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Johannes Schuchard

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Datei:Johannes Schuchard.jpg
Johannes Schuchard um 1830. Zeitgenössische Darstellung
Datei:000068 Johannes Schuchard Jugendbild.jpg
Johannes Schuchard, Jugendbild 1809

Johannes Schuchard (* 3. März 1782 in Barmen (heute Stadtteil von Wuppertal); † 13. Januar 1855 ebenda) war ein preußischer Provinziallandtagsabgeordneter, Fabrikant und Kaufmann. Bekannt geworden ist er für seinen Einsatz für eine gesetzliche Einschränkung der Kinderarbeit.

Leben

Johannes<ref>Sein Taufname lautete lt. Taufregister der ev-ref. Gemeinde Gemarke in Barmen, Jg. 1782, Nr. 20: Johannes. Er wurde auch Johann gerufen. Johannes führte seine Geschäfte unter der Firma Joh. Heinrich Schuchard Sohn. (Alexander und Alfred Schuchard, Carl vom Berg jr. 1904, S. 6) Mit dieser Firmenbezeichnung unterschrieb er auch Fachartikel, so einen von ihm verfassten Beitrag zum Thema „Handelsfreiheit“ im Rheinisch-Westfälischen Anzeiger vom 3. Januar 1820.</ref> Schuchard war der Sohn des Barmer Siamosen-Fabrikanten<ref>Siamose = Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen</ref> und Kirchmeisters Johann Heinrich Schuchard (* [18. September 1752] in Kronenberg (?); † 30. Dezember 1797 in Barmen) und dessen Ehefrau Anna Gerdraut, geb. Klophaus (* in Ronsdorf; getauft 30. August 1761 in Kronenburg; 10. Dezember 1817 in Barmen). Er betrieb eine Fabrikation von seidenen und halbseidenen Westenstoffen und Schlipsen und führte daneben einen Handel in Twist und Krapp und wurde 1809 zum Munizipalrat ernannt. Von 1823 bis 1843 war er der Vertreter des dritten Standes der Stadt Barmen am Rheinischen Provinziallandtag<ref name="ssb">Alexander und Alfred Schuchard, Carl vom Berg jr.: Johannes Schuchard, Barmen. 1782–1855. Seine Vorfahren und Nachkommen. Philipp Kühner, Eisenach 1904, S. 6f.</ref>. Er gehört zu den Gründern der Handelskammer von Elberfeld und Barmen, der er von 1830 bis 1846 angehörte.

In der Franzosenzeit war er zwischen November 1809 und 1814 Munizipalrat und von 1830 bis 1831 Stadtrat von Barmen. Von 1826 bis 1843 war er Abgeordneter im Provinziallandtag der Rheinprovinz für den Stand der Städte und die Stadt Barmen. 1845 war er an der Teilnahme am Provinziallandtag verhindert und August 1848 legte er das Mandat krankheitshalber nieder. Er vertrat liberal-konservative Positionen. Auf seine Initiative hin erließ der Provinziallandtag eine Petition, aufgrund derer der preußische Staat 1839 ein „Regulativ über die Beschäftigung Jugendlicher Arbeiter in den Fabriken“ (Preußisches Regulativ) verfügte, das die Arbeit für Kinder unter neun Jahren verbot und für neun- bis sechzehnjährige die Arbeitszeit auf zehn Stunden begrenzte. Dieses Gesetz gilt als das erste Arbeitsschutzgesetz für Kinder und damit gleichzeitig als der „Anfang staatlicher Arbeitsschutzpolitik“ (Thomas Nipperdey) in Deutschland.

Bereits 1837 hatte Schuchard in einem Zeitungsbericht über den Selbstmordversuch eines zwölfjährigen Arbeitermädchens berichtet und damit öffentliches Aufsehen erregt. 1847 wurde er mit der Roter Adlerorden 4. Klasse ausgezeichnet.

Am 19. März 1811 vermählte er sich mit der Tochter eines wohlhabenden Velberter Kaufmanns, der Amalia Friederica Koelver (1793–1865).<ref name="ssb" /> Aus dieser Ehe gingen 11 Kinder hervor, darunter der Kaufmann Hugo Schuchard (1825–1886), der die Burg Calenberg bei Warburg kaufte, umbauen und totalsanieren ließ. Johannes’ Enkelin Adeline Schuchard heiratete den Maler Adolf Erbslöh, seine Enkelin Johanna Schuchard den Eisenacher Kommerzienrat Albert Erbslöh. Ein weiterer Enkel ist der Eisenacher Maler Felix Schuchard.<ref>Alexander und Alfred Schuchard, Carl vom Berg jr.: Johannes Schuchard, Barmen. 1782–1855. Seine Vorfahren und Nachkommen. Philipp Kühner, Eisenach 1904, S. 25f.</ref>

Literatur

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  • Hermann Herberts: Alles ist Kirche und Handel … Wirtschaft und Gesellschaft des Wuppertals im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Neustadt/Aisch 1980, S. 118 ff.
  • Hans Höring: Johannes Schuchard (1782–1855). In: Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band I. Aschendorff, Münster 1931, S. 1–19.
  • Wolfgang Köllmann: Johannes Schuchard (1782–1852). In: Wuppertaler Biographien 1. Folge. Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals Band 4, Born-Verlag, Wuppertal 1958, S. 73–78.
  • Alexander und Alfred Schuchard, Carl vom Berg jr.: Johannes Schuchard, Barmen. 1782–1855. Seine Vorfahren und Nachkommen. Philipp Kühner, Eisenach 1904.
  • Vera Torunsky: Die Abgeordneten der Rheinischen Provinziallandtage und Landschaftsversammlungen, Band 1: Die Abgeordneten der Provinziallandtage und ihre Stellvertreter 1825–1888, ISBN 3-7927-1749-2, S. 434.

Einzelnachweise

<references />

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