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Johanneskirche (Wuppertal)

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Datei:Johanneskirche (Wuppertal), Ansicht von Osten mit Giebelseite.jpg
Johanneskirche
Datei:Johanneskirche (Wuppertal), Ansicht von Südosten mit Polygonalchor.jpg
Johanneskirche, Ansicht von Südosten
Datei:Johanneskirche (Chor) mit Von-der-Heydt-Park.jpg
Johanneskirche (Choransicht) mit Von-der-Heydt-Park
Datei:Johanneskirche (Wuppertal).jpg
Johanneskirche, Blick zum Chor

Die Johanneskirche liegt im Süden des Wuppertaler Stadtbezirks Elberfeld am Rande des von-der-Heydt-Parks, in der Nähe des Friedenshains. Sie gehört seit 1970 mit der Christuskirche am Grifflenberg zur Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt im Kirchenkreis Wuppertal der Evangelischen Kirche im Rheinland.<ref>Johanneskirche – Gemeinde Elberfeld Süd. In: suedstadtweb.de. Abgerufen am 24. April 2021.</ref>

Baugeschichte

Als eine der 43 Notkirchen des Architekten Otto Bartning (1883–1959) wurde die Johanneskirche 1948/1949 nach dem Notkirchenprogramm<ref>Schrickel, Svenja: Die Notkirchen von Otto Bartning – eine serielle Kirchenbauproduktion der Nachkriegszeit. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg 2005, Nr. 34(2005), 4, S. 201–213</ref> des Evangelischen Hilfswerks für die von schweren Kriegsschäden betroffene Evangelisch-lutherische Gemeinde Elberfeld erbaut. Finanziert wurde der Bau hauptsächlich durch Spenden der amerikanischen Sektion des Lutherischen Weltbundes. Ökonomische, aber auch identitätsstiftende Bedeutung hatte zudem die Beteiligung handwerklicher Laien an den Bauarbeiten, bei denen auch Studenten der Kirchlichen Hochschule Wuppertal mitwirkten. Nach der Grundsteinlegung im September 1948 wurde die Wuppertaler Notkirche innerhalb von acht Monaten errichtet und am 17. April 1949 als erster Kirchenneubau Wuppertals nach dem Zweiten Weltkrieg eingeweiht<ref>Majewski, Heinz: Johanneskirche, in: Ins Bild gesetzt – Die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt in Wuppertal, Hg.: Ev. Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt in Wuppertal, Wuppertal 2015, S. 9–12</ref><ref name=":0">@1@2Vorlage:Toter Link/www2.johanneskirche-wuppertal.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2025. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>; der Name „Johanneskirche“ bezieht sich auf den Evangelisten Johannes.

Architektonische Merkmale

Wie alle von Otto Bartning entworfenen Notkirchen wurde auch die Johanneskirche nicht als Provisorium, sondern für eine langfristige Nutzung konzipiert. Signifikantes Merkmal ihrer reduktionistischen Architektur, die Bartning als „Bekenntnis zu der aus der Armut erwachsenden geistigen Freiheit“<ref>Otto-Bartning-Archiv der TU Darmstadt 2007S04869: Manuskript O. Bartning 25. Mai 1951, S. 10–11</ref> verstand, ist die präfabrizierte, zeltartige Dreigelenkbinderkonstruktion aus Holz und ein vorwiegend aus Trümmersteinen errichtetes Mauerwerk.<ref>http://www.otto-bartning.de/anzeige.php?id=39</ref> Der Grundriss entspricht dem Typ B des Notkirchenprogramms mit 5/10-Chorschluss. Die Weiterverarbeitung des aus dem Schwarzwald stammenden Holzes für das Tragwerk und die Ausstattung des Gebäudes erfolgte in Forchheim bei Karlsruhe. Das ursprünglich feste Gestühl fasste etwa 450 Besucher; der abtrennbare Raum unter der Empore ließ eine multifunktionale Nutzung zu.

Änderungen in Baubestand und Ausstattung

Ein Stifter ermöglichte 1963 den Austausch der von Bartning favorisierten farblosen Verglasung des umlaufenden Fensterbandes durch Glasmalereien, in denen sich symbolhafte Motive aus dem Johannesevangelium und der Apokalypse mit freien Farbkompositionen verbinden.<ref>Majewski, Heinz: Farbspiele, in: Ins Bild gesetzt – Die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt in Wuppertal, Hg.: Ev. Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt in Wuppertal, Wuppertal 2015, S. 21–22</ref> 1967 wurde ein Gemeindezentrum an die Nordwestseite der Johanneskirche angebaut und der ursprüngliche Vorbau mit Eingang an der Giebelseite entfernt. Seither wird der Kirchenraum über den Vorraum zum Gemeindezentrum erschlossen. Zeitgleich wurde auch die Ausstattung des Kirchenraumes (Kanzel, Chorschranken, Gestühl, Fußboden, Emporenkonstruktion) geändert und das Mauerwerk der nordwestlichen Langseite zum Gemeindezentrum hin geöffnet. 1971 löste eine Orgel aus der Werkstatt Werner Bosch<ref>https://www.bosch-orgelbau.com/</ref> das 1953 eingebaute und mehrfach erweiterte Vorgängerinstrument der Firma Emil Hammer Orgelbau<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. August 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.emil-hammer.de</ref> ab. Trotz der Umgestaltungen der Johanneskirche blieb das für die Bartning-Notkirchen charakteristische Erscheinungsbild erhalten.<ref>Majewski, Heinz: Johanneskirche, in: Ins Bild gesetzt – Die Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt in Wuppertal, Hg.: Ev. Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt in Wuppertal, Wuppertal 2015, S. 9–12</ref><ref name=":0" />

Denkmalschutz

Seit dem 7. Juni 2004 steht die Johanneskirche nach § 2 (1) DSchG NW (Denkmal-Nr. 1896 der Denkmalliste der Stadt Wuppertal)<ref>Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste</ref> unter Denkmalschutz.

Weblinks

Commons: Johanneskirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 14′ 6,3″ N, 7° 9′ 10,4″ O

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