Johannes Ludwig (Rennrodler)
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Johannes Ludwig (2018)
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| Nation | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 14. Februar 1986 (40 Jahre) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Suhl, Deutsche Demokratische Republik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 187 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 88 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beruf | Polizeivollzugsbeamter | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Verein | BSR Rennsteig Oberhof im WSV Oberhof 05 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 2022 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im Rennrodel-Weltcup | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Johannes Ludwig (* 14. Februar 1986 in Suhl) ist ein ehemaliger deutscher Rennrodler. 2018 gewann er bei den Olympischen Winterspielen die Bronzemedaille im Einsitzer sowie die Goldmedaille mit der Teamstaffel. In seiner erfolgreichsten Saison 2021/22 gewann er bei den Winterspielen 2022 erstmals eine olympische Goldmedaille im Einsitzer. Anschließend gelang ihm auch mit dem Team – wie bereits vier Jahre zuvor – der Olympiasieg. Kurz vor den Olympischen Spielen 2022 hatte Ludwig erstmals auch den Gesamtweltcup im Rennrodeln gewonnen.
Sportlicher Werdegang
Johannes Ludwig startete für den BSR Rennsteig Oberhof, welcher im WSV Oberhof 05 e. V. angegliedert ist. Der Polizeihauptmeister der Bundespolizeisportschule Bad Endorf betrieb seit 1992 Rennrodeln. Er hat ein Studium in Betriebswirtschaftslehre (Bachelor of Arts) an der Hochschule für angewandtes Management absolviert. Er trainierte an der Bundespolizeisportschule Bad Endorf und der Bundeswehrsportfördergruppe Oberhof. 2005 gewann er die Gesamtwertung des Junioren-Weltcups, ein Jahr darauf wurde er Dritter und Vierter bei den Juniorenweltmeisterschaften. In der Saison 2006/07 bestritt der Thüringer seine erste Saison im Weltcup, wobei er in der Gesamtwertung Platz elf erreichte. Die besten Resultate erreichte er in Park City, Calgary und Winterberg mit den Plätzen fünf, acht beziehungsweise sieben. In den übrigen Rennen war er stets in den Top 20 klassiert. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Innsbruck-Igls erreichte er Platz 11. Auch in der Saison 2007/08 wurde er Elfter der Gesamtwertung und verbesserte seine persönliche Bestleistung auf Rang vier beim Rennen in Altenberg. 2008/09 bestätigte Ludwig als Vierter in Whistler diese Bestleistung, in der Gesamtwertung verbesserte er sich auf Rang acht.
Die Saison 2009/10 brachte den endgültigen Durchbruch in die Weltspitze. Bei Weltcuprennen in Cesana als Drittplatzierter und in Oberhof als Zweiter schaffte er erste Podestplatzierungen und gewann in Winterberg mit der Teamstaffel. Bei den Europameisterschaften 2010 in Sigulda wurde er Sechster und gewann mit der Teamstaffel die Bronzemedaille. Nachdem Ludwig in der Saison 2010/11 nur bei sechs der neun Rennen im Weltcup zum Einsatz kam und dabei nur einmal unter die besten Zehn fuhr, wurde die Saison 2011/12 wieder erfolgreicher. Bei den Weltmeisterschaften 2012 in Altenberg verpasste er auf Platz 4 knapp die Medaillenränge. Im folgenden Winter gelangen ihm einige dritte Plätze bei Weltcup-Rennen. Bei den Europameisterschaften 2013 in Oberhof gewann er die Bronzemedaille hinter Felix Loch und Andi Langenhan; ebenso bei den Weltmeisterschaften 2013 in Whistler.
Am 27. November 2016 erlangte er zu Beginn der Saison 2016/17 beim Weltcup in Winterberg seinen ersten Weltcupsieg.<ref>sport1.de – Wintersport – Ludwig rundet starkes Wochenende ab. Abgerufen am 26. Januar 2020.</ref> In der Saison 2017/2018 feierte er bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang seine bis dahin größten sportlichen Erfolge. Am 11. Februar 2018 gewann er die Bronzemedaille im Einsitzer.<ref name="sport1.de – Olympia 2018 – Wieso Loch gleich zwei Goldmedaillen verspielte">sport1.de – Olympia 2018 – Wieso Loch gleich zwei Goldmedaillen verspielte. Zuletzt abgerufen am 26. Januar 2020.</ref> Dabei profitierte er von einem folgenschweren Fahrfehler seines Teamkollegen Felix Loch im vierten Lauf, der damit von Platz 1 auf Platz 5 zurückfiel, während sich Ludwig im letzten Lauf noch von Platz 5 auf den Bronze-Rang nach vorne schob.<ref name="sport1.de – Olympia 2018 – Wieso Loch gleich zwei Goldmedaillen verspielte" /> Als der in den Einzelrennen bestplatzierte Fahrer war Ludwig entsprechend der Regelung des Deutschen Rodelverbands für die Teamstaffel gesetzt. Gemeinsam mit Natalie Geisenberger sowie den Doppelsitzern Tobias Wendl und Tobias Arlt gewann Ludwig zum Abschluss der Rodelwettbewerbe in Pyeongchang die Goldmedaille.<ref>sport1.de – Olympia 2018 – Teamstaffel holt neunte Goldmedaille. Abgerufen am 26. Januar 2020.</ref>
Zum Auftakt der Saison 2018/19 konnte er am 28. November 2018 in Innsbruck-Igls seinen zweiten Weltcupsieg erringen, als er seine gemeinsame Bestzeit mit Semjon Pawlitschenko im ersten Lauf auch im zweiten Durchgang bestätigen konnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />moz.de – Rodler Ludwig gewinnt Saison-Auftakt ( vom 26. Januar 2020 im Internet Archive). 25. November 2018.</ref> In der Saison 2019/20 gelang Ludwig am 26. Januar 2020 bei einem kuriosen Weltcup im lettischen Sigulda sein dritter Weltcupsieg, als er nach Platz 21 im ersten Lauf aufgrund schwieriger äußerer Verhältnisse – die Bahn wurde im Laufe des zweiten Durchgangs immer langsamer – noch auf den 1. Rang nach vorne fuhr.<ref>sportschau.de – Wintersport – Wintersport-News am Sonntag: Verrückte Aufholjagd von Rodler Ludwig. Abgerufen am 26. Januar 2020.</ref> Ähnlich kurios fuhr Ludwig auch seinen vierten Weltcupsieg nur eine Woche später bei seinem Heimrennen in Oberhof ein.<ref name="sport1.de – Wintersport – Rodeln – Ludwig gewinnt Chaos-Rennen">sport1.de – Wintersport – Rodeln – Ludwig gewinnt Chaos-Rennen. Zuletzt abgerufen am 2. Februar 2020.</ref> Diesmal gelang es ihm bei Dauerregen sogar, mit einem 24. Platz nach dem ersten Lauf noch auf Platz 1 vorzufahren.<ref name="sport1.de – Wintersport – Rodeln – Ludwig gewinnt Chaos-Rennen" /> Nur einen Tag später erreichte er zusammen mit Anna Berreiter und den Doppelsitzern Tobias Wendl und Tobias Arlt seinen zweiten Weltcuperfolg mit der Teamstaffel – zehn Jahre nach seinem ersten Triumph. In der Weltcup-Saison 2020/21 gelang Ludwig zwar kein Sieg in einem Weltcup-Rennen, er belegte aber aufgrund mehrerer Top-3-Ergebnisse den zweiten Platz im Gesamtweltcup.
Die ersten beiden Rennen der Saison 2021/22 auf den Olympiabahnen in Yanqing und Sotschi gewann er.<ref>Verrücktes Rodel-Rennen: Ludwig von Platz 20 noch zum Sieg. In: Sportschau. 28. November 2021, abgerufen am 29. November 2021.</ref> Auch in Innsbruck-Igls, Winterberg und Oberhof gelangen ihm Siege. Damit sicherte er sich bereits ein Rennen vor Ende der Weltcup-Saison erstmals den Sieg im Gesamtweltcup.<ref>Mit der Konkurrenz Schlitten fahren. In: faz.net. 15. Januar 2022, abgerufen am 15. Januar 2022.</ref> Größter Erfolg seiner Laufbahn ist jedoch der anschließende Gewinn der Goldmedaille im Einsitzer bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. Wenige Tage später gelang ihm auch mit dem Team – wie bereits vier Jahre zuvor – der Olympiasieg.
Am 16. Mai 2022 erklärte Ludwig seinen Rücktritt vom aktiven Rodelsport.<ref>Rodel-Olympiasieger Ludwig beendet seine Karriere. In: sportschau.de. dpa, 16. Mai 2022, abgerufen am 17. Mai 2022.</ref>
Privates
Johannes Ludwig ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern seit 2019 im niedersächsischen Walsrode.<ref name="Internationaler Rennrodelverband – Johannes Ludwig">[1]. Zuletzt abgerufen am 27. Januar 2020.</ref>
Auszeichnungen
- 2018 und 2022: Silbernes Lorbeerblatt<ref>Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. In: bundespraesident.de. Bundespräsidialamt, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>
- 2022: Thüringens Sportler des Jahres
Erfolge
Weltcupsiege
Einzel
Teamstaffel
| Nr. | Datum | Ort | Bahn |
|---|---|---|---|
| 1. | Vorlage:DatumZelle | Datei:Flag of Germany.svg Winterberg | Bobbahn Winterberg |
| 2. | Vorlage:DatumZelle | Datei:Flag of Germany.svg Oberhof | Rennrodelbahn Oberhof |
| 3. | Vorlage:DatumZelle | Datei:Flag of Germany.svg Oberhof | Rennrodelbahn Oberhof |
Startrekorde
Ludwig gilt aufgrund seiner Athletik als einer der schnellsten Starter im Rodelweltcup und hält den Startrekord auf acht Rodelbahnen (Stand: 6. Februar 2022).
| Ort | Bahn | Datum | Zeit |
|---|---|---|---|
| Datei:Flag of Norway.svg Lillehammer | Lillehammer Olympiske Bob- og Akebane | Vorlage:DatumZelle | 4,366 s |
| Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary | Bob- und Rennschlittenbahn im Canada Olympic Park | Vorlage:DatumZelle | 4,780 s |
| Datei:Flag of Austria.svg Innsbruck | Olympia Eiskanal Igls | Vorlage:DatumZelle | 5,319 s |
| Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Whistler | Whistler Sliding Centre | Vorlage:DatumZelle | 6,930 s |
| Datei:Flag of Latvia.svg Sigulda | Rodelbahn Sigulda | Vorlage:DatumZelle | 4,548 s |
| Datei:Flag of Germany.svg Altenberg | Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg | Vorlage:DatumZelle | 7,040 s |
| Datei:Flag of Germany.svg Königssee | Kunsteisbahn Königssee | Vorlage:DatumZelle | 3,252 s |
| Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Yanqing | Yanqing National Sliding Center | Vorlage:DatumZelle | 2,455 s |
Weblinks
- johannes-ludwig.com: Offizielle Website
Einzelnachweise
<references />
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1964: Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Thomas Köhler | 1968: Österreich Manfred Schmid | 1972: Datei:Flag of East Germany.svg Wolfgang Scheidel | 1976: Datei:Flag of East Germany.svg Dettlef Günther | 1980: Datei:Flag of East Germany.svg Bernhard Glass | 1984: Vorlage:ITA-1946 Paul Hildgartner | 1988: Datei:Flag of East Germany.svg Jens Müller | 1992: Deutschland Georg Hackl | 1994: Deutschland Georg Hackl | 1998: Deutschland Georg Hackl | 2002: Vorlage:ITA-1946 Armin Zöggeler | 2006: Vorlage:ITA-2003 Armin Zöggeler | 2010: Deutschland Felix Loch | 2014: Deutschland Felix Loch | 2018: Österreich David Gleirscher | 2022: Deutschland Johannes Ludwig | 2026: Deutschland Max Langenhan
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
2014: Deutschland (GER) Geisenberger, Loch, Wendl, Arlt | 2018: Deutschland (GER) Geisenberger, Ludwig, Wendl, Arlt | 2022: Deutschland (GER) Geisenberger, Ludwig, Wendl, Arlt | 2026: Deutschland (GER) Taubitz, Wendl, Arlt, Langenhan, Eitberger, Matschina
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Weltmeister im Rennrodeln (Teamstaffel)Vorlage:Klappleiste/Anfang 1978: Anton Winkler | 1979: Paul Hildgartner | 1980: Ernst Haspinger | 1981: Ernst Haspinger und Paul Hildgartner | 1982: Ernst Haspinger | 1983: Paul Hildgartner | 1984: Michael Walter | 1985: Norbert Huber | 1986: Norbert Huber | 1987: Norbert Huber | 1988: Markus Prock | 1989: Georg Hackl | 1990: Georg Hackl | 1991: Markus Prock | 1992: Markus Prock | 1993: Markus Prock | 1994: Markus Prock | 1995: Markus Prock | 1996: Markus Prock | 1997: Markus Prock | 1998: Armin Zöggeler | 1999: Markus Prock | 2000: Armin Zöggeler | 2001: Armin Zöggeler | 2002: Markus Prock | 2003: Markus Kleinheinz | 2004: Armin Zöggeler | 2005: Albert Demtschenko | 2006: Armin Zöggeler | 2007: Armin Zöggeler | 2008: Armin Zöggeler | 2009: Armin Zöggeler | 2010: Armin Zöggeler | 2011: Armin Zöggeler | 2012: Felix Loch | 2013: Felix Loch | 2014: Felix Loch | 2015: Felix Loch | 2016: Felix Loch | 2017: Roman Repilow | 2018: Felix Loch | 2019: Semjon Pawlitschenko | 2020: Roman Repilow | 2021: Felix Loch | 2022: Johannes Ludwig | 2023: Dominik Fischnaller | 2024: Max Langenhan | 2025: Max Langenhan Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ludwig, Johannes |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rodler |
| GEBURTSDATUM | 14. Februar 1986 |
| GEBURTSORT | Suhl |
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