John-Lennon-Gymnasium
| John-Lennon-Gymnasium | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Berlin Mitte Zehdenicker Straße 17 (09080444).JPG | ||||||
| Schulform | Gymnasium | |||||
| Schulnummer | 01Y02 | |||||
| Adresse | Zehdenicker Straße 17 | |||||
| Ort | Berlin-Mitte | |||||
| Land | Berlin | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 52° 31′ 51″ N, 13° 24′ 15″ O
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| Träger | Land Berlin | |||||
| Schüler | 747 (2025/26)<ref name="statistik">Schulporträt. John-Lennon-Gymnasium. In: bildung.berlin.de. Abgerufen am 8. März 2026.</ref> | |||||
| Lehrkräfte | 72 Lehrer + 7 Lehramtsanwärter (2025/2026)<ref name="statistik" /> | |||||
| Leitung | Antoneta Berisha<ref name="statistik" /> | |||||
| Website | www.jlgym-berlin.de | |||||
Das John-Lennon-Gymnasium ist ein Gymnasium in der Zehdenicker Straße 17 im Ortsteil Mitte des gleichnamigen Berliner Bezirks.
Geschichte
Das Gebäude wurde seit 1885 von der 153. Knaben- und der 154. Mädchenschule genutzt. Die Schulbezeichnung wechselte mehrmals. Seit Anfang der 1960er Jahre 5. Oberschule, erhielt sie 1976 den Namen August-Bebel-Oberschule nach dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden August Bebel.<ref>Stadtbezirk Berlin-Mitte. August-Bebel-Oberschule. In: Fernsprechbuch für die Hauptstadt der DDR, 1981, S. 588.</ref> Nach der Wiedervereinigung wurde sie 1994 unter dem Motto „Beatle statt Bebel“ nach dem Musiker John Lennon umbenannt.
Schulprofil
Die Benennung der Schule nach John Lennon ist deutschlandweit einmalig und erregte überregionale Aufmerksamkeit. Die ungewöhnliche Namensgebung wurde mehrheitlich von Schüler- und Elternvertretern gegen das Lehrpersonal durchgesetzt.<ref>Eine Schule für John Lennon. In: taz, 8. Juli 1994; abgerufen am 16. Juni 2018.</ref> Die Erlaubnis für die Nutzung des Namens wurde von Lennons Witwe Yoko Ono eingeholt.
Im Schuljahr 2025/26 hat die Schule 747 Schüler. Von ihnen haben 26,1 % eine nichtdeutsche Herkunftssprache.<ref name="statistik" />
Das Schulprofil des Gymnasiums wird nach eigenen Angaben durch drei Werte bestimmt: Leistung, Weltoffenheit und Engagement. Auf einen fachbezogenen Schwerpunkt wird bewusst verzichtet.<ref>Schulprofil auf der Webseite der Schule; abgerufen am 30. Januar 2024</ref>
Für ihr Engagement im Bereich Umwelt- und Klimaschutz hat die Schule die Auszeichnung „Umweltschule in Europa – Internationale Agenda Schule“ erhalten. Darüber hinaus wurde sie als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ von der UNESCO ausgezeichnet.
Ebenso führte die Schulleitung ein selbst entwickeltes Evaluationssystem des Lehrpersonals nach Vorbild der britischen Partnerschulen ein. Ab den 7. Klassen sowie in den Oberstufenkursen werden am Ende des Schulhalbjahres online Fragebögen zur Beurteilung der Lehrer ausgefüllt. Auch werden Abiturienten nach ihrer Prüfung interviewt.<ref>Zurückzensiert. Zeit Online vom 7. Juli 2009, abgerufen am 4. Mai 2010</ref>
Seit dem Jahr 2006 nimmt das John-Lennon-Gymnasium freiwillig an Schulinspektionen teil und gehört unter den 160 inspizierten Schulen zu den 19 Einrichtungen in der Spitzengruppe mit guter oder sehr guter Qualität.
Die Schule nimmt am Berliner Programm zur vertieften Berufsorientierung (BvBO) teil und bietet ihren Schülern eine Unterstützung bei der Berufsorientierung und Berufswahlentscheidung.<ref>Mitte – Infoportal BvBO 2.0. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. November 2016; abgerufen am 3. Oktober 2016.</ref> Seit dem Schuljahr 2021/22 nimmt sie am Schulversuch Hybride Formen des Lehrens und Lernens teil.<ref>Schulversuch „Hybrides Lernen“ wird verlängert. SenBJF, abgerufen am 17. August 2025.</ref>
Es gibt an der Schule 12 Arbeitsgemeinschaften (Stand: 2026).<ref>Aktivitäten und AGs. In: jlgym-berlin.de. Abgerufen am 8. März 2026.</ref>
Fremdsprachenangebot
- erste Fremdsprache: Englisch
- zweite Fremdsprache: Französisch oder Spanisch
- dritte Fremdsprache: Spanisch oder Französisch oder Latein
Austauschprogramme
Das John-Lennon-Gymnasium hat Partnerschulen in Großbritannien, Spanien, Israel, Frankreich und den USA und organisiert Schüleraustausche mit Frankreich, sowie mit einer Partnerschule in Cholon, Israel. In der 11. Klasse unterstützt die Schule auch langfristige Auslandsaufenthalte ihrer Schüler.
Ehemalige Schüler
- Sebastian Müller-Stahl (* 1976), Schauspieler, Abitur 1995
- Mark Wachholz (* 1976), Autor, Abitur 1995
- Mieze Katz (* 1979), Mitglied der Band MIA.
- Sarah Kuttner (* 1979), Moderatorin, Abitur 1999
- Tom Schilling (* 1982), Schauspieler, Abitur 2001
- Fritz Schumann (* 1987), Journalist
- Helene Bukowski (* 1993), Schriftstellerin, Abitur 2012
- Simon Lichtenberg (* 1997), Snookerspieler
- Felix von Heymann als „Soho Bani“ (* 1999), Rapper
Gebäude
Der viergeschossige, dreiflüglige Backsteinbau wurde 1884/85 von Hermann Blankenstein im Stil des akademischen Historismus entworfen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Mitteltrakt zerstört. 1951/1952 beseitigte man die Kriegsschäden, in den 1990er Jahren wurden die Gebäude und Außenanlagen saniert, modernisiert und umgestaltet. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.<ref>Ensembleteil Schule, 1885 von Architekt Hermann Blankenstein</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />