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John Cullen (Eishockeyspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Geburtsdatum 2. August 1964
Geburtsort Puslinch, Ontario, Kanada
Größe 178 cm
Gewicht 85 kg

Position Center
Schusshand Rechts

Draft

NHL Supplemental Draft 1986, 1. Runde, 3. Position
Buffalo Sabres

Karrierestationen

1983–1987 Boston University
1987–1988 Flint Spirits
1988–1991 Pittsburgh Penguins
1991–1992 Hartford Whalers
1992–1994 Toronto Maple Leafs
1994–1995 Pittsburgh Penguins
1995–1998 Tampa Bay Lightning

Barry John Cullen (* 2. August 1964 in Puslinch, Ontario) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und -trainer, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1983 und 1998 unter anderem 674 Spiele für die Pittsburgh Penguins, Hartford Whalers, Toronto Maple Leafs und Tampa Bay Lightning in der National Hockey League (NHL) auf der Position des Centers bestritten hat. Neben zahlreichen Auszeichnungen der International Hockey League (IHL) erhielt Cullen im Jahr 1999 die Bill Masterton Memorial Trophy der NHL.

Karriere

Cullen spielte während seiner Juniorenzeit in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) für die Boston University. Dort zählte er zu den stärksten Spielern der Liga. Die Buffalo Sabres aus der National Hockey League (NHL) wählten ihn im NHL Supplemental Draft 1986 an der dritten Gesamtposition aus. Nach seiner Zeit in Boston wechselte Cullen in die International Hockey League (IHL) zu den Flint Spirits. Nach einer hervorragenden Saison dort mit 157 Scorerpunkten verpflichteten ihn die Pittsburgh Penguins als Free Agent.

Zur Saison 1988/89 schaffte er gleich den Durchbruch. Doch erst in seiner zweiten Saison, in der er es auf 92 Punkte brachte, konnte er seine Stärke zeigen. In der Saison 1990/91 hatte er bereits nach 65 Spielen 94 Punkte erreicht, bevor er gemeinsam mit Zarley Zalapski und Jeff Parker an die Hartford Whalers abgegeben wurde, um Ron Francis, Grant Jennings und Ulf Samuelsson zu den Penguins zu holen. Dort beendete er seine beste Saison seiner Karriere mit 110 Punkten. Auch im folgenden Jahr in Hartford war er erfolgreich, doch im Lauf der Saison 1992/93 wurde er an die Toronto Maple Leafs abgegeben, bei denen schon sein Vater Barry Cullen und sein Onkel Brian Cullen gespielt hatten. Er half den Leafs beim Einzug in die Conference Finals, doch die eineinhalb Jahre in Toronto waren von zahlreichen Verletzungen überschattet.

Zur streikbedingt später startenden Saison 1994/95 kehrte er nach Pittsburgh zurück, konnte dort aber nicht an die früheren Leistungen anschließen, und so wechselte er zur Saison 1995/96 zu den Tampa Bay Lightning. Nach zwei ordentlichen Spielzeiten wurde bei ihm ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert. Durch Chemotherapien schwer gezeichnet, pausierte er im Spieljahr 1997/98 komplett, doch es gelang ihm, den Krebs zu überwinden, und zur Saison 1998/99 schaffte er sogar den Sprung zurück in die NHL. Nach vier Spielen mit den Lightning und sechs weiteren in der IHL bei den Cleveland Lumberjacks beendete er jedoch seine aktive Karriere und war noch ein weiteres Jahr als Assistenztrainer in Tampa angestellt.

Ihm zu Ehren wurde zum Ende der IHL-Spielzeit 1996/97 erstmals der nach ihm benannte John Cullen Award vergeben, der an denjenigen Spieler vergeben wurde, der sich nach einer langwierigen Verletzung oder Krankheit ins Team zurückkämpfte und mit seinen Leistungen zum Erfolg der Mannschaft beitrug. Im Jahr 1999 erhielt Cullen die Bill Masterton Memorial Trophy.

International

Mit der kanadischen Nationalmannschaft nahm Cullen an der Weltmeisterschaft 1990 teil. Bei den Welttitelkämpfen in der Schweiz belegte er mit der Mannschaft den vierten Platz. In zehn Turnierspielen erzielte der Stürmer einen Treffer und bereitete drei weitere vor.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1981/82 Guelph Platers OJHL 42 45 49 94 34
1982/83 Cambridge Winter Hawks OJHL 45 42 56 98 52
1983/84 Boston University NCAA 40 23 33 56 28
1984/85 Boston University NCAA 41 27 32 59 46
1985/86 Boston University NCAA 43 25 49 74 54
1986/87 Boston University NCAA 36 23 29 52 35
1987/88 Flint Spirits IHL 81 48 109 157 113 16 11 15 26 16
1988/89 Pittsburgh Penguins NHL 79 12 37 49 112 11 3 6 9 28
1989/90 Pittsburgh Penguins NHL 72 32 60 92 138
1990/91 Pittsburgh Penguins NHL 65 31 63 94 83
1990/91 Hartford Whalers NHL 13 8 8 16 18 6 2 7 9 10
1991/92 Hartford Whalers NHL 77 26 51 77 141 7 2 1 3 12
1992/93 Hartford Whalers NHL 19 5 4 9 58
1992/93 Toronto Maple Leafs NHL 47 13 28 41 53 12 2 3 5 0
1993/94 Toronto Maple Leafs NHL 53 13 17 30 67 3 0 0 0 0
1994/95 Pittsburgh Penguins NHL 46 13 24 37 66 9 0 2 2 8
1995/96 Tampa Bay Lightning NHL 76 16 34 50 65 5 3 3 6 0
1996/97 Tampa Bay Lightning NHL 70 18 37 55 95
1997/98 Tampa Bay Lightning NHL nicht gespielt wegen Krebserkrankung
1998/99 Tampa Bay Lightning NHL 4 0 0 0 2
1998/99 Cleveland Lumberjacks IHL 6 2 7 9 0
OJHL gesamt 87 87 105 192 86
NCAA gesamt 160 98 143 241 163
IHL gesamt 87 50 116 166 113 16 11 15 26 16
NHL gesamt 621 187 363 550 898 53 12 22 34 58

International

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
1990 Kanada WM 4. Platz 10 1 3 4 0
Herren gesamt 10 1 3 4 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Familie

Cullen entstammt einer Eishockeyfamilie. Bereits sein Vater Barry Cullen sowie dessen Brüder Brian Cullen und Ray Cullen schafften den Sprung als Profis in die National Hockey League (NHL) und konnten sich dort etablieren. Ebenso wurden die Söhne seines Bruders – Matt, Mark und Joe – allesamt Profispieler. Der erfolgreichste war dabei Matt Cullen, der annähernd 1650 Partien in der NHL bestritt und dreimal den und dreimal den Stanley Cup gewann. Mit Logan Morrison ist ein weiterer Neffe von John Cullen im professionellen Eishockey tätig.

Weblinks

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1968 Provost | 1969 Hampson | 1970 Martin | 1971 Ratelle | 1972 Clarke | 1973 MacDonald | 1974 Richard | 1975 Luce | 1976 Gilbert | 1977 Westfall | 1978 Goring | 1979 Savard | 1980 MacAdam | 1981 Dunlop | 1982 Resch | 1983 McDonald | 1984 Park | 1985 Hedberg | 1986 Simmer | 1987 Jarvis | 1988 Bourne | 1989 Kerr | 1990 Kluzak | 1991 Taylor | 1992 Fitzpatrick | 1993 Lemieux | 1994 Neely | 1995 LaFontaine | 1996 Roberts | 1997 Granato | 1998 McLennan | 1999 Cullen | 2000 Daneyko | 2001 Graves | 2002 Koivu | 2003 Yzerman | 2004 Berard | 2005 – | 2006 Selänne | 2007 Kessel | 2008 Blake | 2009 Sullivan | 2010 Théodore | 2011 Laperrière | 2012 Pacioretty | 2013 Harding | 2014 Moore | 2015 Dubnyk | 2016 Jágr | 2017 Anderson | 2018 Boyle | 2019 Lehner | 2020 Ryan | 2021 Lindblom | 2022 Price | 2023 Letang | 2024 Ingram | 2025 Monahan

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