online, 30. November 2009.</ref><ref>Breite Front für Ex-Guerillero José Mujica als Präsident. Stern, 30. November 2009.</ref><ref>75-jähriger Ex-Guerillero wird neuer Präsident. Handelsblatt, 30. November 2009.</ref>

Im Oktober 2011 unternahm Mujica erstmals in seiner Funktion als Staatspräsident eine zehntägige offizielle Europa-Reise, bei der er Schweden, Norwegen, Belgien und Deutschland besuchte.<ref>Uruguay: Pressestatements von Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Mujica, Agencia Latina Press vom 19. Oktober 2011, abgerufen am 11. Dezember 2011.</ref>

Im September 2013 hielt Mujica auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen einen längeren Vortrag über Menschheit und Globalisierung.<ref name="ONU">Mujica in der UN-Generalversammlung. El Observador, 25. September 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. September 2013; abgerufen am 29. September 2013.</ref>

Im August 2014 schloss Mujica aus, bei den Wahlen im Jahr 2015 als Kandidat für das Amt des Intendente in Montevideo anzutreten.<ref>Vivir en la capital (spanisch) auf www.montevideo.com.uy vom 24. August 2014, abgerufen am 25. August 2014.</ref> Nach seiner Präsidentschaft machte er als Senator weiter. Bei den Wahlen im Oktober 2014 errang er mit deutlicher Mehrheit einen Sitz im uruguayischen Senat.<ref>Boris Herrmann: Der Erdklumpen tritt ab. In: Süddeutsche Zeitung, 27. Februar 2015, abgerufen am 1. März 2015.</ref>

Im Oktober 2020 gab Mujica in Folge der Corona-Pandemie aufgrund seines geschwächten Immunsystems sein Amt als Senator auf und beendete damit seine politische Karriere. Ständig im Büro zu sitzen, sei keine Alternative dazu, rauszugehen und mit Menschen zusammenzukommen.<ref>Uruguay's ex-president 'Pepe' Mujica home after fish bone scare, France24 vom 28. April 2021, abgerufen am 27. Mai 2021.</ref>

Politische Positionen

Im Laufe der Jahre entwickelte Pepe Mujica pragmatische Züge. Vor seiner Wahl zum Präsidenten 2009 wurde er vom Guardian als „charismatischer, ehemaliger Guerillero mit einem Talent, den Rest Südamerikas zu beleidigen“ beschrieben.<ref>Rory Carroll: Former guerrilla José Mujica favourite in Uruguay election. In: The Guardian. 25. Oktober 2009, abgerufen am 15. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gleichzeitig schmiedete Mujica Allianzen mit vielen weiteren Regierungen des links-progressiven politischen Spektrum Lateinamerikas. So unterstützte er öffentlich die Politik von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und sprach sich gegen eine internationale Isolation des Irans aus.<ref>Mujica supports Lula da Silva government style and his Iran policy. mercopress.com, 28. November 2009, abgerufen am 15. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Mujicas Amtszeit fielen eine Reihe von sozialpolitischen Maßnahmen. Ferner startete er eine Diversifizierung des Energiesektors und begann, Uruguays Abhängigkeit vom Erdölimport durch den Ausbau Erneuerbarer Energiequellen zu reduzieren.<ref>Rebecca Bertram: Uruguay, Latin America’s Renewable Champion. energytransition.org, 27. Januar 2020, abgerufen am 15. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Aus seiner Amtszeit bleiben vor allem drei Gesetze in Erinnerung: die Legalisierung der Abtreibung Ende 2012 sowie 2013 die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe und die staatliche Regulierung des Marihuanamarktes. Uruguay war das weltweit erste Land, in dem der Verkauf von begrenzten Mengen Cannabis in Apotheken an registrierte Konsumenten legal wurde und der Anbau unter staatlicher Kontrolle erfolgte.<ref>Cannabis in Uruguay nun legal auf fr-online.de, 11. Dezember 2013, abgerufen am 24. Juni 2014.</ref> Dies führte sogar zur Nominierung Mujicas für den Friedensnobelpreis.<ref>Mythos Mujica. Deutsche Welle, 13. Mai 2014, abgerufen am 11. November 2021.</ref>

Zum Ende seiner fünfjährigen Präsidentschaft 2015 wurde Uruguay eine ökonomische und sozialpolitische Stabilität attestiert, von der „seine Nachbarstaaten nur träumen könnten“.<ref>Wyre Davies: Uruguay bids farewell to Jose Mujica, its pauper president. BBC News, 1. März 2015, abgerufen am 15. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mujica hatte eine Beliebtheitsrate von fast 70 Prozent.<ref name="Pepe" >Martin Ling: Politiker der Herzen – Uruguays Ex-Präsident José »Pepe« Mujica ist mit 89 Jahren verstorben, 14. Mai 2025</ref> Das lag weit über der Zustimmung bei seinem Sieg in der Stichwahl um die Präsidentschaft 2009 von fast 53 Prozent der Stimmen.

In einem Interview für die österreichische Tageszeitung Der Standard umschrieb Mujica 2015 seine politische Maxime in Anlehnung an seine Zeit als Aktivist der Untergrundbewegung Tupamaros:<ref>Camilla Landbǿ: Pepe Mujica: "Vielleicht bin ich ein wenig Anarchist". In: Der Standard. 2. März 2015.</ref>

„Wir wollten eine perfekte Welt. Wir wollten, dass Menschen mehr zu essen, ein Dach über dem Kopf, bessere Gesundheit und Bildung haben. Nichts ist schöner als das Leben, und gleich danach kommt die Gesellschaft. Der Mensch braucht die Gemeinschaft. Er ist, anthropologisch gesehen, Sozialist.“

Im 2023 hielt er eine Rede vor Studenten und erklärte, seine ungestümen Jugendjahre seien ein Fehler gewesen, es gebe nichts Besseres als Demokratie.<ref>José Mujica, the 'wizard of words' and his 30 most remembered quotes: "It's the most beautiful thing to enter a bank with a .45 caliber pistol. That way, everyone respects you", mundoamerica.com, 14. Mai 2025</ref> Dies wurde Teil seiner letzten öffentlichen Wortmeldung im Januar 2025:

„Es gibt nichts Besseres als Demokratie. Als ich jung war, dachte ich nicht so, das ist wahr. Ich hatte Unrecht. Aber heute kämpfe ich dafür. Es ist keine perfekte Gesellschaft, aber es ist die Bestmögliche.<ref>Mujica informa que el cáncer se expandió por su cuerpo; “hasta acá llegué”, dice, y se despide de sus “compatriotas”, busqueda.com.uy, 13 Mai 2025; “No hay nada como la democracia. Yo de joven no pensé así, es cierto. Me equivoqué. Pero hoy me bato por eso. No es la sociedad perfecta, es la mejor posible”,</ref>“

In jenem Interview verabschiedete er sich öffentlich von seinen Mitbürgern und fügte die Mahnung bei:

„Es ist leicht, diejenigen zu respektieren, die so denken wie man selbst, aber man muss lernen, dass die Grundlage der Demokratie der Respekt für diejenigen ist, die anders denken.<ref>José Mujica announces the progress of his disease: “I am doomed, this is as far as I've come”, mercopress.com, 9. Januar 2025</ref>“

Dokumentationen und Filme

Literatur

Weblinks

Commons: José Mujica – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Martín AguirrezabalaLandwirtschaftsminister Uruguays
1. März 2005 bis 3. März 2008
Ernesto Agazzi
Tabaré VázquezPräsident von Uruguay
1. März 2010 bis 1. März 2015
Tabaré Vázquez

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